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Tauchgang unter dem Eis

Tauchgang unter dem Eis

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Dirk-Christian


Pro Mitglied

Tauchgang unter dem Eis

"Neopren" heißt das Zauberwort, warum Spinner wie ich nicht nur bei wunderbarem Sommerwetter unsere Talsperre zur Abkühlung durchschwimmen, sondern auch im bitterkalten Winter mit einem ausreichenden mitgeführten Sauerstoffvorrat auf dem Rücken, aber nun unter dem Wasserspiegel. Mit den üblichen überlebenswichtigen Utensilien sieht es von dort unten hinauf ins Licht etwa wie dargestellt aus, vorausgesetzt, dass noch kein Schnee gefallen ist und die Unterwasserwelt in Finsterniss hüllt. Ein wenig lebt das Geschehen von der Hoffnung, vor Ende des Sauerstoffvorrates den Ausstieg ins Medium der Luft wiedergefunden zu haben. Fein, dass ich mal eine geschützte Kamera mitführte und euch diese eindrucksvolle Impression mit noch relativ dünner Eisplatte zeigen kann. Der erkennbar dunklere Teil des Hintergrundes im unteres Bereich des Fotos ist auf den Fichtenwald am Berghang neben der Talsperre zurückzuführen.

In Abhängigkeit vom eigenen, mitunter noch traumatisch im Unbewussten ganzheitlich abgespeicherten individuellen Geburtserleben nehmen Menschen eine solche Situation sehr unterschiedlich wahr. Meine Geburt dauerte im Dezember 1964 viele, viele Stunden lang, da mein Kopf recht groß, der Weg nach draußen ziemlich eng und eine Ultraschalldiagnostik ... Ach ja, so lang ist das schon her. Mein unbewusst immer noch ganzheitlich erinnerbares Geburtstrauma steigt in solchen Situationen mit zunehmender Dicke der Eisdecke regelmäßig in meinem Bewusstsein auf in Form von massivsten Erstickungsängsten, es nicht rechtzeitig zum ein erlösendes Einatmen ermöglichenden Ausstieg zu schaffen. Bislang habe ich es, wie auch bei meiner Geburt, immer noch dorthin geschafft.
Aber wunderschön schaut's aus von unter dem Eis, wie ihr sehen könnt. Viele assoziieren mit diesem Ort absolute Stille. Doch weit gefehlt ! Nicht einmal ohne Atemgerät wäre es hier absolut still. Manchmal hört man Eis knacken, brechen oder krachen, immer aber Blasen nach oben blubbern. Das war die Kunst, die Luftblasenansammlungen mit der Hand zur Seite zu schieben und unter dem Eis nicht mit aufs Bild zu bekommen. Sie wandern dort unter der planen Eisfläche nämlich sinnlos und planlos herum, fusionieren schon mal zu einer riesigen aber ultraflachen Luftansammlung.
Und unter mir in dieser Situation nichts als bis zu 25 Metern gähnende, dunkle Tiefe bis zum Grund der Talsperre ... .
Dennoch: Eine wunderbare Erfahrung!

Kommentare 11

  • tiny1 26. Februar 2013, 19:12

    RESPEKT!! Da muss ich mich als Schönwettertaucherin ja fast schämen. :-) Tauchen unter dem Eis muss ein irres Gefühl sein. Gern mehr Aufnahmen von "unten"! :-) LG Tiny
  • Gisela57 25. Februar 2013, 16:08

    Wow . . . wirkt auf mich wie gemalt. Du hast das Bild unter Bedingungen geschaffen, die mir persönlich Angst machen würden; mein Respekt!
    Für mich eine Hommage an die Farbe (Hell-)Blau. Blau strahlt Kühle, Klarheit und Frische aus und genau das kommt in deinem Bild sehr gut herüber. Auch ist Blau die Farbe der Tiefe und der Unendlichkeit und auch das finde ich in deinem feinen Bild wieder.
    LG Gisela
  • Annemarie Quurck 20. Februar 2013, 9:16

    Ist das wirklich unter Eis entstanden?
    Kaum zu glauben ... wie viel Farbe das Blau hat

    lg annemarie
  • Andrea Frey 18. Februar 2013, 20:37

    MICH würdest du NICHT unter Wasser bekommen! HAbe aber schon im Fernsehen Bilöder gesehen, sieht einfach stark aus! Ich sehe mir solcherlei Bilder aber definitiv lieber vom trockenen aus an....
    LG Andrea
  • Krimhilde. W. 18. Februar 2013, 12:52

    Brrrrrrr, bei dem Gedanken da hinein zu müssen, bekomme ich eine dicke Gänsehaut.
    Aber Hut ab vor deinem Wagemut, ohne den wir solch ein Foto nie zu sehen bekämen. Wahnsinn!!!
    Liebe Grüße Krimhilde
  • Theo Stadtmüller 18. Februar 2013, 10:06


    Sieht irgendwie interessant aus und ohne Deine Erklärungen wäre ich nicht darauf gekommen zu erkennen, was Du uns da zeigst.
    Ein großartiges Bild.
    Liebe Grüße und einen schönen Wochenbeginn
    Theo
  • Angela May 18. Februar 2013, 8:26

    Respekt, bei so einer Kälte tauchen zu gehen - nö! Das mache ich lieber im Roten Meer... und dann auch noch die Fotoausrüstung mirnehmen... Aber das Bild lohnt sich, bekommt eben nur eine kleine elitäre Gruppe, solche Bilder. TaucherInnen und unerschrockene ;-)
    LG Angela
  • josefG 17. Februar 2013, 23:50

    hallo Christian
    alle Achtung ich würde mich das nie trauen
    mfG josefG
  • Marguerite L. 17. Februar 2013, 21:52

    Einzigartiges Bild ...
    Spinner ja, doch kann ich ihn begreifen, verstehen,
    ich habe vor 45 Jahren zusammen mit meinem Mann in den Korallenriffen von Dar es Salaam getaucht, geschnorchelt, es gab gefährliche Momente ... doch bereut habe ich nie ...
    GrüessliM
  • hilke s 17. Februar 2013, 21:34

    wow, wunderschön sieht es aus! und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus! wunderbar!
    ein einblick in eine Welt, die ich - trotz großer wasserliebe - wohl niemals erleben werde.
    Danke!
    vg hilke
  • Dagi.H. 17. Februar 2013, 20:08

    Nicht schlecht, so ein Blick von unten durchs Eis!
    Weißt Du Christian, an meinen ersten Atemzug kann ich mich zum Glück nicht erinnern, aber bei meinen drei Kindern habe ich mich über den ersten Schrei stets gefreut, denn ich wußte, sie haben die Strapazen der Geburt genau so überlebt, wie ich :-)), und daran - bei allen Dreien - erinnere ich mich heute noch ganz genau, wie es gewesen ist!
    Herzlichst Dagmar

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Exif

Kamera SP310
Objektiv ---
Blende 6.3
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 8.0 mm
ISO 64