Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
309 1

ZWAC K


Free Mitglied, Südöstlicher Chiemgau

Rosenform

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält unter anderem Protoanemonin.
Die Vergiftungserscheinungen sind bei innerer Aufnahme Erbrechen, Durchfall und Schwindelgefühl. Das Gift reizt auch die Schleimhäute und wirkt auf das Nervensystem was Erregung, Krämpfe, Lähmungserscheinungen und auch Atemlähmung zur Folge haben kann. Schwere Vergiftungen kommen im Prinzip nur bei falscher Anwendung der Pflanze in der Volksheilkunde vor.
Der Wirkstoff Protoanemonin kann auch äußerlich, insbesondere bei empfindlichen Personen zu Reizungen der Haut beitragen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Pflanze wirkt bei Bronchitis und Entzündungen der Luftwege, auch soll sie bei Erkrankungen von Leber, Milz und Nieren von Nutzen sein.
Heutzutage wird sie kaum noch verwendet.

Name:

Der Blattform wegen, die an die menschliche Leber erinnert, erhielt die Pflanze ihren Namen. Darauf bezieht sich auch der lateinische Gattungsname Hepatica, der seinen Ursprung in hepatos für Leber hat. Mancherorts wird die Pflanze, ihrer frühen Blütezeit wegen, auch Vorwitzchen genannt.
Der Artname nobilis bedeutet soviel wie edel, vortrefflich und meint damit wohl die Heilwirkung.

Geschichtliches:

Die Pflanze fand im Mittelalter vor allem Anwendung bei Erkrankungen der Leber. Dazu Adam Lonitzer: "Das Kraut in Wein gesotten / öffnet die verstopffte Leber und treibet den Harn / reiniget Nieren und Blasen / ... ". Tabernaemontanus vermerkt: "Die Leberblümlein haben eine besondere Krafft und Tugend / die blöde und kranke Leber zu starcken / und deren Verstopffung zu eröffnen ..."
Äußerlich wurde die frische Pflanze auch zum Heilen von Wunden eingesetzt.
Und Hieronymus Bock empfiehlt auch: "Die bletter inn Wein gesotten / den mund damit geschwembt unnd gegurglet / ist gut wider die Mundt feule / geschwulst der Mandel / und des zäpffleins."

Das Leberblümchen ist geschützt!

Kommentare 1