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Was ist neu?

Uli Ka


Basic Mitglied, Landau

"PUBLIC FENCE CITY ROOMING"

Vor ein paar Wochen habe ich diese beiden Bilder in Karlsruhe aufgenommen. Dort wird derzeit die Straßenbahn in der Haupteinkaufsstraße in den Untergrund verlegt. (Assoziationen zu Stuttgart 21 sind dabei rein zufällig.)
Seit dem sind mir so viele Gegensatzpaare dazu eingefallen, dass ich euch diesen Anblick nicht vorenthalten will, wohl wissend, dass der eigentliche künstlerische Wert der Aufnahmen nicht auf meinem Mist gewachsen sind. Sondern auf dem anderer, größerer, Kunstkenner und -sachverständiger.

(In Wirklichkeit ist die Bauzaundeko und die Beschriftung nebeneinander zu finden, ich habe sie aber, scrollfreundlich, untereinander angeordnet.)

VG Uli

(Eure Meinungen dazu interessieren mich. Ist doch klar.)

Kommentare 12

  • AnneTK 5. April 2012, 12:57

    Uli, Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele, aber sowas von!
    Die Gestaltung von Bauzäunen ist Geschmacksache, "wildes" Plakatieren mit Papierfetzen macht sie m.E. auch nicht schöner, also meinetwegen Tortendeckchen als Hingucker.
    Aber dieses aufgeblasene Kauderwelsch! Welch ein Wortgeklingel (eine an den Außenraum angepasste Materialität - aha).
    Hätten die Gestalterinnen versucht, sich auf Deutsch auszudrücken, wäre ihnen auch die Albernheit ihres Titels vielleicht selbst aufgefallen.
    Blendwerk.
    Es nervt.
    LG, Anne
  • Suse70 15. März 2012, 8:10

    Uli ich bin ganz ganz dicht bei dir !

    wir Kunstbanausen aber auch :)

    lg Suse
  • NamensindSchallundRauch 14. März 2012, 13:17

    "Es ist halt ein wenig Selbstbeweihräucherung dabei."

    ist das bei kunst nicht immer ;)
  • Uli Ka 14. März 2012, 12:40

    Ich kann dir in allem folgen. Nur in dem "gnädigerweise" nicht. Kriegs einfach nicht hin. Und deshalb.
    Bin halt einer, der sich gerne und vor allem erfolgreich aufregen kann. Über alles und jeden. So klasse - versuchs mal!
    ;-)
  • Gerhard Körsgen 14. März 2012, 12:32

    Klar doch soll ein Bauzaun in erster Linie verhindern daß einer in die Grube fällt, etc.
    Den dann zu "verschönern" finde ich aber dahingehend gut daß diese Zäune ja in der Regel als "hässlich" empfunden werden und dem somit - je nach Geschmack, selbstverständlich - abgeholfen werden kann.
    Wenn schon öffentliche Gelder verschwendet werden, so meine Meinung, dann ruhig für ein wenig "Kunst im Alltag" - da gäbe es viel Bedarf, wenn ich mich z.B. in Köln so umschaue...;-)
    Hochtrabendes Geschwafel überlese ich in diesem Zusammenhang dann gnädigerweise gerne oder nehme es als Realsatire - beides hebt die Stimmung :-)

    LG Gerry
  • Uli Ka 14. März 2012, 12:05

    @Gerry - "...im öffentlichen Raum ist es ja noch undankbarer als in der Fc schon, Leuten "sehen" beibringen zu wollen ;-)..."
    Da hast du bestimmt recht. Aber mein Eindruck hier ist es eher, aus einem unschuldigen Bauzaun ein Kunstobjekt zu machen - ohne ihn vorher zu fragen. Ein Bauzaun ist ein Bauzaun. Er sollte meines Erachtens den Leuten nicht das Sehen, sondern das Nicht-hinein-fallen beibringen. Und wenn man schon Kunst dran macht, dann ist es doch auch in Ordnung. Es den Leuten auch noch mit solchen Worten unter die Nase reiben zu müssen - das finde ich, gelinde gesagt , ein bisschen übertrieben. (Es ist halt ein wenig Selbstbeweihräucherung dabei. Und es kostet zusätzliches Geld. Aber dazu habe ich an anderer Stelle auch schon zu viel gesagt.)

    PS: Ja, und noch eins: habt ihr auch den englischsprachigen Titel registriert? Habt ihr? Gut.
  • Gerhard Körsgen 14. März 2012, 11:23

    Also mir gefällt dein aus zwei überlagerten Bildern entstandenes eines Bild.
    Mir kamen dabei Assoziationen zum von mir überaus geschätzten marie-antoinettesgiraffenhals - der fotografiert derlei Szenarien aber "ohne Tricks und doppelten Boden" als vonvornhereinnureinBild in Paris...;-)
    Der Text liest sich ziemlich gestelzt und wirkt dadurch schon fast selbst karikiierend, aber davon abgesehen sind da gar nicht so schlechte Grundgedanken drin - im öffentlichen Raum ist es ja noch undankbarer als in der Fc schon, Leuten "sehen" beibringen zu wollen ;-)
    Zudem kommen mir die vielen Künstlerinnen in den Sinn welche öffentliche Stadtmöbel "behäkeln" oder "bestricken" - public knitting nennt man das...was ich auch originell finde ;-)
    Siehe z.B.: http://platformtworca.files.wordpress.com/2009/03/randomknit712.jpg?w=400&h=533

    LG Gerry
  • NamensindSchallundRauch 14. März 2012, 11:19

    ** "Typische Elemente der textilen Innenausstattung"? (Bei dir zu Hause auch?)***

    aus dem nähkästen plaudern ein:
    meine großmutter hat trotz späterer vollständiger erblindung tischdeckchen gehäkelt (alles ertastet und langjährige übung). die habe ich natürlich noch....aber nicht auf dem tisch liegen.
    aus dem nähkästen plaudern aus!

    ich finde die Idee den außenraum wie den innenraum an einem bauzaun zu gestalten erstmal gut, ob es gelungen ist muss man mal vorort betrachten...
    zumindest besser als konzertplakate... ;)

    ansonsten dienen bauzäune ja häufiger der künstlerischen gestaltung. in bonn wurden die mal von kindern bemalt...

    da die baustelle sicherlich noch länger existiert, werde ich beim nächsten besuch von freunden in ka da mal vorbeischauen.




  • Uli Ka 14. März 2012, 11:02

    @Nasi: na, du hast dich aber echt gekümmert, vielen Dank! Soweit war ich nicht informiert, mir selbst hat der Eindruck der Kunst am Bau eigentlich gereicht. Aber informativ ist es doch - denn, jetzt, wo wir so unter uns reden können: Wie kommt Suse auf Studenten? Weil es sich so anhört - sehr sehr aufgeblasen, das Ganze, oder? Also ich hab noch nie bedruckte Folie so beschrieben gesehen. Und Häkeldeckchen am Bauzaun? "Typische Elemente der textilen Innenausstattung"? (Bei dir zu Hause auch?) "An den Außenraum angepasste Materialität"? (Plastikfolie?) "Dekorativer Blickfang"? (Macht hier einer sowas an seine, sagen wir, Heizungskellertür, um Zweckdienliches mit Kunst am Bau aufzupeppen?)
    USW USF
    Ich möchte gar nicht mehr aufhören zu schimpfen.
  • Suse70 14. März 2012, 9:37

    ich vermute mal die Judith und die Jelena sind Studenten im ... 3. ... sagen wir 4. Semester ...
    irgendwann kommen auch die Beiden in der Wirklichkeit an
    :)

    lg Suse
  • NamensindSchallundRauch 14. März 2012, 8:31

    erster gedanke. warum schwebt die tortenbodendecko?
    zweiter: sollte man evtl. konzept draus machen. die welt durch tortenbodendecko
    dritter: o.k. hat schon ein gemacht
    ;O)
    zu Stuttgart 21 versus Karlsruhe: ich fand es immer sehr unangenehm gefährlich in der "Innenstadtzone" mit der Straßenbahn, insbesondere mit Kindern.

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