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Peter Smiarowski


World Mitglied, Recklinghausen

Swieta Lipka

Swieta Lipka/Heiligelinde
In dem kleinen masurischen Dorf befindet sich eine berühmte Wallfahrtskirche.

Das Kirchengelände besteht aus dem Gotteshaus, dem Kreuzgang mit vier Eckkapellen und dem Klostergebäude.

Die Kirche wurde 1687/93 von Georg Ertly, einem gebürtigen Tiroler, erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 1. November 1687. Danach wurde es zunächst für 3 Jahre „unterirdisch“, weil man in den sumpfigen Boden 10.000 Erlenbäume als fundamentale Sicherung in die Erde rammen mußte.
Rundgang: Von außen überragen die zwei Türme (je 53 m) mit den beiden Uhren (Ziffernblatt 3 m Durchmesser, Pendel 4 m) aus der Königsberger Werkstatt von Jakob Dornmann den Pilgerweg. Im Inneren eine dreischiffige Basilika mit einem 19 m hohen Hauptaltar. Gegenüber vom Hauptaltar, über dem Haupteingang, beeindruckt die große Orgel aus der Königsberger Werkstatt (1721) von Johann Moosengel. Das Instrument hat 40 Register und ca. 4.000 Pfeifen, sichtbar sind nur 200 Orgelpfeifen. Die kleinste in Bleistiftgröße, die größte fast 4 m.
Die Geschichte von Heiligelinde reicht aber viel weiter zurück und verliert sich im Dunkel der Legende:
Ein armer Sünder wurde zum Tode verurteilt. In der Nacht, bevor ihm sein Recht geschehen sollte, erschien ihm im Rastenburger Gefängnis die Muttergottes, gab ihm ein Stück Holz und ein Messer und befahl ihm, das zu schnitzen, was ihm gefiele. Die verdutzten Richter erblickten am folgenden Morgen eine wunderschöne Marienfigur, und der Gefangene wurde freigesprochen. Auf dem Rückweg nach Rössel hängte er, wie es ihm die Muttergottes empfohlen hatte, die Figur an die erste Linde an seinem Weg. Viele Wunder, die sich fortan dort ereigneten, ließen um die Linde einen Wallfahrtsort entstehen, eben Heiligelinde.In Wirklichkeit galt dieser Ort bereits in prußischen Zeiten als heilig.

Foto Aufnahme zeigt ein Teil des Kreutzgangs um die Kirche in der Heiligelinde.
Kruetzwegstationen im Kruetzgang wurden in Holz geschnitzt und stammen aus der 2. Hälfte des 19.Jh.s.
Konika Minolta Dynax 7D, AF17-35mm /2,8-4 (D)

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