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Rettet den Elsterstausee - Das langsame Ende!

Rettet den Elsterstausee - Das langsame Ende!

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Raoul Brosch


World Mitglied, Leipzig

Rettet den Elsterstausee - Das langsame Ende!

Der Leipziger Elsterstausee im Frühjahr.

Noch ist Wasser im See, aber bald wird er wohl wieder so aussehen...
Dem Stausse droht das Aus!

Noch sieht es so aus am See:

Rettet den Elsterstausee - Impressionen #1
Rettet den Elsterstausee - Impressionen #1
Raoul Brosch

Leider sinkt der Pegel wieder, 20cm Wasserverlust wurden seit dem Abstellen der Pumpen gemessen.
Rettet den Elsterstausee -Vorläufige Rettung #1
Rettet den Elsterstausee -Vorläufige Rettung #1
Raoul Brosch


Der Pächterverein hat das Handtuch geworfen und aufgegeben, die Kosten für den Betrieb der Pumpen waren zu hoch, eine Lösung des Problems des Wasserverlustes nicht in Sicht. Die Stadt Leipzig als Eigentümerin hat kein Interesse am Erhalt des Sees, die neuen touristisch erschlossenen (und überlaufenen und teilweise schon zugebauten) Tagebauseen bringen wahrscheinlich mehr Geld ein, als ein Stück unberührter Natur.

15 Millionen Euro soll die Beseitigung des Lecks im Stausee kosten, das bisher allerdings weder gesucht noch gefunden wurde...
Leipziger Firmen sehen dies nicht so und haben auch Lösungen aufgezeigt, wie der See dauerhaft und mit minimalen Kosten erhalten werden könnte.
Jetzt sind auch die Leipziger Bürger gefragt, der Stadtverwaltung zu zeigen, das man dieses Stück Natur behalten möchte.

Ein Stück Natur, ein Ort der Ruhe und Besinnung soll aufgegeben werden, weil man im Rathaus der Meinung ist, man könne doch auf asphaltierten Wegen um geflutete Tagebaurestlöcher wandern, sich dabei von Radlern und Inlinern bedrängen lassen und an den entstehenden Neubausiedlungen vorbei die überfüllten Strände besuchen und sich dabei wohler fühlen als in fast unberührter Natur....

Rettet den Elsterstausee - Bald ist es zu spät!
Rettet den Elsterstausee - Bald ist es zu spät!
Raoul Brosch


Am 9. Oktober 2007 gingen am Leipziger Elsterstausee die "Lichter aus".
Die Pumpen, welche den seit den 70er Jahren wegen des Braunkohlebergabus seines natürlichen Zuflusses beraubten
See mit Wasser versorgten, wurden abgeschaltet.
Der Pächter-Verein konnte die Energiekosten nicht mehr bezahlen.
Nunmehr versickert durch ein Leck im Damm Wasser und der Wasserspiegel sinkt PRO TAG um 1 - 1,5cm!
Nicht mehr lange, und der See ist leer.
Wenn die Stadt Leipzig als Eigentümer und die LMBV als Bergbausanierer und Nachfolger des DDR-Braunkohlebergbaus nicht bald handeln, verliert Leipzig ein schönes Stück Landschaft und viele Tiere ihren Lebensraum.
Leider scheint man in Angesicht der neu entstehenden Seenlandschaft durch die Tagabauflutungen an einem Stück Leipziger Geschichte nicht mehr so recht interessiert zu sein.
In einer Stadt, die Millionen in einen City-Tunnel steckt, sollten sich doch einige tausend Euro für den Weiterbetrieb der Pumpen oder die Mittel zum auffinden des Lecks finden lassen?

Siehe auch http://elsterstausee.de/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=29

Kommentare 4

  • Raoul Brosch 18. Juni 2008, 15:25

    @Peter: Man vermutet, das sich eine Wasserader zum tiefergelegenen Cospudener See (Tagebau-Restloch) gebildet hat.
    Da der Elsterstausse in den 70er Jahren vom Tagebau Cospuden teilweise überbaggert und damit seines natürlichen Zuflusses beraubt wurde und auch der Cospudener See eine Berbgbaufolge ist, sollten sich eigentlich auch für den Elsterstausee Mittel aus der Bergbausanierung finden. Allerdings schieben Stadt (Eigentümerin) und LMBV (Bergbausanierer und damit Nachfolger des DDR-Bergbaus) den schwarzen Peter (nicht persönlich nehmen) hin und her, und das wohl solange, bis es für den See zu spät ist.

    Wo kein Wille, da leider auch kein Weg....

    Raoul
  • pewebe 17. Juni 2008, 16:46

    Wohin verschwindet nur das Wasser? Wenn es großflächig durch den vielleicht porösen Seeboden in tiefer gelegenes Grundwasser versickert, gibt es wenig Chancen. Um das zu verhindern müsste man den Boden mit irgendwelchen Teichfolien auskleiden. Das geht, auch in einem größeren Maßstab. In Spanien wird das schon lange bei diversen als Wasserspeichern dienenden Staubecken so gemacht, weil man sich dort aufgrund der langen Trockenheitsperiode einen derartigen Wasserverlust nicht leisten kann. Was dort verschwindet geschieht durch Verdunstung.

    LG
    Peter
  • Raoul Brosch 16. Juni 2008, 23:03

    Nach der Flutung fehlten wohl noch 80cm am Vollstand und 30cm am Stand der letzen Jahre.
    Mittlerweile sollen aber scon wieder knapp 20cm Wasser fehlen.
    Na ja, immerhin konnte man diese Woche wieder mit dem Wassertreter rausschippern. War ne feine Sache, ich hoffe, das See wenigstens den Sommer noch das Wasser hält und das es vielleicht doch noch paar Leute gibt, die dem Rathaus Dampf machen.
  • Bernd Kauschmann 16. Juni 2008, 9:26

    Es verwundert mich, dass hierzu keiner eine Meinung hat.
    Die Verwendung öffentlicher Gelder geht doch alle etwas an. Gerade im Umfeld einer Großstadt sollte man bemüht sein Natur zu erhalten und nicht weiter in Asphalt investieren.
    Ein sehr trauriges Schauspiel
    VG Bernd