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AstridHerzog


Basic Mitglied, München

Tasch Rabat

Vielleicht liegt der Grund dafür, dass das Gebäude Tasch Rabat seine Einzigartigkeit behalten hat in der Tatsache, dass es zwar in der Nähe der Hauptstraße von Bischkek und Narin nach Torugart liegt, sich aber auf einer Höhe von 15 km mitten in der schönen Landschaft des Tals in den Tian Schan Vorbergen befindet. Viele Jahre lang war die Ausfahrtsstelle nicht ausgeschildert, so dass die meisten Reisenden vorbeifuhren, ohne zu bemerken, was sie verpasst hatten.

Beim Verlassen der Asphaltstraße zwischen Narin und Torugart (und Kaschgar) müssen die Autos eine Schotterstraße nehmen, die Furt über den Kara Suu Fluss überqueren und weiter entlang durch das Tal des Tasch Rabat Flusses fahren. Man sieht Herden von Pferden, Yaks, Schafen und Ziegen und gelegentlich auch auf den Hängen weidende Kamele.

Das genaue Datum des Baus des Gebäudes ist unbekannt, aber es ist archäologisch bewiesen, dass der Ort im 10. Jahrhundert schon bewohnt war. Es gibt Belege dafür, dass der Ort für Reisende vor langer Zeit, noch vor der Zeit der Tamerlane und Dschingis Khans, ein Umschlagsplatz war, der zum Ausruhen und zur Absicherung von Karawanen vor Verwüstung durch Wetter und Räuber diente, die aus und nach China kamen und gingen.

Der russische Entdecker Valihanov lieferte die erste Schilderung von Tasch Rabat, die 1859 im Westen bekannt wurde. Laut einem anderen Bericht wurde das Gebäude vor mehr als 500 Jahren zu gemeinnützigen Zwecken erbaut. Ein weiterer Bericht vergleicht es mit einem Kloster, ein vierter sagt, es wäre eine Moschee und ein anderer verknüpft es mit der Eroberung des Ferghana Tals durch den kirgisischen Anführer Ulughbek, der das Gebäude als zeitweilige Garnison für einige seiner Truppen benutzte. In den 1980er Jahren wurden Renovierungen am Gebäude durchgeführt, aber sie waren so unbedeutend, dass sie kaum zu sehen sind.

Ein zum Zentrum hin gewölbter Raum ist von etwa 30 kleineren kuppelartigen Räumen umgeben und schließt noch eine Küche ein. Gegenüber dem Eingang des großen, offenen zentralen Raums befindet sich der Sessel des Khans. Auf der rechten Seite hinter dem Sessel gibt es ein kleines Zimmer mit zwei Löchern im Boden (eines davon ist 10m tief, das andere wurde verfüllt), die als Kerker benutzt wurden. Man kann durch ein Gewirr an kleinen Zimmer wandern, die als Gästezimmer dienten. Es gibt Geschichten über einen 100m langen Tunnel, der unter dem Berghang aus dem Gebäude heraus zur Aussichtsstelle auf der anderen Seite des Hügels führte.
Quelle: http://www.discovery-kyrgyzstan.com/archive/2008.11/11_13.php

Kommentare 2

  • Ulrike H 7. August 2010, 12:02

    Wunderschön... ich liebe diese Landschaften... Du hast Recht, sehr ähnlich denen der Mongolei...
    LG, Ulrike
  • R X T 7. August 2010, 7:19

    Schönes Foto!
    Gefällt mir sehr gut.

    Gruß RXT