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Ulrich Ruess


Pro Mitglied, Norderstedt

Tempel der Isis

das Bild zeigt links einen Teil des westlichen Säulengangs des Isis-Tempels von Philae, der zum Hauptgebäude der unter Pharao Nektanebo I (380-363 v.Chr.) erbauten Tempelanlage führt. In römischer Zeit wurde die Anlage erweitert (Hadrianstor, Trajanskiosk) um im Jahr 537 n. Chr. als Pilgerstätte geschlossen zu werden (Brockhaus).

Das Ausmeißeln der Figuren wie hier im linken Pylon war eine verbreitete Sitte von nachfolgenden Herrschern, um den dargestellten Figuren ihre göttliche Kraft zu nehmen, wenn sie politisch "nicht mehr angesagt" waren.

Ob es den Arbeitern ein ungutes Gefühl vermittelt hat, einen Gott oder ein halbgöttliches Wesen auszulöschen? Oder fühlten sie sich vielleicht auf der richtigen Seite, wenn sie dem Neuen zum Durchbruch verhalfen? Eigentlich konnte man ja nie genau wissen...

Kommentare 10

  • nyhr 27. Dezember 2009, 15:31

    Ein eindrucksvoller Ausschnitt vom Isistempel mit klaren Reliefarbeiten. Toll die Erklärung dazu. Bei einem FAmilientreffen haben wir gestern stundenlang die Urlaubsbilder meines Bruders aus Goa in Indien betrachtet. Reisen ist sein Hobby.
    Liebe Grüße von Karin
  • Conny Müller 19. November 2007, 8:45

    Für mich sind deine Foto-Reportagen richtig gut als Nachtrag zu meiner Ägyptenreise, da habe ich so viel fotografiert und die Hälfte der Erklärungen leider nicht mitbekommen.
    Die "Tilgung" oder Herabwürdigung der Paraonen und Herrscher erfolgt heute doch westlich einfacher über Mobbing o.ä. Leider hat sich insofern nicht viel geändert.
    Gut gemacht.
    LG
    Conny
  • Frank Dro 18. November 2007, 13:38

    Eine klasse Aufnahme mit sehr schöner Dokumentation.
    Da nicht nur die Herrscher, sondern auch die Götter ausgemeißelt wurden, kann man in Ägypten meistens davon ausgehen, daß viele dieser Gottheiten in koptischer Zeit ausgemeißelt wurden, nicht in pharaonischen Zeiten. Wie Du schon schreibst, ein Gott ohne Gesicht oder Körper konnte nicht mehr angebetet werden.
    LG Frank
  • Gerlinde File 16. November 2007, 1:47

    Gut, daß Vieles auch erhalten blieb und unsereinen begeistert.
    LG .... Gerlinde
  • Anja Gabi 15. November 2007, 19:36

    Meistens waren es die Bilder von Hatschepsut, die Tutmosis III. vernichten ließ...aber auch die Reliefs von Echnaton sollten nicht die Ewigkeit überstehen.
    Dein Bild hat eine tolle Perspektive und eine fantastische Schärfe!
    LG Anja
  • Anoli 15. November 2007, 18:26

    Das ist richtig spannend! Mach mal weiter........
    LG Ilona
  • Ingrid Vetter 15. November 2007, 16:26

    Klasse Bildschnitt und die Relief zeigen sich von ihrer besten Seite.
    Schon interessant, wie die eine Generation zu Ehren der Götter diese Reliefs schufen und wie dann die folgenden Generation die Reliefs teilweise zerstörten. Aber heute ist es ja auch nicht anders, nur mit anderen Dingen und anderen Mitteln.
    LG Ingrid
  • Ute Rummel 15. November 2007, 14:07

    Zeitweise wurde dieser Tempel auch als Kirche benutzt. Malteser-Kreuze im Innern des Tempels belegen dies. Eine wahrlich wechselhafte Geschichte.
    LG Ute
  • Helga Hack 15. November 2007, 13:03

    Feine Farben und feine Schärfe! Auch Dein Blickwinkel gefällt mir gut! Und die Erläuterung sowieso!
    Lieben Gruß!
    Helga
  • Ute K. 15. November 2007, 10:53

    wieder sehr interessante Info zum Bild,
    den Arbeitern wirds wahrscheinlich nicht anders ergangen sein als allen anderen bei ähnlichem 'Regierungs'-Wechsel, gute Miene zum bösen Spiel oder nach dem Motto: wessen Brot ich ess ....
    lg, Stino

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