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Peter Emmert


Free Mitglied, Wülfrath

Rotkelchen 1

Das Rotkehlchen ist eine weit verbreitete Drossel, die von den Britischen Inseln südwärts bis zu den Kanaran und ostwärts bis Westsibirien zu finden ist. Nur die nördlichen Populationen überwintern regelmäßig in West- bzw. Südeuropa oder in Nordafrika; aber auch sehr strenge Winter können die Vögel in gemäßigte Klimate treiben. Wo Großtiere fehlen, die die Nahrung im Winter freischarren, schließen sich die Rotkehlchen auch menschlichen Siedlungen an, obwohl eigentlich das Unterholz von Laub-, Misch- oder Nadelwäldern ihren Lebensraum darstellt. Eine Ausnahme bilden die Britischen Inseln, denn hier brüten die Vögel allgemein in Menschennähe.
Die Nahrung nimmt das Rotkehlchen meist am Boden auf. Hier sucht es nach kleinen Insekten, Spinnen, Regenwürmern und Schnecken; im Herbst werden auch ebensogern Beeren und andere saftige Frücht gegessen.
Mit seinem großen, runden Kopf und den großen Augen wird das Rotkehlchen vom Menschen als »niedlich« eingestuft. Im Winter ist es, in Erwartung von Nahrung, zudem recht zutraulich. Ganz anders verhält es sich gegenüber Artgenossen, die Anspruch auf sein Revier erheben wollen. Die Standvögel verteidigen es das ganze Jahr über. Von Mitte Januar bis Mitte Juni und wieder von September bis November ist ihr Gesang zu hören. Auf einige dünne, gepreßte Töne folgen kurze Triller und einzelne Pfeiflaute. Dabei sitzen die Vögel bald hoch, bald niedrig im Gebüsch; im Herbst und Winter singen auch die Weibchen.
Oft reicht der Gesang für die Revierverteidigung nicht aus. Dringt ein Nebenbuhler ein, löst seine rote Brust augenblicklich ein Aggressionsverhalten beim Revierinhaber aus. Er reckt sich auf, plustert seinerseits die roten Brustfedern auf und hält sie seinem Rivalen entgegen, bis der Eindringling weicht.
So wirksam dieses Drohverhalten ist, so kompliziert ist die Werbung um das Weibchen, das sich ja äußerlich kaum unterscheidet. So muß das Aggressionsverhalten zunächst abgebaut werden. Die Partnerbindung wird dadurch verstärkt, daß das Männchen das Weibchen füttert, genauso, als ob es sich um einen Jungvogel handeln würde. Das Weibchen baut dann an Böschungen, in Baum- oder Erdhöhlen oder unter Mauervorsprüngen ein kugelförmiges Nest aus Gras, Laub und trockenem Moos; es wurden auch die unterschiedlichsten künstlichen Nistplätze beobachtet. Das Weibchen bebrütet auch allein die 4 bis 6 Eier. Auf die sehr versteckt liegenden Nester wird man auch in der Nähe von Häusern oft erst aufmerksam, wenn beide Eltern die Jungen füttern und häufig ein- und ausfliegen. Das Weibchen versucht manchmal, den Beobachter zu »verleiten«, indem es am Boden flattert und die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.

Aufgenommen mit Canon 300D und AF Telezoom 100 - 400mm.

http://www.12see.de/onk42489

Kommentare 22

  • Kerstin Kühn 3. Februar 2004, 13:18

    Rotkehlchen mag ich besonders, da ich sie im Garten meiner Eltern so oft beobachten konnte, das weckt fast schon "Kindheitserinnerungen"
    Gruß
    Kerstin
  • Rainer Switala 1. Februar 2004, 16:10

    ich finde das ist dir gut gelungen
    ist sehr schwierig auch mit dieser brennweite nahe genug zu kommen
    klasse der ausschnitt - top die farben
    dein text wie immer spitze
    gruß rainer
  • Markus Joppe 1. Februar 2004, 14:12

    also ich finde es spitze peter :-)
    400mm freihand und ohne is....das ist garnicht so einfach *respekt*

    lg markus
  • Olaf Herrig 31. Januar 2004, 22:40

    Ein wunderschöner kleiner Federball und sooooo fotogen!
    MfG, Olaf.
  • Monika Die 31. Januar 2004, 22:25

    Die Schärfe liegt genau auf dem Auge, die Farben kommen gut und bin ja schon gespannt wie du dich in Zukunft mit der neuen Cam weiterentwickelst.
    LG Moni
  • Martina H. 31. Januar 2004, 22:09

    Bei deinen ausgezeichneten Informationen zu
    deinen Tierportraits sei dir ein bischen Unschärfe sehr gerne verziehen.

    Danke für die Infos!

    LG Martina
  • Monika Paar 31. Januar 2004, 19:32

    ein aufgeplustertes federbällchen sehr schön dargestellt - gefällt mir ausgezeichnet!
    lg
    monika
  • Günter Hahn 31. Januar 2004, 18:41

    Hatte die letzten Tage auch ein paar mal ein Rotkehlchen vor der Linse, aber immer zu weit weg oder zu dunkel.
    Macht nichts so erfreue ich mich an Deinem schönen Foto, Gruß Günter
  • Frank Thomas Müller 31. Januar 2004, 18:27

    Gelungenes Foto mit guter Erklärung.Sag mal klebst Du die Tiere fest damit sie nicht wegfliegen?
    Gruß Thomas
  • Monika Keller 31. Januar 2004, 16:56

    Auch wenn es nicht 100%ig scharf ist, was Du sicher noch in den Griff bekommst:-) eine schöne Aufnahme.
    LG Monika
  • Petra Dindas 31. Januar 2004, 15:44

    ... seitdem ich nun versuche, hier vor unserem Vogelhäuschen auch mal ein paar Aufnahmen zu machen, weiß ich diese Art von Bildern zu schätzen.. gut eingefangen, den flinken Kerl..... und tolle Farbe!!!!!
    und wünsche ein schönes Wochenende die Petra
  • Sönke Morsch 31. Januar 2004, 15:40

    ein rotkehlchen ist doch immer gut !!!! gruß sönke
  • Klaus Markhoff 31. Januar 2004, 15:00

    Oh wie toll - und prima Erläuterungen.
    Was will man mehr!?
    Gruß Klaus
  • Angelika H. 31. Januar 2004, 14:14

    das foto und der text dazu.
    ein gelungenes arangement.
    lg angelika
  • Peter Emmert 31. Januar 2004, 14:12

    @ Engelchen:
    Ja ich bin sehr zufrieden mit der 300D,
    auch wenn sie ein wenig Gewöhnungsbedürftig ist.
    Aber auch das bekomme ich noch in den Griff.

    @Holger:
    Als Anfänger mir der 300D bin ich froh überhaupt so ein Bild hinzubekommen.
    Das Bild entstand mit einem 400mm Tele Freihand.
    Also hab noch ein wenig Nachsicht mit mir ;-)

    LG Peter