Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

n o r B Ä R t


Complete Mitglied, Augsburg

Schneeziegenbock

Schneeziegenbock im Zoo Augsburg
weitere Zoo-Bilder hier: http://www.norlies.de


Die Schneeziege, auch Bergziege (Oreamnos americanus), ist eine in den nördlichen Rocky Mountains beheimatete Art der Ziegenartigen.

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Oreamnos
Art: Schneeziege

Aussehen:
Die Schneeziege ist durch ein ganzjährig weißes Fell gekennzeichnet. Sie trägt ein dichtes Unterfell, darüber bis zu 10 cm lange Deckhaare. Dies lässt sie Kälten von über -45°C ertragen. Mit einer Kopfrumpflänge von 140 cm, einer Schulterhöhe von 110 cm und einem Gewicht von 50 kg (Weibchen) bzw. 140 kg (Männchen) ist sie deutlich größer als eine Gämse und im Schnitt sogar etwas größer als ein Steinbock. Ihr Schwanz ist kurz. Beide Geschlechter tragen Bärte sowie etwa 20 cm lange Hörner.

Verbreitung:

Der Lebensraum ist das Hochgebirge in Alaska, Yukon, British Columbia, Washington, Oregon und Colorado. Schneeziegen leben oberhalb der Baumgrenze auf alpinen Wiesen und an Felshängen. Hier suchen sie nach Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten. Sie sind die größten Säugetiere, die in Höhen von über 3.000 m ü. NN leben. Manchmal ziehen sie auch in tiefere Regionen, teilweise gar bis in Küstengebiete.

Verhalten:
Während Schneeziegen im Winter zu großen Herden zusammenkommen, sind sie in den anderen Jahreszeiten meistens Einzelgänger: Nur gelegentlich sieht man dann eine Gruppe von höchstens vier Weibchen. Selten kommt es zwischen Böcken zu Kämpfen um das Recht, sich mit einem Weibchen zu paaren. Diese Kämpfe werden aggressiv ausgefochten; die Böcke versuchen gegenseitig, die Hörner in die Flanke des Gegners zu rammen, was schwere Verletzungen bis zum Tod verursachen kann. Weibchen tragen teilweise ähnliche Kämpfe aus, um ihr Revier zu verteidigen. Dabei können sämtliche Weibchen einer Herde in den Kampf verwickelt werden. Gelegentlich führen diese Kämpfe zum Tod, meist sind sie aber harmlos. Schneeziegen, die nicht kämpfen wollen, strecken sich in voller Länge am Boden aus. Damit signalisieren sie ihre nicht aggressiven Absichten.

Im Mai oder Juni bringt das Weibchen nach einer Tragezeit von sechs Monaten ein bis zwei Junge zur Welt, Zur Geburt zieht sich das Weibchen auf einen einsamen Felsvorsprung zurück. Die Jungen wiegen bei der Geburt meist etwas mehr als 3 kg. Bereits nach einigen Stunden versuchen sie zu springen und klettern. Das Muttertier säugt sie bis zu vier Monaten. Die Jungen bleiben meist etwa ein Jahr bei der Mutter, mit 30 Monaten werden sie geschlechtsreif. Die Lebensdauer in der Wildnis beträgt 14 (Männchen) bzw. 18 Jahre (Weibchen) und hängt oft von der Abnützung ihrer Zähne ab.

Ihre Nahrung besteht aus Gräsern, Kräutern, Seggen, Farnen, Laubmoosen, Flechten, dünnen Zweigen sowie Blättern von Büschen und Nadelholzgewächsen. Schneeziegen finden sich oft auf Felsvorsprüngen, wo sie von Feinden sicher sind. Sie sind sichere Kletterer, nicht zuletzt dank ihren Afterklauen. Sie legen großen Wert auf Körperpflege. So nutzen sie jede Chance, um sich zu waschen und um zu schwimmen. Ihre Schwimmbewegungen sehen eher unbedarft aus, obwohl sie gute Schwimmer sind.

Feinde der Schneeziege:
Der wichtigste natürliche Feind ist der Puma. In tiefer gelegenen Gebieten werden besonders Jungtiere auch von Luchsen, Bären, Wölfen, Vielfraßen angegriffen. Die Muttertiere verteidigen sich und ihre Jungen mit ihrer Kampftechnik allerdings oft recht erfolgreich. Ziemlich machtlos sind sie hingegen, wenn Steinadler ihre Jungen attackieren. Gelegentlich werden Schneeziegen auch von Hobbyjägern erlegt, insgesamt sind sie aber durch die Abgelegenheit ihres Habitats geschützt. Vor allem in den polaren Teilen ihres Verbreitungsgebiets sind Schneeziegen noch häufig. Die Gesamtpopulation wird auf 100.000 Tiere geschätzt.
(Quelle: Wikipedia)

Kommentare 64

  • Lisi 1. Mai 2007, 18:35

    Da hattest du ja intensiven Blickkontakt!Irgendwie hypnotisierend... LG Lisi
  • Richard der Loewe 3. März 2007, 22:44

    Man kann den Blick kaum lösen von diesem stromlinienförmigen, meditierenden und gleichzeitig interessiert dreinschauenden schönen Tier.
  • n o r B Ä R t 27. Februar 2007, 23:32

    @Sven
    Danke für die Info !
  • Sven. Jansen 27. Februar 2007, 23:28

    Die Hörner der Schniegen sind extrem spitz und dadurch besteht natürlich extreme Verletzungsgefahr.
    Da die neueren Tiere keine Kunststoffpuffer haben (z.B. der neue Bock aus Wien und die Jungtiere des vorletzten Jahres) wird man wohl davon abkommen wollen.
    Aber ich frage mal nach (Zooinspektor oder Kurator, da ich ehrlich gesagt noch nie nen Pfleger bei den Schniegen gesehen habe und damit auch nicht die Zuordnung zu nen Revier kenne).
  • n o r B Ä R t 27. Februar 2007, 22:14

    @Sven
    Warum kriegen die Kunststoffaufsätze ? Weißt du das zufällig ?
  • Sven. Jansen 27. Februar 2007, 21:46

    Ein schönes Tier mit nen Schönheitsfehler: Diese Kunststoffaufsätze haben bei mir zu ner Löschorgie geführt.
    Aber ansonsten wirklich gelungen die Aufnahme.
    VG
  • Eckhard Klöckner 12. Februar 2007, 11:58

    Aussagestarke Körperhaltung. Wahrscheinlich denkt er über die Schönheit seiner Heimat nach, wo er jetzt lieber wäre. Ganz toll fotografiert und präsentiert.
    Gruß Eckhard
  • Karl-Paul Faber 11. Februar 2007, 16:37

    Was ist das Gegenteil von Amateur??? - Genau: du. lg kpf
  • Robert Schmetz 4. Februar 2007, 9:03

    Sieht ja klase aus irgendwie wie ein Greis.
    Gruß Robert
  • n o r B Ä R t 2. Februar 2007, 12:26

    @Christian
    Ja, es sieht so aus. Kriegst sozusagen "mildernde Umstände"
    *grins*
  • Silvia Wiese 2. Februar 2007, 10:55

    Wie der dich anschaut und die Zähne zeigt, aber ich denke der war zarm :-)))
    Interessante Info, danke.
    LG Silvi
  • Jacky Kobelt 1. Februar 2007, 22:06


    hervorragendes Tierportrait in der wohl typischen NorBÄRt - Qualität....

    Freundschaftliche Grüsse

    Jacky
  • Gerd (dei) Deichmeier 31. Januar 2007, 20:07

    ++++
    Gut Licht
    Gerd
  • n o r B Ä R t 30. Januar 2007, 11:57

    @Christian
    Das Leben ist hart !
  • n o r B Ä R t 30. Januar 2007, 10:13

    @Chris Luederitz
    Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär'
    wär' ich längst ein Millionär !

    ja ja, der Abistress ...
  • n o r B Ä R t 30. Januar 2007, 10:12

    @Christian
    Wenn er dich auf die Hörner nimmt, dann merkst das schon :o)
  • Petra Schmidt 29. Januar 2007, 21:43

    Majestätisch wie er da steht - sehr schön in Szene gesetzt.
    lg Petra
  • Georg Immendorf 29. Januar 2007, 21:41

    wenn ich für einen Schneeziegenbock diese formates 53 anmerkungen (meine nicht mitgerechnet) bekommen würde, würde ich an meiner glaubwürdigkeit zweifeln!

    cheers chris
  • Beatrice L. 29. Januar 2007, 20:54

    Sehr schöne Aufnahme. Ich weiss gar nicht was schreiben, bei all den Kommentaren... ;-)
    lg, Beatrice
  • Sarah J Müller 29. Januar 2007, 20:48

    Super, ganz mein Geschmack!
  • Thomas Will 29. Januar 2007, 19:53

    Und wo bleibt der Schnee, denkt der sich :-)))
    Klasse Schnappschuß ist dir da gelungen.

    VG Thomas
  • Dagmar Gernt 29. Januar 2007, 19:30

    Tolles Bild. Es sieht irgendwie ungewöhnlich aus, daß das Tier so schmal und hoch wirkt. Toll aus dieser Perspektive. Gefällt mir sehr gut.
    LG
  • Sorin VOICU 29. Januar 2007, 19:16

    Aaachtuung! STILLGESTANDEN, wenn ich bitten darf!
    Ganz tolle Perspektive.
    Klasse Infos.
    lg sorin
  • Bineta 29. Januar 2007, 19:02

    I don't know who is watching who - ich den bock oder umgekehrt!
    :-), bineta
  • Ulrike aus irgendwo im nirgendwo 29. Januar 2007, 17:05


    ...ein wenig muss ich schon schmunzeln, die "realtiv kleine " schneeziege oder eben der schneeziegenbock und das viele was man über dieses herrlich fotografierte tier wissen kann oder muss oder wissen sollte, danke vielmals dafür;-)

    gggggggggggggggggggggglg von CH nach D von der Ulli