Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
romanischer Innenraum: Langhaus St. Godehardt, Hildesheim

romanischer Innenraum: Langhaus St. Godehardt, Hildesheim

3.979 3

romanischer Innenraum: Langhaus St. Godehardt, Hildesheim

Der Innenraum romanischer Kirchen vermittelt den Menschen des Mittelalters das Gefühl von Geborgenheit in der "Gottesburg" mit ihren dicken, ggf. mit Malereien, den Fresken, ausgemalte Mauern und kleineren, rundbögigen Fenstern. Die Gebäudeform ist an die basilikale Grundform aus römischer Zeit mit einem erhöhten Mittelraum und 2 oder 4 i.d.R. niederigeren, ebensolangen Seitenräumen (Mittelschiff und Seitenschiffe) angelehnt. Später wird im rechten Winkel zu diesem "Langhaus" ein "Querhau" eingepasst, so dass der romanische Kirchbau die Form des lateinischen Kreuzes zeigt. Dort wo sich Langhaus und Querhaus schneiden, entsteht das Vierungsquadrat, das fortan zum Maß des romanischen Grundrisses werden soll. Die Vierung stellt den Mittelpunkt des Kreuzes dar, in das die Menschen eintreten können. Es stellt das Zentrum der Kirche dar, in der der Altar und damit der Ort des Gottesdienstes lokalisiert ist. Hinter dem Altar schließt der Sakralbau mit einem Rundchor ab. Als regionale Besonderheiten sind mitunter auch drei Chöre nebeneinander anzutreffen, der sog. Triconchos. In der Kölner Romanik finden sich die drei Chöre in Form eines Kleeblattes.

Übrigens sind seit jeher, der Symbolik der Lichtmetaphysik folgend, christliche Kirchen in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Das Heiligste, der Altarraum, zeigt nach Osten, der Richtung der aufgehenden Sonne. Aus dem Westen her, der Richtung der untergehenden Sonne, tritt der Mensch in den Kirchenraum und blickt dem Licht und damit dem Christos entgegen .
Der Weg des mittelalterlichen Menschen durch den Kirchenraum von Westen nach Osten wurde vielfach rhythmisiert. Wenn sich Pfeiler und Säulen mit mitunter wunderschönen Kapitellen abwechseln, spricht man von einem Stützenwechsel. Hier in St.Godehardt zu Hildesheim ist ein doppelter Stützenwechsel erkennbar: nach einem Pfeiler folgen jeweils zwei Säulen.

Kommentare 3

Informationen

Sektion
Ordner Sakralarchitektur
Klicks 3.979
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera NIKON D200
Objektiv ---
Blende 8
Belichtungszeit 1.3
Brennweite 12.0 mm
ISO 100