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Was ist neu?

Rheinhilde Schusterwörth


World Mitglied, Südhessen

Spiegel-Ratte

Nach dem Menschen aus völlig falsch verstandener Tierliebe zu Nutria, Enten, Gänsen, Schwänen wider besseres Wissens und nach wiederholter Aufklärung nun schon seit Jahren (nicht nur) südhessische Gewässer mit inzwischen wohl tonnenweise Brot- und sonstigen Essensabfällen zum umkippen bringen, sind sie nun endlich auch am Tag bei von Spaziergängern gut frequentierten Plätzen angekommen: die Wanderratten. Ob sie allerdings wirklich von selbst angewandert sind, wage ich zu bezweifeln – mich würde hier nichts mehr wundern.
Nun gut – sie sind da und haben nicht erst seit dem mein Herz erobert. Sehr viele Wanderratten habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen oder wenigstens nicht so lange, dass es für ein wirkliches Kennenlernen gereicht hätte. Die einen waren stets zu schnell, die anderen fand ich morgens auf dem Weg zur Arbeit – plattgefahren von Autos, nach dem sie von Rattengift qualvoll innerlich verblutend versuchten, sich über Strassen in Deckung zu schleppen.
Was ich jetzt nach ihrer öffentlichkeitswirksamen Ankunft in einem bekannten Naturschutzgebiet nur noch tun kann, ist, mit Bildern und Worten für diese entzückenden Tiere zu werben: Sie sind wunderschön und können einen für Stunden unterhalten. Wer sie für unsauber hält, hat keine Ahnung und die Sache mit den Pestflöhen muss in völlig anderem Zusammenhang gesehen werden. Für den Fotografen, aber auch seine Technik stellen sie eine echte Herausforderung dar: sie lieben dunkle Areale (hier: ein Wassergraben unter Bäumen bei regnerischem Wetter) und sind gleichzeitig flink wie Wiesel. Wegen ihrer enormen Geschwindigkeit ist es allerdings auch ein großes Problem, immer Schwanz und Kopf mit auf das Foto zu bekommen ; + )
Weiterhin macht es Sinn, sich vor dem ersten Foto mit den Gewohnheiten der Tiere zu befassen und – auch ohne säckeweise Futter - ein wenig Freundschaft zu schließen.




Nikon D300, Nikkor AF S 2.8/300 VR, Blende 3.2 bei 1/200stel Sekunden, ISO 800, Belichtungskorrektur minus 0.3, Bildstabilisator eingeschaltet, aus der Hand, 50% Ausschnitt.

Kommentare 10

  • Thomas Göttfert 5. Februar 2015, 8:10

    Hab ich im Naturforum entdeckt das Bild mit der sich im Wasser spiegelnden Ratte.

    Ich finde das Foto klasse.

    lg thomas
  • Mar-Lüs Ortmann 8. Oktober 2011, 13:09

    Hallo

    Der Vollständigkeit halber erlaube ich mir, weidende Nutztiere wie Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde jener tollen Liste der Kreaturen, die in die Infektkette der Borrelien schon eingebunden waren, hinzuzufügen.

    Ehe dich, lieber Willy, der auf der Ratte weidende Holzbock incl. seiner Borrelien und Chlamydien heimsuchen, werden dich vermutlich hunderte Holzbockschafe gefunden haben. Die Nutztierbranche ist DAS Zeckenreservoir.

    Wanderratten will niemand kennenlernen; mit der Lebensweise dieser Tiere will man sich nicht befassen. Dass diese Tiere normal sind ...; dass die meisten rattigen Verhaltensweise, dass ihre Adaptionsfähigkeit, sowie ihre Verflechtung in Infektketten denen anderer Tierarten entsprechen, will man nicht wissen. Es ist einfach leichter, den Phrasen und Dogmen, die fortwährend von den Medien gedroschen wurden, auf den Leim zu gehen.
  • Peter PL 19. Mai 2010, 8:28

    Herrliches Rattenfotto hier am Ufer und
    mit mirroring Effekt.....

    lg Peter
  • Monika Banco 15. Mai 2010, 20:27

    Hallo Rheinhilde,

    eines der schönsten Rattenbilder die ich kenne...Kompliment! Damit bringst Du uns diese sozialen und klugen Nager näher.

    LG, Monika
  • Willy Brüchle 15. Mai 2010, 9:41

    @Rheinhilde: Danke für die Info. Wahrscheinlich übertragen wohl eher sogar Igel die Borreliose, denn Igel, die nicht von Zecken strotzen, sind selten. MfG, w.b.
  • HS-Photo 15. Mai 2010, 8:38

    wäre nicht der lange nachte Schwanz, könnte man auch an einen Hamster denken. Und die sind doch Sympathieträger, gerade bei Kindern.

    Ein klasse Bild!

    LG HS
  • bella 14. Mai 2010, 21:50

    blitzsauber - Ratte wie auch die Aufnahme. Ich gestehe offen Ratten so noch gar nicht wahrgenommen zu haben, ich kenne nur die dicken und doch leicht furchteinflößenden grauen Genossen die mir schon mal in irgendwelchen verfallenen Ruinen über die Füße gehuscht sind....
    Wie immer bewunderswerte Schärfe und den Liebreiz kriegt das Tierchen erst durch die glänzenden Knopfaugen, sogar in der Spiegelung ist dieser Lichtreflex noch erkennbar.
    Und danke für die Aufklärung in Bild und Text.
    Ganz lieber Gruß von bella

  • Kurt Stamminger 14. Mai 2010, 16:34

    Finde ich sensationell !!!!


    LG
    Kurt
  • Rheinhilde Schusterwörth 14. Mai 2010, 12:21

    Hallo Willy,
    Verallgemeinerungen und halbe Wahrheiten kann ich so nicht stehen lassen. Natürlich werden von Ratten Krankheiten übertragen, von anderen Tieren aber auch. Körperlichen Kontakt mit Wildtieren sollte man i m m e r vermeiden, egal ob mit einem putzigen Kaninchen oder einer bösen Ratte.
    Was die Borreliose betrifft, so ist die Sache noch vielfältiger und wirksame Vorsichtsmaßnahmen vorher/nachher sollten mittlerweile hinreichend bekannt sein.
    Hier ein Zitat aus den Infos der Fachbehörde für Infektionskrankheiten, dem Robert-Koch-Institut, zu den Überträgern von Zecken:
    „Als Erregerreservoir werden kleine Nagetiere und Vögel angesehen. Andere Tiere wie Rehe und Hirsche spielen eine wichtige Rolle als Wirtstiere für Zecken. Mehrere hundert Wirbeltierspezies können von der Schildzecke Ixodes (I.) ricinus befallen werden“.
    http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/B/Borreliose/Borreliose.html
    Wenn mich mal eine Zecke erwischt hat, dann stets in rehreichen Gebieten ……
    Gruß
    Rheinhilde
  • Willy Brüchle 14. Mai 2010, 12:00

    Sehr gut erwischt. Ich habe erst kürzlich gelernt, dass Ratten auch als Zwischenwirt für Borreliose wirken, die dann von Zecken weiter übertragen wird. MfG, w.b.