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Was ist neu?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Köln

Stuttgarter Underground

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv

Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?
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Kommentare 71

    Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 15. Oktober 2013, 15:52

    Hier geht es weiter:
    Der Schutzengel
    Der Schutzengel
    Agora Bilddiskussion intensiv


    Rena Sap schreibt:

    Zunächst einmal möchte ich mich für die rege Beteiligung der wirklich sehr ausführlichen Bildkritik bedanken.

    Es scheint so, dass ich mich nicht so detailliert im Vorwort hätte äußern sollen. Für manch einen ist der Überraschungseffekt genommen worden.
    Sorry for that.

    Anhand der vielen teils sehr konträren Meinungen (die Flüssigkeitsspur gibt dem Bild Spannung - die Flüssigkeitsspur machen das Bild nicht interessanter) kann man mal wieder feststellen,
    dass Geschmäcker eben verschieden sind und das ist auch gut so.

    Es ist sicherlich kein phänomenales Motiv. Beliebig wie der Jürgen anmerkt. Ein Menschlein hätte ich mir ja auch so sehr gewünscht und danke für die Bildidee Jürgen. Kann ich mir gut vorstellen, leicht verwischt links im vorderen Drittel der Gangtiefe.

    Klaus Ender hat annähernd meine Empfindungen und meinen Darstellungswunsch beschrieben. Die Eintönigkeit einhergehend mit einem möglichen Tatort für "gewaltige" Dinge spiegelt sich für mich
    in dieser leeren Unterführung wider.

    Angezogen aber dennoch durch die farbigen Kacheln im rastafari - look.

    Für Pixelfärber´s Bildkritik hinsichtlich der technischen Mängel bedanke ich mich hier schon mal separat. Mit Stativ wäre eine längere Belichtung möglich gewesen und Taschentücher zwischen Objektiv und Gitter sind ein wertvoller Tipp.

    Auch das kreative Spiel mit dem Schärfepunkt werde ich demnächst mehr berücksichtigen.

    Die vielen sehr tiefsinnigen Ausführungen ob das Bild nun die Kunst berührt oder nicht erschlossen sich mir erst nach mehrmaligem Lesen. So viel interpretiere ich nicht in meine Bilder hinein. Ich bin da vielleicht etwas einfacher gestrickt.

    Für mich war die Enttäuschung groß, die Unterführung verschlossen vorzufinden. Aber bei genauerem Hinschauen erschloss sich mir ein wertvolles Motiv. Diese leere Tristesse in bunten Farben eingehüllt hatte auf mich eine sterile und auch bedrückende Wirkung.

    Diese habe ich versucht, auf dem Chip festzuhalten. Nicht mehr und nicht weniger ;-) Viel Arbeit war das nicht. Es hatte auch keine Bildidee im Kopf, die ich verfolgte. Wir waren als U-Bahn-Fotografen unterwegs und ich war auf Symmetrie aus. Thats all.

    Ich habe die Bildkritik in keinster Form persönlich genommen, wirklich nicht, Stormcastle.

    Meine Erwartungen sind bis auf´s äußerste erfüllt lieber Elstp. Natürlich war und ist mein Anspruch immer, die Betrachter meiner Bilder in den Bann zu ziehen. Was sonst? Ich fotografiere und veröffentliche meine Bilder, um zu informieren, zu beglücken, Freude und Leid zum Ausdruck zu bringen, das Hässliche sowie das Schöne zu präsentieren etc etc etc.

    Das Absperrgitter kommt für mich zu keinem Zeitpunkt in Frage als elementares Bildelement, deshalb ist es auch unsichtbar. Vielmehr war ich damit beschäftigt, das richtige Loch für mein Objektiv im Gitter zu finden um die Mitte zu treffen ;-)

    Allen soll gesagt sein: Herzlichen Dank für Eure Ausführlichkeiten zu meinem Tunnelbild.

    Alles Liebe

    RenaSap
  • Pixelfärber 14. Oktober 2013, 21:49

    @Wolf Schroedax:
    Bildwirkung und Dokumentation passen nicht zusammen, da stimme ich Dir zu.

    Im 1. Abschnitt wird gesagt, dass was anderes fotografiert werden sollte (...mussten feststellen...Leider keine Menschenseele...). Im 2. Abschnitt wird gesagt, dass die Aufnahme wegen der Urinspur gemacht wurde, wobei ich bezweifle, dass es eine solche ist.

    Kurzum: Ich sehe diesen Text als bedeutungslos für das Bild an und habe deswegen versucht, die Intension nur aus dem Bild abzuleiten.
  • Clara Hase 14. Oktober 2013, 20:04

    werden Ängste und Horror in das eigentlich fröhliche Bild hinein projeziert


    sehe ich auch so Wolf - das ist auch erlebtes Kopfkino
    was ins Bild hineingedeutet wird.

    Was mich verjagen würde, wäre der Hall der eigenen Schritte und das nicht genau lokalisieren können, woher die Laute kommen - aber ein Bild ist ja nun mal tonlos
  • Wolf Schroedax 14. Oktober 2013, 18:57

    @Pixelfärber ::: Der\die Autor\in ist >fasziniert< von der Pinkelspur, schreibt er\sie ! Also ist die Intention des Bildes Dokumentation. Auch der Kommentar schiebt Doku nach. Dass das nicht ganz stimmig umgesetzt ist, diskutieren wir hier; deshalb gibt es m.E. Missverständnisse, werden Ängste und Horror in das eigentlich fröhliche Bild hinein projeziert . Ich sehe hier nicht einmal die Unheimlichkeiten eines angstmachenden Traums ...
  • Heiko Fiedler 14. Oktober 2013, 15:35

    Das Schaffen eines Künstlers ist Kunst!
    Das sagt aber noch lange nicht das dieser Fotograf ein Künstler ist. Da sollte er/sie sich schon selbst zu äußern.

    Inhalt und Form wirken auf mich eher langweilig und beliebig. Wobei die Form auf jeden Fall die größte Stärke dieses Bildes ist.
  • Clara Hase 14. Oktober 2013, 0:19

    Mir macht zu dieser Stunde der Tunnel eher keine Angst
    er ist hell, farbenfroh und übersichtlich - ja, bis zu der Senkung wo er weiter nach oben steigt und ich das Ende nicht absehen kann, wie und wo es weiter geht.
    Halbwegs geputzt ist er auch.
    Menschenleer? Offensichtlich nicht ganz, denn die auffälligen Spuren einer nicht zu definierenden Flüssigkeit zeugen vom Menschen. Mag er auch gerade aus der Bildfläche verschwunden sein uns aber mitteilen, was er für eine "Sau" ist - sorry for that. :-)
    Da das in der Tat in jedem Bahnhof und jeder dunklen Ecke vorkommt ist es ein Zeichen der Zeit - ein unappetitliches - aber, es hätte auch Blut sein können und etwas Schreckliches ist passiert.

    Die Vignettierung sehe ich eher als Ausgleich zu der sehr dunklen gegitterten Decke - und der lange Weg nach hinten, wäre nicht so im Auge, wenn hier vorne auch alles propper hell wäre.

    Schön? Nicht wirklich - aber Menschen können sehr abstossend sein und auch das wird zuweilen gezeigt.

    Im Hinterkopf bei mir eiern die Gedanken an das Stuttgarter Drama - im Bild ist davon nichts zu sehen, das ist Kopfkino


  • Pixelfärber 13. Oktober 2013, 23:51

    @Wolf Schroedax: Tunnelphobie? Motivmissbrauch? Starke Worte! :-)

    Ein Tunnel ist unheimlich, weil er im Falle eines Überfalls Fluchtmöglichkeiten und fremde Hilfe einschränkt. Helligkeit, farbige Wände, relative Sauberkeit ändern daran nichts. Ein Gitter schützt erst, wenn es schon zu spät ist.

    Den Vorwurf des Motivmissbrauchs kann man einer Dokumentationsfotografie machen, die absichtlich einen falschen Eindruck vermitteln will. Das Foto will aber nicht dokumentieren, sondern (u.a. durch Unschärfe) Assoziationen wecken, die mit Gitter nicht darstellbar wären.

    Ich zitiere aus meiner ersten Anmerkung: Eigentlich möchte ich nämlich gar nicht wissen, dass dort ein Gitter den Tunnel versperrt, denn das Gitter sperrt auch das Unheimliche aus: den Menschen.
  • Wolf Schroedax 13. Oktober 2013, 20:32

    Helligkeit, Sog, frohe gut abgestufte Farben, "positive" Raumgestaltung, relative Säubernis, mit Ausnahme dieses Rinnsals - was ist denn da dran unheimlich ? Was wollt Ihr mehr, um euch heimisch zu fühlen ? Etwa Publikum ? - Zügelt Eure Tunnelphobie, Euch schützt ein Gitter ! - Somit gebe ich zu, der Autoren-Kommentar ist schuld daran, dass ich das Hinein-Getue nicht mitmachen will und finde, dass Autor\in das Motiv
    missbraucht hat - weil das Gitter im Bild fehlt, also der Schutz vor Missdeutung !
  • Pixelfärber 12. Oktober 2013, 23:51

    @Wolf Schroedax: "Die eigentliche Schwächel des Bildes ist, dass es die Sperre der Passage nicht zeigt."

    Im Bild von Wolf Schroedax trennt das Gitter das Jenseits vom Diesseits. Zwei Wege stehen zur Wahl, aber beide sind vom Gitter versperrt. Selbstverständlich geht man zunächst davon aus, dass man sich im Diesseits befindet. Der weltliche Müll hinter dem Gitter stellt das jedoch in Frage. Man könnte sich auch schon im Jenseits befinden, der Rückweg wäre versperrt und man hätte auch keine Wahl mehr zwischen zwei Wegen. Das Gitter ist entscheidend für die Bildaussage.

    Hingegen würde in dem hier diskutierten Agora-Bild die Sichtbarkeit des Gitters die Bildaussage aufheben. Nur ohne Gitter kann der lange Tunnel mit der tiefen Decke und den dunklen Nischen (rechts) unheimlich und gefährlich wirken. Der Flüssigkeitsverlauf verdeutlicht die Abschüssigkeit, aber nur ohne Gitter kann es passieren, dass man (bei Unachtsamkeit) darauf ausrutscht und quasi hinunterschlittert.
  • Kerstin Marsidis 12. Oktober 2013, 17:00

    @Wolf Schroedax:
    Nein, Dein Foto hat mich in keinster Weise verstört, daher kann ich das auch nicht so sagen ;-) Es wirkt mir schlicht und einfach zu unruhig und weckt in mir keinerlei Emotion.
    @elstp:
    Für mich wird die Sogwirkung auch nicht nur durch die betonte Vignettierung erreicht, sondern durch die Aufteilung von dunkler Decke, hellem Boden, der Linienführung, der farbigen Wände, die ja auch von knallig rot in dezentere dunklere Farben übergehen und ganz hinten wieder in einem rötlichen Klecks landen. Die Vignettierung mag die Sogwirkung unterstreichen, aber ich denke, auch ohne würde die Wirkung noch vorhanden sein.
  • Rudolf71 12. Oktober 2013, 9:31

    Weitere Mutmaßungen über die "nasse Spur" siehe September-Anmerkungen.
  • Wolf Schroedax 12. Oktober 2013, 8:31

    Was ihr gestern und heute geschrieben habt, versteh ich. @ Kerstin, du kannst statt Unruhe auch Verstörung sagen, Dann liegst du beim Emotionalen statt beim Optischen. Was anderes soll/kann das Bild denn sonst ?
    Der Sog im Stuttgarter Tunnel ist nicht zuletzt nachträglich durch die BA (Vignetierung) entstanden, denke ich. Das Hauptthema ist für mich hier die fotografische Ästhetik, welche immer etwas Beschönigendes hat. Das Rinnsal kam da als verstörendes Element gerade recht. Aber die Wirkung des Tunneldekors, die Spielungen an den Fliesen etc. faszinieren viel stärker . Hätte Autor/in nichts von Urin gesagt, (denn da hat der Geruch vielleicht zur Bestimmung der Flüssigkeitsart beigetragen und nicht die Optik), hätte das Bild sein kleines Geheimnis behalten. So aber ist die Faszination von Autor/in für das Rinnsal durch das Bild nicht überzeugend belegt. ... ((((Vielleicht hat da ein frustrierter Obdachloser hingepinkelt, der eigentlich im Tunnel sein Nachtlager aufschlagen wollte )))...
  • elstp 12. Oktober 2013, 7:34

    Langsam frage ich mich, was der Autor mit seiner unbestechlichen Kamera eigentlich gesehen und fotografiert hat:
    Am späten Abend unterwegs, hatte er doch bestimmte Erwartungen an die Location - wollte er festhalten, dass diese Erwartungen sich nicht erfüllt hatten?

    Keine Menschenseele - suchte er das Gewusel von Passanten, oder wollte er nur einige Nachtbummler vorfinden? Er wollte rein in die Passage, aber sie war versperrt - und insofern hat @Wolf Schroedax recht, das Absperrgitter wäre dann als Ursache für die Leere besser gezeigt worden.

    Aber ,in den Bann gezogen‘ hat den Autor etwas, was wir lieber nicht gezeigt bekommen hätten. Sollten wir ebenfalls in diesen Bann gezogen werden? Dann wäre es interessant, ob WIR als BETRACHTER seine Erwartungen erfüllt haben!!!!!
  • Stormcastle 11. Oktober 2013, 19:40

    Je länger ich das Bild nun schon betrachte, desto stärker wirkt sich auch die Sogwirkung aus, die Farben werden intensiver und insgesamt gefällt es mir auch besser.
    Da wirkt sich wohl ein Effekt der Vertrautheit aus, durch den die objektive Bewertung (des Bildes) zunehmends abnimmt und durch subjektive Eindrücke (aus der Diskussion) verdrängt wird.

    Ich glaube, wir benötigen langsam mal ein neues Foto.
  • elstp 11. Oktober 2013, 16:05

    @ Wolf Schroedax:
    ,die eigentliche Schwäche....‘ ist für mich gerade der Pfiff an der Bildaussage, denn die Flüssigkeitsspur (wer denkt da nicht an was ekelhaftes?) erzeugt soviel innere Abwehr, dass es einer Absperrung eigentlich nicht mehr bedarf. Da geht kaum einer ohne Zögern weiter!
    @Kerstin Marsidis:
    Aber für den Blick entsteht tatsächlich eine Sogwirkung, und das nicht nur durch die Passage selbst, denn man fühlt ja das Gehindertsein, indem man zwar weiter möchte, sich aber gleichzeitig abgestoßen fühlt.
  • Kerstin Marsidis 11. Oktober 2013, 15:41

    In dem angehängten Bild von Wolf Schrödax fehlt mir die Tiefe. Es wirkt auf mich viel zu unruhig, mein Blick wird hin und her gerissen, viel zu viele störende Elemente. Nur meine Meinung ;-)
    Ganz im Gegensatz zu diesem Foto hier in der Agora. Das hat auf mich eine regelrechte Sogwirkung, eine Unruhe, die unheimlich ist und ein paar für mich interessante Blickfänge, wie diese Flüssigkeitsspur, die die ansonsten recht klaren"Linien" unterbrechen.
  • Wolf Schroedax 10. Oktober 2013, 22:24

    - Der Titel = Ortsbestimmung, sonst nichts. Also uninspiriert.
    - Motiv ist fotogen aber langweilig fotografiert, weil allein auf die Ästhetik gesetzt wird.
    - Die eigentliche Geschichte ist aber hier die Flüssigkeitsspur, deren Tragik es ist, dass sie in ihrer Stofflichkeit nicht identifiziert werden kann (=eine allgem. Schwäche der Fotografie). Sie könnte auch Kaffee oder Cola sein. Hier ein Verwahrlosungs-symptom, immerhin.
    - Die eigentliche Schwächel des Bildes ist, dass es die Sperre der Passage nicht zeigt. Auch wäre es schon wichtig zu erfahren, ob die Flüssigkeit vor oder hinter der Absperrung auf den Boden gelangt ist.
    - Kleiner Hinweis:
    Jenseits , gut ausgeleuchtet
    Jenseits , gut ausgeleuchtet
    Wolf Schroedax

  • Stormcastle 10. Oktober 2013, 21:26

    @ Detlef: Da muss ich dir recht geben. Meine Aussage war missverständlich (objektiv gesehen sogar sprachlich falsch).
    Umgangssprachlich nutze ich das Wort "Schnappschuss" eher für das untere Ende der Qualitätsskala (halt mal so geschossen, technisch dürftig, inhaltlich nicht berauschend bzw schlecht dargestellt, auch nicht gross weiterbearbeitet um dort noch was rauszuholen).
    Objektiv betrachtet bedeutet der Begriff zwar "spontan geschossenes Bild" (von denen es auch sehr gute gibt), aber die Guten habe ich bisher nie als "Schnappschuss" bezeichnet.
  • ruepix 10. Oktober 2013, 19:55

    @Stormcastle: Für die "Qualität eines Schnappschusses" gibt es leider keine Richterskala, aber es ist wohl nicht richtig, den Schnappschuss-Begriff zur Abwertung eines Fotos heranzuziehen. Wahre Meisterfotos aus dem Bereich Reportage sind oft nichts anderes als Schnappschüsse. Die Effizienz der Arbeitsweise besteht darin, die Situation, die zum gewünschten Foto führen könnte, zu antizipieren, also vorbereitet zu sein.
    Das vorliegende Foto würde ich nicht als Schnappschuss bezeichnen, weil die dynamische Komponente fehlt, das schnelle Wechseln einer Szene, von der nur ein Sekundenbruchteil eingefroren wird.
  • FK40 10. Oktober 2013, 10:45

    Ich hätte nie gedacht, dass soviel über
    diese Aufnahme geschrieben würde.
    Schöne Farben, perspektive, dunkle Decke und
    am Boden eine Flüssigspur,das ist alles.
    Bin erstaunt
    FK40
  • Stormcastle 9. Oktober 2013, 22:06

    @ Autor des Bildes:
    Die von mir bisher stark verfochtene Kontraposition ist keinesfalls ein Urteil Ihrer fotografischen Fähigkeiten (die ich nicht kenne) und sollte nicht persönlich genommen werden. Sie bewertet lediglich dieses eine Bild, das in meinen Augen halt leider nicht über die Qualität eines Schnappschusses hinaus kommt.

    Sollten meine Worte zu hart wirken, möchte ich mich entschuldigen und lade Sie gerne ein, meine Gallerie in ähnlich kritischer Sicht zu betrachten/bewerten.
  • Stormcastle 9. Oktober 2013, 21:39

    Ich würde es dem Künstler selbst überlassen, mit wieviel Arbeit er zum Ergebnis kommt. Sehr effizientes Arbeiten erhält evtl höhere Anerkennung, ist aber (wie bereits in einem vorigen Post erwähnt) in meinen Augen irrelevant beim bewerten des Ergebnisses.
    Aber vielleicht ist diese Betrachtungsweise (wie so vieles) zu subjektiv, so dass sich eine weitere Vertiefung nicht lohnt (die individuellen Standpunkte wurden bereits dargestellt).

    Dass hier ein größerer Aufwand unnötig wäre, mag ich aber stark bezweifeln. Gerade durch den offensichtlichen Mangel an Aufwand verfehlt/verliert das Bild in meinen Augen komplett die Wirkung.

    Nehmen wir an, die tiefe düstere Stimmung sei gewollt (auch wenn der Autor diese nicht in seinen Intentionen erwähnt).
    Sie wirkt bei mir nicht, wird vor allem durch den extrem hellen, schon ausgefressenen Mittelbereich kaputt gemacht.
    Zudem finde ich die Vignettierung viel zu stark, das wirkt so unnatürlich, dass man sich nicht wirklich in die Situation hinein versetzt.

    Betrachten wir die Wasserspur (die laut Beschreibung der Sinn des Bildes ist).
    Sie ist unscharf und ausgefressen, tritt dadurch in den Hintergrund, zieht das Auge nicht wirklich an (was also genau der Intention des Autors entgegen wirkt).

    Für mich ist eher die Tiefe des Ganges Hauptthema. Dann ist aber die Unschärfe sehr störend und die Erwähnung der Wasserspur wäre überflüssig.

    Aber es scheint ja auch Betrachter geben, bei denen das Foto starke Emotionen weckt (mir ist es hierzu zu steril)... aber jeder Kommentar sieht das anders, da kann man kaum von einem gewollten Effekt sprechen (von Effizienz ganz zu schweigen).
  • Rudolf71 9. Oktober 2013, 10:26

    @Stormcastle: Ich bin vollkommen damit einverstanden, dass Effizienz auch Optimierung beinhalten muss. Der Künstler gibt sich natürlich nicht mit einem schwachen Ergebnis zufrieden. Aber er beschreitet auch keine Umwege, wenn er sein Ziel auf der "Direttissima" erreichen kann. Um nicht wieder ermahnt zu werden, beziehe ich das gerade Gesagte sofort auf das Foto: Größerer Aufwand hätte hier wahrscheinlich nicht zu einem aussagestärkeren Foto geführt.
    Ich stimme Dir zu, wir sollten nun darauf achten, mit unserem Diskurs keinem mehr auf die Nerven zu gehen.
  • Stormcastle 9. Oktober 2013, 7:57

    @ pixobox: Du verwechselst das mit der Eleganz effizienter Konstruktionen in den sogenannten Ingenieurskünsten (und ähnlichen).
    Das heisst aber nicht 'mit minimalem Aufwand erschaffen' sondern 'in Raum, Material, etc optimiert'. Für diese Optimierung am Kunstwerk wird im Hintergrund teils ein unermesslicher Aufwand betrieben.
    Die Effizienz ist somit keine Bedingung für Kunst allgemein, sie ist lediglich die Charakteristik einer bestimmten Kunstform.

    Das Bild hier kann dies aber nicht für sich beanspruchen. "gesehen, geschossen, nicht gross bearbeitet und einfach hochgeladen" ist keine Effizienz (Optimierung) sondern eine einfache Reduzierung.

    Aber das sollten wir an anderer Stelle ausdiskutieren, die tiefer greifende Erörterung scheint hier dem einen oder anderen etwas zu viel zu werden.
  • Bollisee 8. Oktober 2013, 23:59

    Eigentlich hat das Bild mich nicht angesprochen, daher wollte ich mich nicht äußern. Das ist vielleicht der Hinweis, es transportiert nicht das Gesehen-Haben-Müssen. Durch die entstandene Belanglosigkeit wird die Urinspur unangenehm, man empfindet Ekel. An dieser Stelle sind die Benetton-Fotos wohl doch etliche Nummern zu groß. Daher mein Fazit, leider nicht zeigenswert.

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