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elisaretten


Free Mitglied, Hamburg-Hamm

Sensation: Erstbeschreibung neue Rotalgen-Art!

Durch Zufall, im Zuge der Fassadenuntersuchungen für das Bestandsgutachten „Elisas“, wurde diese sensationelle Entdeckung gemacht! Die Erstbescheibung einer Rotalgenart, die speziell auf den Backsteinbauten der 20er/30er Jahre zufinden ist und den Bauten die besonders schöne Farbe verleiht:
Die Rotalge Schumacherales laterceae elisaii.
Umfangreiche Untersuchungen (hier der Dank an befreundete arbeitslose Botaniker und Kartographen) belegen dieses. Somit kann auch von Seiten des Naturschutzes die bislang nur von Architekten und Backstein-Liebhabern herausgestellte Wertigkeit der Schumacher-Bauten untermauert werden!
Eindeutig scheint damit die Korrelation zwischen Alge und Alter des Substrats. Noch unklar ist die Rolle von geographischer Ausrichtung, möglicher Lösungsprozessen sowie -produkte aufgrund Hamburger Witterungsbedingungen, sauren Regens u.ä., da Populationen der Art bislang nur auf wenigen weiteren Backsteingebäuden der Zeit gefunden wurden. Hier bedarf es weiterer zukünftiger Forschungsergebnisse.
Noch zu klären ist ebenfalls, inwieweit die Farbvarianten der einzelnen Individuen von dem Substratzustand abhängig sind oder ob es sich hier um eine normale innerartliche Varianz bzw. mögliche Subspecies handelt. Festzustellen ist eine recht gleichmäßige Farbgebung dieser Population an der über den Krieg erhaltenen Südfassade „Elisas“ (s. Abb.).
Ob die Alge künftig als Indikator für den grundsätzlich guten Zustand einer Fassade dienen kann (festgestellt durch das Baugutachten) soll in Rahmen von Doktorarbeiten geklärt werden.
Die erhebliche Bedeutung dieses neuentdeckten Hamburger Endemiten (->in einer Reihe mit der Wibelschmiele und den Schierlings-Wasserfenchel zu sehen!) ist nicht zu gering zu erachten und sollte unbedingt gewürdigt werden. Eine Aufnahme des Lebensraumes in die Natura 2000-Liste wird demnächst entschieden. Hamburg sollte hier seiner Verantwortung dringend nachkommen! Diese Art bedarf des besonderen und schnellen Schutzes, gerade in Anbetracht des massiven Verschwindens des Lebensraumes dieses Endemiten im Zuge der Verkleisterung der Hausfassaden aufgrund energetischer Sanierung bzw. drohenden Abrisses im Fall „Elisas“!

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Kamera DMC-LX5
Objektiv ---
Blende 2.8
Belichtungszeit 1/125
Brennweite 7.5 mm
ISO 80