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Rückkehr in meiner Kindheit 1

Rückkehr in meiner Kindheit 1

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wintgen michael


World Mitglied, Arbon

Rückkehr in meiner Kindheit 1

Diese Waschbrunnen wurden bis in die 80 Jahre noch gebraucht. Fliessendes Wasser war nicht selbstverständlich in den alten Häuser. Man konnte es sich einfach nicht leisten. Hier versammelten sich die Hausfrauen mit der Wäsche und hatten eine menge Arbeit. Es wurde dabei gesungen und viel geplaudert. Diese Brunnen haben 2 Becken, das Obere mit sauberen klaren Wasser, das Untere mit Seifenwasser. An den breiten Rändern wurde die Wäsche mit Kernseife bearbeitet, geknetet und geschlagen. Das Wasser kam direkt aus einer Quelle und war bitter kalt. So ein Waschvorgang hat teilweise einen ganzen Nachmittag gedauert. Heute kaum vorstellbar.
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Kommentare 12

  • wintgen michael 26. Januar 2009, 10:52

    @andi. das stimmt aber meistens waren es itlienische mammas
  • Andreas Zschorsch 26. Januar 2009, 8:49

    Könnte mir vorstellen, dass an dem Platz früher immer gute Stimmung war wenn die Mädels geplaudert haben ;)
    lg Andi
  • wintgen michael 25. Januar 2009, 18:21

    @uwe, ja, das war die kehrseite. die nachbarn wusste teilweise mehr als ich über mein privatleben und es wurde sehr übertrieben
  • Wolfram Pesla 25. Januar 2009, 18:15

    etwas spät für mich es wurde so ausführlich geschrieben
    das ich nur nachplappern würde Aufnahme finde ich schön
    lg wolfram
  • HUM 25. Januar 2009, 17:56

    Vieles ist schon geschrieben worden. Ich denke auch, dass die gemeinsamen Tätigkeiten, der Klatsch, der dabei ausgetauscht wurde, für die sozialen Bindungen enorm wichtig war. Das ist verloren gegangen, jeder geht seinen eigenen Geschäften nach.

    Was in diesen Gemeinschaften aber häufig zu kurz kam, das war die Privatsphäre. Jeder kannte jeden und jeder wusste alles von jedem. Man hatte keine Geheimnisse voreinander. Konnte auch nichts geheim halten. Das ist die andere Seite der Medaille.

    HG Uwe
  • padnogama 25. Januar 2009, 15:53

    Eines hat man wenigstens gehabt, Steine um so einen schönen Waschplatz auf zu bauen.
    Fast schon Luxus zu dem was ich in den 80ern hatte. :-))
    Ich hab zwei Jahre in der Pusta gelebt, Strom hatten wir ja, aber Wasser? Der nächste Ziehbrunnen war einen Kilometer entfernt, der nächste Nachbar auch. :-))
    Mein Mann, damals noch ungarischer Staatsbürger, bei der Armee Wehrdienst ableisten und ich als Großstadt-Göre mit zwei sehr kleinen Kindern allein.
    War manchmal ziemlich traumatisch, deshalb, bevor wieder alles hochkocht in mir, sag ich mal schnell,
    ein wunderschönes Foto!
    lg
    :-)
  • die sonntags 25. Januar 2009, 15:28

    Danke für Bild und Text. Erst gestern, befanden wir uns auch auf einer verbalen "Reise" in die Vergangenheit. Wir geben Dir in allem Recht, trotzdem möchte ich die heutige Zeit nicht missen. Viele Meschen tragen die von Dir beschriebenen Wünsche und Sehnsüchte in sich, was hindert sie? Ein wenig liegt es ja immer auch an uns...
    LG Petra & Karl-Ernst
  • Moerkel 25. Januar 2009, 14:19

    Hallo Michael,

    ich finde es super, dass du uns deine Wurzeln aufzeigst und wir auf das "Ursprüngliche" schauen können. Gerade deiner letzten Anmerkung kann ich nur zustimmen. Ich habe viele Freunde und (mittlerweile) Verwandschaft im iberischen Süden ;) und da findet man so etwas immer weniger: sich am Abend auf der Plaza treffen, auf dem Treppenaufgang ein Nachbarschaftsplausch etc... . Auch die Kleinlandwirtschafterei und die einfache/beschwerliche Lebensweise, sowie das Wissen um die Natur schwinden zunehmend dem Schnelllebigen.

    Zu dem Foto: mich reizt zu wissen, was nach dem Treppenaufgang kommt ;) Der ist leider abgeschnitten.

    LG
    Moerkel
  • wintgen michael 25. Januar 2009, 12:38

    @thomas, es sind 2 welten die man nicht mehr, oder kaum vergleichen kann. Unser konsumwelt hat nicht nur positive seiten. die zwischenmänchliche beziehungen existieren doch kaum noch. wir haben uns abends, ob alt oder jung, auf der piazza getroffen. der eine brachte ne flasche wein, der andere etwas selbstgebackenes, der dritte seine ghitarre usw. es wurde geplaudert, gesungen und zusammen geholfen. Heuen, almarbeit, schlachten und bei tiergeburten war das ganze dorf beteiligt. es war alles selbstverständlich. das ist das was ich heute sehr vermisse. jeder igelt sich in sein zuhause ein und bemerkt kaum noch den nachbar, den hilfebedürftigen oder das schreiende kind. wir leben, auch wir vom fc, eher in eine wirtuellen welt, auch wenn wir uns hier sehr gut verstehen und evt. mal treffen. ich habe in meiner kindheit, in den 20 jahren, werte gelernt die heute kaum noch beachtet werden. wenn ich in mein dorf fahre, werde ich, nach 25 jahren immer noch begrüsst und zu einem glas wein eingeladen. damit möchte ich aber nicht sagen dass ich die heutige zeit nicht auch mag und zu schätzen weiss. es kommt immer darauf an, was man daraus macht.
  • TBonE61 25. Januar 2009, 12:12

    Aus Deinem Bild und dem erläuterenden Text lese ich (zwischen den Zeilen) Nostalgie und Wehmut. "Heute kaum vorstellbar", schreibst Du und machst uns zugleich auf einen unvorstellbaren Verlust durch die heutige, technisierte Sichtweise aufmerksam. Wird es im Lauf Deiner Bildreise eine Versöhnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart geben können? LG Thomas
  • Kl Mart 25. Januar 2009, 11:48

    eine schöne Reise durch die Vergangenheit mit Deinen Texten ....
    Lg,
    Klaus
  • Nurullah Cerik 25. Januar 2009, 11:28

    es ist immer wieder schön eine zeitreise in die vergangenheit zu machen beschreibung ist auch toll wie pocahonta schon geschrieben hat.
    das waren die ersten waschsalons glaube ich Lieber Michael.
    lg
    Nurullah cerik