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Rhätische Krokodil

RhB Ge 6/6 I
Ge 6/6I

Ge 6/6I 410 im Bahnhof Samedan (1985)
Nummerierung: 401–415
Anzahl: 15
Hersteller: SLM BBC MFO
Baujahr(e): 1921–1929
Ausmusterung: 1974–2008 (414 und 415 Museumsfahrzeug)
Achsformel: C'C'
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 13 300 mm
Dienstmasse: 66 t
Reibungsmasse: 66 t
Radsatzfahrmasse: ca. 11 t
Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h
Stundenleistung: (1076 PS)
Stromsystem: 11 kV 16,7 Hz
Stromübertragung: Stromabnehmer
Die Ge 6/6 I ist eine Elektrolokomotivbaureihe der Rhätischen Bahn (RhB). Wegen ihrer Form und Konstruktion – sie ähneln den SBB-Krokodilen der Gotthardbahn – werden die C'C'-Loks von Eisenbahnfreunden auch Rhätisches Krokodil genannt, RhB-intern ist C-C die geläufige Bezeichnung.


Noch heute werden die zwei bei der RhB verbliebenen Maschinen 414 und 415 eingesetzt. Hier ist die inzwischen verschrottete 412 mit einem Nostalgiezug bei Preda auf der Albulalinie unterwegs.


Ge 6/6I 407 war von 1994 bis 2011 als Denkmal vor dem Bahnhof Bergün abgestellt. Seit November 2011 steht sie vor dem Bahnmuseum Albula.
Die RhB beschaffte 1921 sechs Maschinen mit der Bezeichnung Ge 6/6 401 bis 406. Diese Anschaffung war nach der Elektrifizierung der Albulabahn im Jahre 1919 nötig geworden. Die Aufnahme des elektrischen Betriebes auf der Strecke Landquart - Davos erforderte ebenfalls neue Lokomotiven, die stärker als die bisher vorhandenen Ge 2/4 und Ge 4/6 waren. Lieferfirmen waren SLM, BBC und MFO. Bis 1929 stellte die RhB insgesamt 15 Exemplare in Dienst, und zwar nach der ersten Lieferung von 1921 im Jahre 1922 die 407 bis 410, 1925 die 411 und 412 sowie 1929 die Ge 6/6 I 413 bis 415. Mit diesen neuen Fahrzeugen konnte die Gesellschaft die Dampflokomotiven auf dem Stammnetz endgültig ersetzen. Fortan bespannten sie schwere und hochwertige Züge, darunter auch den Glacier-Express.
Nach über 50 Jahren Dienst wurde erst 1974 die erste Maschine unfallbedingt ausrangiert. Bereits seit 1958 verdrängten die neueren Loks der Reihe Ge 6/6 II die Krokodile langsam in weniger anspruchsvolle Dienste. Die ab 1973 ausgelieferten Ge 4/4 II beschleunigten diesen Vorgang erheblich, so dass 1984 gleich sechs Loks ausrangiert wurden. Nachdem im Juni 2001 die Ge 6/6 I 411 nach einem Unfall abgestellt wurde – sie steht heute im Deutschen Museum München – sind nur noch die Nummern 414 und 415 betriebsbereit. Sie sind in Landquart und Samedan beheimatet. Lok 412 wurde 2006, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Glacier-Express, passend zum Alpine Pullmann Classic, dunkelblau lackiert, aber bereits 2008 nach einem Getriebeschaden ausgeschlachtet und verschrottet.
Die Ge 6/6 I 407 steht in Bergün vor dem Bahnmuseum Albula und wurde mit einem Fahrsimulator ausgestattet.
Die Ge 6/6 I sind 13,3 m lang und wiegen 66 t. Ihre Leistung erreicht 794 kW, wobei sie eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h entwickeln können.
Die 15 in Dienst gestellten Lokomotiven mit den Nummern 401–415 trugen und tragen keine Namen. Die unten aufgestellte Liste zeigt das Jahr der Inbetriebnahme und den Verbleib des Fahrzeuges. Sechs Fahrzeuge sind noch vorhanden, zwei davon sind noch immer als betriebsfähige Lokomotiven bei der Rhätischen Bahn im Einsatz. Neun Lokomotiven wurden bisher verschrottet: Nr. 401 nach einem Unfall im Jahre 1975, sechs weitere folgten nach der Ablieferung der zweiten Serie der Ge 4/4 II im Jahr 1984. Als vorerst letzte Maschinen wurden 413 und 412 in den Jahren 1996 und 2008 nach Getriebeschäden als Ersatzteilspender ausgeschlachtet und anschliessend verschrottet.

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