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Wulf von Graefe


World Mitglied, Ostfriesland

quer Wind

Sperber, Weibchen diesj.

Was hier so gemütlich vorbei gesegelt aussieht, war aktuell doch "ziemlich schwierig":
Er hatte wohl mitten auf nacktem Acker gestanden, wo ich ihn nicht gesehen hatte. Er aber sicher mich (bzw. das haltende Auto) und von der anderen Seite hatte sich noch eine Krähe "dazu gesellt".
Grund genug die Morgenruhe zu beenden. Wenn dann aber im tiefen Überflug doch gerade noch ein Steinschmätzer vor ihm hochspringt, hat so jemand doch so seine "Reflexe" und musste es schnell in ein paar zackigen Wendungen probieren.
Wobei allerdings die Krähe schon folgte, der Schmätzer sich (in bewährter Weise) so gut wie "kopfüber in ein Mauseloch warf" und es nun den "eigentlich schon Abgereisten" im böigen Wind recht nah bei mir "vorbei schob".

Wovon allerdings nur dies eine Bild möglich blieb, da er so von der Seite angepustet bei der aktiven Bewegung nach links mir passiv im Luftstrom "fast ins Fenster rutschte".
Das kenne ich von den Weihen sehr ausgiebig, die das ebenso als "kalkulierte Wegstrecke" benutzen wie das auch Möwen tun und eben andere Greifvögel wie hier dieser Sperber.
Damit ist nur bei doch recht kleinem Flugobjekt für die "bildliche Verwertung" nicht viel anzufangen. Aber ihn mal weniger als 1 m vorbei huschen sehen (wenn man noch rechtzeitig die Cam absetzt ;-), verbindet sich dann doch auch mit einem Bild, das dies nicht festhalten konnte.

Kommentare 9

  • gerald reiner 6. Januar 2013, 20:33

    Eine schöne Geschichte und ein gelungenes Bild. Ich denke, wer in der Natur fotografiert, wird einräumen, dass jede auch noch so gelungene Aufnahme, nur halb so viel wert wäre, ohne die oft lange, hin und wieder höchst überraschende Entstehungsgeschichte.
    LG Gerald
  • Elsbeth I.M. 3. Oktober 2012, 14:08

    na das sind ja tolle Erlebnisse.
    Soll ich auch noch was erzählen?
    Bei mir war es ein fast ausgewachsener Habicht, der auf der Jagd nach einem Singvogel zuerst gegen die Wohnzimmerfensterscheibe und dann auf meinem Balkon landete (das alles geschehen in einem Münchner Vorort).
    Ich stand, weil ich den "Rums" gehört hatte, vielleicht 1m vor der Balkontüre, als ich ihn und er mich sah.
    Ich weiss nicht, wer mehr erschrocken war von uns Beiden, aber es dauerte noch einige Schrecksekunden, ehe er davon flog. Natürlich keine Kamera zur Hand.
    Grüsse, Elsbeth
  • Werner Bartsch 1. Oktober 2012, 19:18

    sieht er enttäuscht aus ? aber nein :-)
    einen elegant-dynamischen flugkünstler aus dieser distanz derart "knackig" ins bild zu bekommen - meine reverenz !
    lg. werner
  • Michael Tetzlaff 1. Oktober 2012, 10:59

    Eine gelungene und sehr dynamische Flugaufnahme. Der Blick ist immer wieder faszinierend.

  • Marina Luise 1. Oktober 2012, 8:49

    Moppelig sieht er in der Pose aus - dabei sind die doch immer so zierlich! :)
    Sehr gutes Foto und wieder eine richtige Schmunzelerklärung zum Making-off! *g*
  • Lichtspielereien 30. September 2012, 23:34

    Wie Axel es schon beschreibt.. Zum Fotografieren mit dem Kopf braucht man keine Cam und hat doch das Erlebmios gespeichert
    Gruss H
  • Lilli Lehmann 30. September 2012, 23:30

    Wahnsinn, dass du ihn so erwischen konntest. Ich sehe diese zumeist nur viel zu spät vorbeisausen und schaffe es dann höchstens ihn noch zu identifizieren. Da hab ich die Cam noch nicht mal angehoben :-(

    LG Lilli
  • Axel Sand 30. September 2012, 22:00

    Hallo Wulf
    Deine Geschichte ist wieder köstlich erzählt. Ich kann von einem ähnlichen Erlebnis berichten, das mir dieses Jahr beschienen war.
    Ich saß mit meinem Tarnumhang (siehe Profilfoto) im Wald an einem Bach, um dem Eisvogel fotografisch habhaft zu werden. Plötzlich brach auf der anderen Bachseite Panik aus unter den Amseln, die sich in einem Ilexbusch in Sicherheit brachten. Der Grund war ein jagender Sperberterzel, der dann erfolglos von der Jagd in ca. 10 m Entfernung in einem Baum Platz nahm. Er saß aber genau vor der einzigen Stelle des ganzen Waldes, wo es Lichteinfall gab und es war überhaupt nicht möglich, ihn zu belichten.
    Plötzlich flog er los, genau auf mich zu und drehte unmittelbar vor mir ab, aber ich spürte den Luftzug von seinen Schwingen im Gesicht.
    Wenngleich dabei kein Foto heraussprang, war dies aber ein unglaublich tolles Erlebnis für mich.
    Zu Deinem Foto möchte ich noch anmerken, das ich es überaus gelungen finde und auch ist die Nähe erkennbar, wie es enstanden ist.
    Gruß
    Axel
  • Angelika Ehmann-Eilon 30. September 2012, 21:51

    Den Text zu lesen, war mir wieder ein Vergnügen, lieber Wulf, beinahe schon atemberaubend; aber konnte es mir aufgrund dessen bildlich sehr gut vorstellen ! , was Du da mit Deinen eigenen Augen wahrgenommen hast. Immerhin ist Dir doch eine gute Dokumentationsaufnahme des fliegenden Sperbers mit seinen hier gut sichtbaren glühfarbenen Augen gelungen.
    So ein Abenteuer dürfte für einen Ornithologen für mind. eine Woche ausreichen und auch für gute Laune sorgen ;-).
    In diesem Sinn, einen guten Wochenbeginn wünsche ich Dir !
    Gruß Angelika.