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Rettet den Elsterstausee - April 2009 - Der See ist weg....

Rettet den Elsterstausee - April 2009 - Der See ist weg....

Raoul Brosch


World Mitglied, Leipzig

Rettet den Elsterstausee - April 2009 - Der See ist weg....

April 2009, der Elsterstausse ist leer!

Beantragte Mittel aus der Braunkohlesanierung wurden im Dezember 2008 zunächst nicht bewilligt.
Nach Aussage des Pressesprechers des Oberbergamtes in einem
Interview, ist der Grund dafür, dass es auf Seiten der Stadt Leipzig zunächst einer klaren Positionierung bedürfe, wie sich die Stadt die Zukunft des Sees vorstellt....

Rettet den Elsterstausee - Januar 2009
Rettet den Elsterstausee - Januar 2009
Raoul Brosch


Hintergrund zur Situation am See:

Am 9. Oktober 2007 gingen am Leipziger Elsterstausee die "Lichter aus".
Die Pumpen, welche den seit den 70er Jahren wegen des Braunkohlebergabus seines natürlichen Zuflusses beraubten See mit Wasser versorgten, wurden abgeschaltet. Der Pächter-Verein konnte die Energiekosten nicht mehr bezahlen.

Nachdem der See bis zum April 2008 ausgetrocknet war, pumpten Leipziger Firmen auf eigene Kosten wieder Wasser in den See, denn die Stadt Leipzig sah keine Möglichkeit, den See zu retten.
Rettet den Elsterstausee -Vorläufige Rettung #1
Rettet den Elsterstausee -Vorläufige Rettung #1
Raoul Brosch


Leider versickert durch ein Leck im Damm Wasser und der Wasserspiegel sinkt PRO TAG um 1 - 1,5cm! Auch die Verdunstung durch den trockenen Sommer und fehlender Regen tragen zum Wasserproblem bei.
Nicht mehr lange, und der See ist wieder leer.

Wenn die Stadt Leipzig als Eigentümer und die LMBV als Bergbausanierer und Nachfolger des DDR-Braunkohlebergbaus nicht bald handeln, verliert Leipzig ein schönes Stück Landschaft und viele Tiere ihren Lebensraum.
Leider scheint man in Angesicht der neu entstehenden Seenlandschaft durch die Tagabauflutungen an einem Stück Leipziger Geschichte nicht mehr so recht interessiert zu sein. Massentourismus an zubetonierten "Neuseen"ufern ist die neue Richtung, unberührte Natur passt da nicht ins Konzept.
In einer Stadt, die Millionen in einen City-Tunnel steckt, sollten sich doch einige tausend Euro für den Weiterbetrieb der Pumpen oder die Mittel zum auffinden des Lecks finden lassen?
Die Summe von 15 Millionen Euro, die für die Sanierung des Sees von der Stadt angesetzt wurde, ist ein Totschlagsargument.
Wasserbaufachleute sind jedoch der Meinung, das ein Bruchteil dieser Summe genügen würde, den Wasserstand auf Dauer zu halten!

Für den Anfang würde es vielleicht sogar reichen, Flutungswasser vom Zwenkauer oder Cospudener See abzuzweigen, die Rohrleitungen sind nicht weit vom See entfernt. Aber: Wo kein Wille, da kein Weg. :-(

Wünschen wir dem Förderverein viel Glück, damit der See doch erhalten wird.

Siehe auch
http://elsterstausee.de/index.php?option=com_content&task=view&id=84

Kommentare 6

  • Tho Li 28. April 2009, 18:24

    Schade, nun ist der See weg. EIne eindrucksvolle Doku!
    LG, Thorsten
  • Heide M.H. 28. April 2009, 10:27

    Es ist traurig! Ich hoffe sehr, dass noch eine Lösung gefunden wird - was soll denn da sonst aus dem Loch werden? Da hinten stehen sogar Häuser, sie hatten mal ein Ufer. Und nun? lg Heide
  • pewebe 27. April 2009, 13:52

    Ein von Dir gut dokumentiertes Trauerspiel.

    LG
    Peter
  • Raoul Brosch 27. April 2009, 10:22

    Leider gibt es ja Leute, die meinen, die neu entstandenen Tagebauseen wären ein guter Ersatz und man könne daher leicht auf den Elsterstausee verzichten.
    Wenn diese Leute sich aber einmal genauer mit den Plänen und Bauvorhaben an diesen Neuseen befassen würden, würden sie schnell merken, das dort kaum Platz für unberührte Natur ist und in wenigen Jahren alles durch eine geldbringende Massentouristische Nutzung erschlossen sein wird. Spätestens dann wird man sich nach dem Kleinod Elsterstausee sehnen, nur könnte es dann endgültig zu spät sein.
    Yachthäfen in allen Seen, Golfplatz am Ufer des Cospudener See und Tagungshotel mit Poloplatz am Ufer des Markkleeberger See sind erst der Anfang.
    Weitere Fereinsiedlungen, schwimmende Häuser usw. sind bereits in der Planung.
    Und ob die Eigentümer dieser Anlagen dann dem nichtzahlenden noch Zugang gewähren...?
  • WolfgangO. 27. April 2009, 10:03

    Das ist wirklich traurig, Raoul! Gut das du das hier mal dokumentiert und erklärt hast. Vieles in der Natur geht durch Profitstreben und Unüberlegtheit verloren. So auch dieser See. Vielleicht gibt es ja noch irgendwo so intelligente Köpfe, die in der Lage sind, etwas zu ändern.
    Mich erschüttern solche Berichte immer.
    LG
    Wolfgang
  • Ryszard Basta 27. April 2009, 8:21

    wie immer und ueberall : Geld
    und gerade jetzt, kann man zusaetzlich,
    alles was gestoppt ist, mit Krise rechtfertigen

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