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Wulf von Graefe


World Mitglied, Ostfriesland

"Stellvertretender Doppelschreck"

Zwei Wiesenweihen-Männchen, die in ca. 50 m Höhe von innen übers Vorland kommen, sehen für die Ringelgänse offenbar den großen Falken doch gar zu ähnlich!

Vau wie DaVonVliegen ;-)
Vau wie DaVonVliegen ;-)
Wulf von Graefe


Das war bei diesen beiden, die auch noch in etwas beschleunigter Imponierverfolgung ihren ganz eigenen Angelegenheiten nachgingen, besonders gut "nachvollziehbar", da sie dann in Figur und Bewegungsweise außerordentlich falkenähnlich werden!

Einzelne, die sonst auch das Vorland (niedrig) bejagen, werden meist gänzlich ignoriert. Vor der großen Rohrweihe wohl auch mal bei zu starker Annäherung kurz "beiseite" gesprungen.
Und nur die tief über höherem Salzwiesenbewuchs manchmal vogeljagenden Kornweihen können bei den Gänsen (auch anderen Arten!) schon einmal einen ähnlichen "Habicht- (oder Falken-)schreck" auslösen.

Kommentare 4

  • Wulf von Graefe 18. Mai 2008, 3:21

    @Marina
    gut, dass Du Dich (so nach Jefiehl) schon mal vom Acker gemacht hättest, wenn man Dir doch gesagt hat, dass es gefährlich ist! :-))

    @Elisabeth
    sorry erstmal, dass ich Deine Frage nicht seinerzeit schon an dem anderen Bild besser erklärt hatte!
    Undercover
    Undercover
    Wulf von Graefe

    Die Ringelgänse, die nicht viel größer als Stockenten sind, und die auch noch eher kleineren Weißwangengänse sind in der Arktis sicherlich in der Beuteliste der (auch größeren) nordischen Wanderfalken und des ohnehin größeren Gerfalken. Wenn auch wohl dort vorwiegend nicht so große Vögel bejagt werden.
    Vorwiegend ist ihre Reaktion aber darauf eingestellt, aus der Bewegungsweise etwas als gefährlich oder nicht einzuschätzen.

    So können sie hier winters dem Wanderfalken, bei seiner gut erkennbaren Limikolenjagd direkt über ihren Köpfen ziemlich ungerührt zusehen, aber vor einem, der aus ziemlicher Höhe auf sie "zufällt", in Panik geraten. Und dieser Eindruck wird dann offenbar auch leicht durch andere (wie hier die Wiesenweihen) ausgelöst. Ähnliches kann auch vor Raubmöwen so "ausgelegt" werden oder ein "komisch runterkommender" Reiher einen entsprechenden Seeadler-Schreck auslösen.
    Und dass etwa ein Wanderfalke auch hier durchaus eine ausgewachsene (männliche) Brandente "vom Himmel holt", habe ich selbst einmal in Filmszene festgehalten. Und zweimal (leider ohne irgendeinen Beleg) habe ich hoch am Himmel Weißwangengänse sich zu starenartig dichten Klumpen vor einem Wanderfalken "in Sicherheit" bringen gesehen. (Der wohl in den Fällen keine sehr ernste Absicht hatte, sie es ihm aber ganz offensichtlich zugetraut haben!)

    @Fabienne
    das machen (vom Wander- oder auch Baumfalken)angegriffene Vögel (von Buchfink bis Gans) auch tatsächlich oft. Aber nicht, um noch "Energie zu sparen", wenn sie doch ohnehin gegessen werden ;-), sondern weil die rasanten Luftjäger auf sitzende Tiere etwas "unbeholfen" reagieren.
    Allerdings nicht so ungeschickt, dass sie nicht auch einmal einen vom Boden (oder vom Wasser) "aufheben" könnten. Aber die meisten Wasservögel (und auch Limis) versuchen doch erstmal von Land auf ein Wasser zu kommen (wie hier die Ringelgänse), wo sie dann ggf. vor ihm wegtauchen können.
    Und tatsächlich können Wander- (und auch Ger-)falken wohl so gut wie alle Vögel unserer Breiten ziemlich mühelos einholen, wovon sie aber noch nicht "eingesackt" sind ;-)
    Einem Gerfalken konnte ich hier etwa einmal dabei zusehen, wie er von einem Rotschenkel wohl 10 bis 12x "ausmanövriert" wurde, obwohl er jedesmal gleich wieder hinter ihm war. Und als er sich aus dem letzten scharfen Ausweichschlenker endlich in hohes Kraut fallen lassen konnte, hatte sich sein doch überhaupt aufgesprungen zu sein durchaus "bezahlt" gemacht.
    Und ein (selbst rasend schneller) Goldregenpfeifer, dem wohl 6 oder 7x immer wieder der Wanderfalke "hintauf" war, hatte sich wohl schließlich einfach in einen Graben fallengelassen, aus dem er dann gleich wieder in die Höhe schoß. Der Falke aber offenbar so "versenkt" worden war, dass er sich erstmal auf einem Randpfosten wieder trocken schütteln mußte!
    Es kann also schon Sinn machen, die Flucht zu versuchen. Aber auch, einfach den Kopf einzuziehen oder sich am Boden zu verstecken. Je nachdem, wer gerade die besseren "Nerven" hat.
    lg Wulf

  • Fabienne Muriset 17. Mai 2008, 22:48

    Mir stellt sich da noch eine andere Frage: Warum ÜBERHAUPT auffliegen - ist doch nur Energieverschleiss? Die haben doch gegen den schnellen Wanderfalken eh keine Chance? Vielleicht etwas blöd gefragt, aber macht es einen Unterschied, in der Luft oder am Boden geschlagen zu werden?

    Grüsslis
    Fabienne
  • Elisabeth Hoch 17. Mai 2008, 20:41

    Mal eine ziemlich blöde Frage. Wieso haben die Gänse Angst vor dem Wanderfalken, aber offenbar - wie du beschreibst - normalerweise nicht vor der Weihe? Der Wanderfalke fängt doch nur kleinere und dazu noch fliegende Beute. Die großen Gänse, dazu noch am Boden, würden die ihn überhaupt interessieren? Wozu also in dem einen Fall sitzen bleiben, ausgerechnet im Wanderfalkenfall aber auffliegen?
  • Marina Luise 17. Mai 2008, 17:33

    Das kann man ihnen auch nicht verargen! ich hätte mich auch erst mal 'vom Acker gemacht'! :)) Tolles Foto!!