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Peter Emmert


Free Mitglied, Wülfrath

Plüschkopfente

Das ist kein Scherz,sie heißt wirklich so. Aufgenommen im Zoo Wuppertal mit Dimage 7i.Auch der Laie verbindet mit dem Begriff »Entenvögel« bestimmte Vorstellungen über einen charakteristischen Vogeltyp, da trotz des großen Artenreichtums immer typische Merkmale beibehalten werden. Viele Entenvögel halten sich auch in der Nähe menschlicher Siedlungen auf oder sind gar zu Haustieren geworden. So kann man sich kaum ein Binnengewässer vorstellen, ohne damit das vertraute Bild von Schwänen oder Stockenten zu verbinden. Auch die vielleicht ersten Haustiere des Menschen gehören in diese Gruppe, als solche werden die Hausgans, die Hausente, die Höckergans und die Türkenente von einigen Forschern angesehen. Entenvögel sind aber ebenso an den Küsten der Meere zu finden.Die Art des Nahrungserwerbs hat zu einer Einteilung der Entenvögel in mehrere Gruppen geführt. Die echten ðGänse, Schwäne und Pfeifgänse sind reine Pflanzenfresser, die Meerenten und Säger sowie die Eiderenten nehmen dagegen nur tierische Nahrung an. Die übrigen Gattungsgruppen (z. B. Ruderenten und Glanzenten) sind Gemischtköstler. Als Schwimmvögel haben die Entenvögel allgemein Schwimmhäute zwischen den Vorderzehen. Durch rudernde Bewegungen mit den Beinen können die Schwäne, die Halbgänse und die Schwimmenten den Kopf unter Wasser und den Hinterkörper über Wasser halten, um in flachen Gewässern zu »gründeln«. Die Tauchenten können ihre Nahrung auch vom Boden tieferer Gewässer heraufholen. Überhaupt können fast alle Arten tauchen (die großen Schwäne nur als Küken); hierbei können bei manchen Arten noch die halbgeöffneten Flügel zur Fortbewegung hinzugezogen werden. Die Entenvögel bewegen die Beine unter Wasser abwechselnd. Bei der Spaltfußgans und der Hawaiigans sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen zurückgebildet, sie können sich sicher auf dem Lande in unwegsamem Gelände fortbewegen.
Die meisten Entenvögel tragen in der Ruhezeit ein unauffälliges Gefieder, Braun- oder Grautöne herrschen vor. Männchen und Weibchen unterscheiden sich noch wenig. Mit Beginn der Fortpflanzungsperiode kann man die Männchen aber leicht an ihrem Prachtkleid erkennen, das meist leuchtend gefärbt ist. Neben der Gefiederfärbung können auch ganze Federpartien verändert werden, wie z. B. die aufwärts gedrehten Federn der Erpel bei den Stockenten. Viele Arten bekommen auch einen besonders kräftig gefärbten Schnabel (bei den meisten Ruderenten wird er z. B. strahlend blau); häufig bildet sich auch die Schnabelwurzel zu einem fleischigen Höcker um. Die echten Gänse sind dagegen ganzjährig in beiden Geschlechtern gleich ausgefärbt, das gleiche gilt für einige andere Arten; manchmal tragen auch beide Geschlechter ein Prachtkleid. Viele Entenarten haben einen auffälligen Flügel-»Spiegel«, der der innerartlichen Verständigung dient.Bevor die Brutperiode beginnt, werden bei den Altvögeln, die später brüten in der Regel sind es die Weibchen , auf der Körperunterseite »Nestdunen« gebildet. Die Weibchen zupfen sich die Nestdunen aus und polstern damit die Nester aus, auch noch unvollständige Gelege können damit warm gehalten werden. Besonders wertvoll sind die »Eiderdunen« der Eiderenten.
Während der nachfolgenden Brutmauser sind alle Arten flugunfähig. Viele Populationen verlassen auch ihr Brutgebiet und suchen bestimmte »Mauserstationen« auf (Brandgans).
Nach einer ausgiebigen Balz findet bei fast allen Arten die Begattung auf dem Wasser statt. Hierfür ist bei den Männchen eine große Ausnahme bei Vögeln ein gewöhnlich in der Kloake verborgener Penis ausgebildet. Die Nester befinden sich oft am Boden, bei einigen Arten auch in Baumhöhlen. Die Gelege bestehen aus verhältnismäßig großen Eiern unterschiedlicher Zahl. Wenn die Jungen schlüpfen, tragen sie bereits ein dichtes Dunenkleid. Als ausgesprochene Nestflüchter können sie sofort selbständig ihre Nahrung suchen und meist auch sofort schwimmen. Eine Art, die Kuckucksente (Heteronetta atricapilla) aus Südamerika, läßt (wie der Kuckuck) ihre Eier von anderen Vögeln erbrüten. Ansätze zum Brutparasitismus zeigen auch Vertreter der Ruderenten und der Tauchenten.

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