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Rotgekrönte Becherflechte

Rotgekrönte Becherflechte

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Conrad Franz


Pro Mitglied, Bad Münstereifel

Rotgekrönte Becherflechte

Als ich sie sah, habe ich erst geglaubt es wären Farbspritzer. Erst als ich mit dem Makro näher kam, sah ich das es Pilzköpfe sind. Die Größe ist nur Stecknadelkopf klein. Das Moos in dem sie gewachsen sind war auf einem alten Baumstamm. Sie zu fotografieren war, wegen der geringen Schärfentiefe, nicht einfach.
Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich es besser fotografieren kann. Ich habe den Eindruck, dass es im Moos leichte Unschärfen gibt, liegt das an der sehr großen Vergrößerung? Ein Stativ habe ich benutzt.

Dank Andreas Kuntze, Gerdchen Sch. und vor allen Dingen Ulrich Kirschbaum, weis ich jetzt mehr über Flechten, denn sie haben mich darauf hin gewiesen, dass es sich nicht, wie irrtümlich von mir angenommen, um Pilze handelt.

Kommentare 5

  • Conrad Franz 31. Oktober 2007, 11:43

    Vielen Dank für eure Kommentare!
    Conny
  • Jürgen Dietrich 30. Oktober 2007, 16:43

    Für derartige Probleme gibt es die Stapeltechnik.Etwas aufwändig allerdings in der Nachbearbeitung.Man nimmt vom Stativ aus eine Serie Aufnahmen vor ,die sich nur in der Schärfe-ebene unterscheiden sollten.Beginnt hinten und arbeitet sich nach vorn.Diese Aufnahmen werden anschließend in PS oder speziellen Programmen gestapelt.Bei Mikroskopaufnahmen gibt es tatsächlich keinerlei andere Verfahren,da ja nicht abgeblendet werden kann.
    Im Makrobereich ist z.B. so entstanden.
    VG Jürgen D.
  • Ulrich Kirschbaum 30. Oktober 2007, 13:52

    Hussa, heute ist ein richtiger Flechtentag in der fc; da lacht mein Herz. Andreas und Gerdchen haben schon recht: Es handelt sich um eine rotfrüchtige Strauchflechte aus der Gattung Cladonia. Weil am Stiel (Podetium) auch kleine Blättchen vorkommen, tippe ich auf Cladonia floerkeana; benannt nach dem Lichenologen (Flechtenkundler) Flörke, der im 19. Jahrhundert gelebt und viele Flechten zum ersten Mal beschrieben hat (erst wenn eine Art beschrieben ist, existiert sie auch für die Wissenschaft). Die rotfrüchtigen Cladonien fallen in der Regel besonders auf und werden daher hier oft präsentiert (ebenso wie die Becherflechten). Die Gattung besteht aber aus ganz vielen Arten, die zum Teil völlig unscheinbar sind, z.T. aber auch auffällig aussehen, wie z.B. die kleinstrauchigen Rentierflechten, die in Skandinavien den Waldboden bedecken, aber auch bei uns vorkommen.
    Das Foto ist ein wenig überbelichtet und kommt mir auch nachträglich sehr stark nachgeschärft vor. Die Aufnahmedaten wären hilfreich. Generell aber würde ich empfehlen, solche Makroaufnahmen besser bei bedecktem Himmel zu machen, um die Kontraste etwas geringer zu halten. Dann die Blende bis auf ca. 16 einstellen und Stativ benutzen (mit Wind gibt es ja zum Glück bei den Flechten in der Regel keine Probleme, so dass eine lange Zeit akzeptiert werden kann).
    mfg Ulrich
  • Gerdchen Sch. 30. Oktober 2007, 12:21

    jau
    ein Fall für Ulrich
    Rotfrüchtige Flechte oder so ähnlich heisst sie
    da warst du aber sehr nah dran
    bei dieser extremen Vergrösserung bekomme ich auch Probleme und vor allem sehr schmale Schärfeebenen.
    LG Gerd
  • Morgain Le Fey 30. Oktober 2007, 11:37

    Conrad, das sind keine Pilze sondern Flechten. Die genaue Bestimmung wird sicher noch unser Flechtenexeperte Ulrich Kirschbaum übernehmen.

    Technisch sieht das in der Tat nicht ganz optimal aus. Angaben zur verwendeten Technik und die EXIFs wären da sehr hilfreich. Sonst kann man kaum Ursachenforschung betreiben.

    Gruß Andreas