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Was ist neu?

Manfred Vaeth


Complete Mitglied, Ganderkesee

Samarkand - eine der ältesten Städte der Welt

islamische Architektur vor Jahrhunderten....

Kommentare 9

  • Manfred Vaeth 8. Januar 2005, 12:57

    Hallo Karlheinz,
    erneuten Dank für Deine Zeilen. Klar, das mit A.d.Gr. habe ich natürlich korrigiert (das kommt davon, wenn man im Dreifingersystem schreibt).
    Und das mit der Oasenstadt bleibt eben schwer zu klären - immerhin war es den alten Griechen bereits als "Marakanda" bekannt. Zu Zeiten Alexanders war es die Hauptstadt Sogdiens, welches eine Satrapie des Perserreiches war. Die Sogdier waren ein iranisches Volk in Zentralasien, welches nach der griechischen Eroberung Persiens vollkommen mit den Baktriern (Tadschikistan, nördl. Afghanistan) verschmolz.
    Sowohl durch die Iraner, die ja Indoeuropäer (Indogermanen) waren, als auch die Griechen kamen Elemente aus diesen Kulturen und Sprachen in diese Region, die , wenn auch schwer, durchaus aufgrund neuer archäologischer Entdeckungen rekonstruiert werden konnten.
    Die Städtebildung unter den von Dir angesprochenen Etruskern geht ja ebenfalls maximal auf ca 800 v.Chr. zurück - es dürfte also - wenn überhaupt - ein äüßerst knappes Rennen sein.
    LG Manfred
  • Karlheinz Lutzmann 8. Januar 2005, 11:53


    Hallo Manfred,
    besten Dank für Deine erneute Replik. Ich will sie noch kurz beantworten, weil mir der neue Untertitel jetzt auch viel besser gefällt. Zuvor aber noch meinen allerbesten Dank für den ausgezeichneten Dialog, den ich hier mit Dir führen durfte. Das gehört mit zum Besten, das ich in fc erlebt habe.

    Die frühe Besiedlung in der Oase scheint nachgewiesen zu sein. Die Frage ist nur, wann wird aus einer Siedlung, einem Dorf dann eine Stadt als neue organisatorische Einheit. Und da, denke ich, haben die Etrusker die Nase vorn.

    Alexander d. Gr. rücken wir lieber auf v o r Chr. (Drei drei drei – bei Issos Keilerei), dann haben wir die Jahrhunderte so ab Mitte 7. Jh. frei für die Expansion des Islam. Zentralasien mit Buchara und Samarkand (aber auch Kabul und Herat) dürfte den Arabern in der ersten Hälfte des 8. Jh. in die Hände gefallen sein. Die Eroberung Samarkands durch den arabischen Feldherrn Qutaiba ibn Muslim wird auf 712 datiert. Das mag richtig sein.

    Was die Ausbreitung des modernen amerikanischen Kulturträgers angeht, da bin ich voll auf Deiner Seite. Das sind schon unerfreuliche Perspektiven, die sich da auftun.

    Für heute erst mal herzliche Grüße
    Karlheinz
  • Manfred Vaeth 7. Januar 2005, 13:24

    Lieber Karlheinz,
    auch Dir herzlichen Dank für die Ausführungen. Ok, in meiner Begeisterung habe ich wohl tatsächlich etwas übertrieben und meinen Untertitel nun etwas realistischer gestaltet, ich hoffe, nun auch zu Deiner Zufriedenheit.
    Tatsächlich gibt es "Ungereimtheiten" in der Entstehungsgeschichte - belegt ist aber die Gründung der Oasenstadt am Ende des 15.Jahrhunderts vor Christus. Die islamische Herrschaft fing erst nach der Eroberung durch Alexander d.Gr. (329 v.Chr.) an und nach der Zerstörung durch Tschingis-Khan im 12.Jahrhundert blieb wirklich nicht viel übrig. Einigen wir uns auf "islamische Architektur aus dem Mittelalter" ? Und genießen wir die Tatsache, daß man so etwas überhaupt noch zu sehen bekommt ! Und: verrate G.W. Bush (vermutlich ein direkter Nachkomme von Tschingis-Khan...) um Gottes Willen nicht, wieviel Erdölvorkommen in Usbekistan verifiziert wurde, sonst kannst Du bald auch diese historischen Stätten nur noch auf Erinnerungsfotos sehen: ich betrachte mir in letzter Zeit unter diesem Gesichtspunkt wehmütig einige der Bilder, die ich im früheren Irak (Baghdad, Mosul) machen konnte. Den Fuß haben sie schon in der Tür in Süd-Usbekistan, die Amis. Frage der Zeit, bis es in Samarkand statt Moscheen McDonalds gibt!
    Herzliche Grüße,
    Manfred
  • Karlheinz Lutzmann 6. Januar 2005, 15:39



    @Hallo Manfred,
    danke für Deine zusätzlichen Erläuterungen. Jetzt verstehe ich, was Du gemeint hast.
    Leider wird der Sachverhalt dadurch aber nicht besser. Es gibt in Samarkand keine „islamische Architektur vor Jahrtausenden“ zu besichtigen.
    Die wunderschönen sogdischen Wandmalereien im Museum Afrosiyob stammen wohl aus dem 6. Jh. v. Chr., aber da gab es noch keinen Islam.
    Die Nekropole Shohizinda aus dem 14. und 15. Jh. zeigt die ältesten Moscheen, Mausoleen und Grabstätten, die man in Samarkand besichtigen kann. Alles andere, was es davor einmal gegeben hat, hat Dschingis Khan gründlich zerstört.
    Samarkand ist auch nicht die älteste Stadt der Welt. Sie zählt wohl zu den ältesten Städten, aber d i e älteste Stadt ist sie nicht. Die usbekische Tourismuswerbung behauptet das zwar seit Jahren, aber es ist leider falsch.

    Nichts für ungut und herzliche Grüße
    Karlheinz
  • Manfred Vaeth 4. Januar 2005, 13:06

    @Karlheinz: ja, das weiß ich. Aber ich denke, Du hast den Titel nicht richtig gelesen. Ich schreibe "Samarkand - älteste Stadt der Welt" und dann im Untertext dazu "islamische Architektur vor Jahrtausenden" - dies bezieht sich also auf Samarkand und nicht auf die abgebildete Moschee. Und wenn wir schon "Erbsen zählen" wollen: der Baubeginn war exakt im Jahre 1647 - und nicht 1641.
    Im Übrigen habe ich das Bild nicht hierhingestellt um Diskussionen über Zahlen zu führen, sondern um Menschen Lust zu machen, sich so etwas auch mal anzuschauen.
    Nix für ungut und herzliche Grüße,
    Manfred
  • Karlheinz Lutzmann 29. Dezember 2004, 23:54

    He, He, das ist ein Ausschnitt von der Fassade der
    Tillakori-Moschee, und die wurde 1641 bis 1660 erbaut.
    Nix mit "Islamischer Architektur vor Jahrtausenden..."
    LG
    Karlheinz
  • Ricola H 16. Oktober 2003, 9:45

    HErvorragende Belichtung, unter den schwierigen BEdingungen, hier sieht man/frau die Farben wirklich jut.
  • Sabine Bk 2. April 2003, 23:47

    Habe gerade dein Bild aus Samarkand entdeckz und geniesse es sehr, da ich in 4 Wochen dorthin reisen werde. Große Vorfreude!!!
    LG Sabine
  • Adrian C. Nitu 20. Februar 2003, 0:57

    Wenn man sich deine Bilder anschaut, lernt man erstens etwas dabei und zweitens sind sie auch noch unglaublich schön!

    Durch diesen "engen" Ausschnitt konzentriert sich, meiner Meinung nach, der Betrachter auf die Details!

    Grüsse,
    Adrian