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Gerald Hehl


Free Mitglied, Stralsund

St. Nazaire (U-Boot Bunker)

1941 begannen die deutschen Besatzungstruppen mit der Errichtung der U-Boot-Basis im Hafen von St. Nazaire und setzten dabei eine große Anzahl Zwangsarbeiter ein. Im Zuge der Arbeiten wurden 480.000 m³ Stahlbeton verbaut, die umbaute Fläche beträgt 39.200 m². Zunächst beherbergte die Anlage nur eine Basis für zwei U-Boot-Flottillen, die im Atlantik eingesetzt wurden. Sie wurde jedoch 1942 zur Kriegswerft umgebaut und beherbergte dann neben Werkstätten auch medizinische Einrichtungen und Kantinen. Im weiteren Umfeld entstanden auch im Zuge des Atlantikwalls zahlreiche Bunkeranlagen. Weitere vor allem in Nähe der Loiremündung gelegene Anlagen beherbergten Depots und andere Infrastruktureinrichtungen. Als bedeutende Hafen- und Werftstadt besaß St. Nazaire darüber hinaus noch ein sehr großes Dock, das einzige an der Atlantikküste, das sich für große Schlachtschiffe wie die Bismarck oder die Tirpitz eignete.Aus dieser Kriegswichtigkeit resultierten die zahlreichen Luftangriffe auf den Hafen und die umliegende Stadt. 1943 wurde der Hafen, insbesondere das große Dock, Ziel eines britischen Kommandounternehmens, um den Hafen deutlich zu schwächen. Hierbei wurde jedoch nur die Dockeinfahrt zerstört. Die Bombardements schadeten dem Bunker wenig, jedoch wurde die Stadt in großen Teilen zerstört. Ab 1943 sollte sie gezielt unbewohnbar bombardiert werden. Die Deutschen hielten die Stadt trotz der alliierten Rückeroberung Frankreichs 1944 als eine Enklave bis Kriegsende.Die gesamte U-Boot-Basis ging nach dem Krieg an die französische Marine über, die die Bunker als Depot für Zivil- und Militärschiffe nutzte. Ab 1948 bis in die 1990er Jahre wurde die Basis von Handelsunternehmen als Lager genutzt. In den Jahren 1953 bis 1959 wurde der Bunker zuletzt als Werft genutzt, acht Minenräumboote liefen hier vom Stapel. 1995 begann die Stadt das „Ville-Port“-Projekt aufzulegen, welches neben einer Umgestaltung der Innenstadt auch die Einbeziehung des Hafens mit der U-Boot-Basis beinhaltet.

Heute ist das Hauptbauwerk in die Innenstadt integriert und beherbergt das Tourismusbüro, ein Café und auch eine Aussichtsterrasse, die fast das ganze Dach umfasst. Ferner ist in der gedeckten Schleuse seit August 1986 das U-Boot S637 „Espadon“ untergebracht und dient als Museum; auch hier ist das Dach als Aussichtsplattform zu betreten

Quelle: Wikipedia

Kommentare 8

  • Sensitiv57 10. Oktober 2009, 10:32

    Dein Bild vermittelt mir das Gefühl mitten drin zu stehen. Ich spüre förmlich den Zugwind und die Feuchtigkeit.
    Auch mich begeistert Dein Bild.

    LG Bernd
  • Michael-Hans Schäfer 6. Oktober 2009, 14:35

    Ich bin normalerweise nicht so der Freund von HDR, weil sehr leicht die Schwelle zur "kitschigen" will sagen absolut unnatürlichen Bearbeitung überschritten wird.

    Im Falle Deines Bildes aber bin ich begeistert. Ich habe selten ein solch ausgewogenes, die richtigen Akzente setzendes HDR gesehen. Diese Perspektive, die dich förmlich in das Bild hineinzieht und die wirklich tolle Lichtsituation machen daraus ein besonderes Bild.

    LG Micha
  • Jimmy E. Walker 3. Oktober 2009, 17:47

    Exzellent genutzte Lichteinfälle, starke Bea mit schönem Bildschnitt!!!
    LG Jimmy
  • SRiecke 3. Oktober 2009, 14:48

    was für Wände .. klasse Location !
  • Sebimich 3. Oktober 2009, 13:32

    Einfach nur geil.

    Sebastian
  • Rainer Szesny 3. Oktober 2009, 13:25

    Auf-den-Punkt-EBV!
  • Wolfgang Mitschinski 3. Oktober 2009, 12:58

    Ein faszinierendes aber gleichzeitig beklemmend trostloses Bild ohne Vegitation.
    Schön den Lichteinfall genutzt, mit einer scheinbar endlosen Perspektive, gut fotografiert.
  • noname23 3. Oktober 2009, 12:56

    klasse Perspektive!

    VG noname23