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Tanzania 2001 - Marumba, an der Grenze zu Mozambique, dort wo sich Simba und Chui Gute Nacht sagen

Tanzania 2001 - Marumba, an der Grenze zu Mozambique, dort wo sich Simba und Chui Gute Nacht sagen

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Andreas Stein


Free Mitglied, Bonn

Tanzania 2001 - Marumba, an der Grenze zu Mozambique, dort wo sich Simba und Chui Gute Nacht sagen

Ich tat mich mit ein paar Missionaren zusammen um den Ort aufzusuchen, in dem ich als Kind Sisalpflanzen kennen und lieben lernte, wir Kinder unter Anderem die schönsten Kindergeburtstage z.B. in der Weise feierten in dem wir uns gegenseitig mit verbundenen Augen und in Badehosen bekleidet, Schokoladenpudding fütterten :-).

Marumba ( http://tinyurl.com/2ppm8q )war für mich immer der Ort der Gefahren. Dort versammeln sich noch heute bei Dunkelheit recht Nahe der inzwischen stillgelegten Missionstation, Leoparden auf dem "Jiwe la Bwana", dem Stein Gottes.
Als 6 Jähriger war ich dort mit einem Spielzeugroller am Rande des Missionsgeländes unterwegs gewesen, als ich mich plötzlich einem Leoparden gegenüber sah, kaum 4 - 6 m entfernt. Wir mögen ein paar Sekunden so verharrt haben, dann schnappte ich mir den Roller und rannte davon und verkroch mich unter einem Bett. Dort kam ich erst wieder hervor als ein bewaffneter Afrikaner mir grünes Licht gab. Weswegen ich nicht gerissen wurden ...... Gnade, Zufall.
Auf dieser kleinen, von Europäern inzw. verlassenen Missionstation mit einer kleinen Kapelle und einer Ambulanz, trat ich 2001 aus dem ehemaligen Wohnhaus heraus auf die Veranda und sah mich dieser Schar Kinder und den jungen Erwachsenen gegenüber. Dort standen wir nun einen Moment lang und beschnupperten uns gegenseitig. Da entschloss ich mich zur Initiative und fragte auf Kiswaheli, ob sie ein Lied in Kiswaheli welches ich noch in Erinnerung hatte, kannten. Fast alle bestätigten dies, selbst der betrunkene Mann hier links neben mir. Also sangen wir gemeinsam. Es war ein wirklich schräger Chor aber währenddessen verschwanden die Schranken und die Scheu vor einander.
Bei einem Mzee, einem "alten Afrikaner" dem ich als 15 jährigen übel mitgespielt hatte, konnte ich mich dafür entschuldigen dass ich mich seinem ausdrücklichen Verbot widersetzt hatte. So hatte ich mir einmal seine 90er Enduro Dienst Kawasaki "ausgeliehen" und bin auf Tour gegangen. Ein anderes Mal nahm ich mir den Land Rover und fuhr einfach mal ins Dorf. Ein mir entgegenkommender Regierungswagen wich mir damals aus und landete im Feld :-). So holen einen die Judendlasten ein, es ist aber gut die Gelegenheit zu finden und sie beim Schopf zu packen, diese auf eine gute Spur zu bringen. Der Mzee (alte Mann) zumindest freute sich darüber.

Technik: Nikon F5 mit Tamron 20-40mm auf Kodak Ektachorme E 100 SW

Kommentare 4

  • Willy Brüchle 19. September 2010, 9:23

    Interessant zu lesen. Ich muss mir nach dem anstehenden Urlaub mal mehr Zeit für deine Bilder nehmen. MfG, w.b.
  • Andreas Stein 23. Juni 2007, 22:25

    Hallo Klaus,
    Danke fuer deinen Besuch, oder sollte ich sagen, "karibu hapa homepagi yangu".
    Mir gefallen deine Fotos und die Geschichten dazu. Ich finde Geschichten gehoeren zu den Fotos, sie nehmen eine mit rein in das Geschehen. Ich als Betrachter erahne welch intensive Situationen dahinter stecken.
    Wir werden heute von einer Bilderflut ueberrant, da lassen einen Geschichten innehalten.
    Liebe Gruesse aus Bonn
    Andreas
  • Klaus Zeddel 23. Juni 2007, 15:59

    Eine richtig spannende Beschreibung zu diesem schön gerahmten Bild mit der so lebendig wirkenden Personengruppe. Du hast ja schon einiges in Deiner Jugend erlebt, das prägt ein ganzes Leben. Sehr beeindruckend, wie Du das hier präsentierst.
    LG Klaus
  • Andreas Stein 17. April 2007, 14:45

    Hallo Anika,
    Danke fuer Deinen Besuch. Ja Du hast recht, der bin ich, sieht etwas digital reinkopiert aus ?
    Gruss
    Andreas