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Pestkapelle Pollingsried

...eine sagenumwobene Pestkapelle bei Pollingsried

aus dem Weilheimer Merkur:
Menschen in langen dunklen Ledermänteln streifen nachts durch den dunklen Wald zu der einsam gelegenen Kapelle, auch schwarze Messen sollen dort gefeiert werden. Es wird viel erzählt und geschrieben über die "verfluchte Kapelle", wie sie vielfach genannt wird.

.Zum Beispiel diese Geschichte, die sich in gespensterWeb findet: Zwischen Hohenkasten und Weilheim liegt eine Kapelle tief im Wald. Unter dieser fanden zu Zeiten der Pest die vielen Toten ihre letzte Ruhestätte. Als die lange Zeit der Pest im 18ten Jahrhundert endlich vorbei war, wurde die Kapelle auf dem Pestfriedhof errichtet. Viele Einwohner hatten damals Angst wegen Erscheinungen und dem Gejammer von Toten, das vom Friedhof zu kommen schien..

Um die Kapelle herum sind Brunnen angelegt, die ein Pentagramm ergeben. Man sagt, dass der Wald im Umkreis von 5km um die Kapelle verflucht ist. Man erzählt von einer Frau die an einem Baum in den Wäldern hängt und auch von einem schwarzen Hund, der Verirrten den Weg zeigt. (Diesen Hund habe ich selber mit Freunden schon gesehen.) Der Weg zur Kapelle ist nicht ausgeschildert; man verirrt sich fast immer im Wald und findet nur sehr schwer wieder hinaus. In der Kapelle brennen in der Nacht meist Kerzenlichter und man sieht ein umgedrehtes Kreuz. Wenn keine Lichter brennen, sieht man eine rote Gestalt mit schrecklichen Augen im Fenster. Außerdem sind Schreie zu hören.

Kreisheimatpfleger Klaus Gast ärgert soches Spuk-Gerede: denn eine an und für sich schöne Überlieferung werde dafür missbraucht und ins Gegenteil verkehrt: Als sich die Pest 1632 bis 1634 durchs Land fraß, haben die Bauern von Eichendorf dem heiligen Sebastian eine Messe gestiftet. So weit die Glocken von Pollingsried zu hören waren, sei von da an niemand mehr an der Pest erkrankt, werde erzählt. Gast: „Einen Pestfriedhof hat es dort nie gegeben“.

Dass sich um Pollingsried viele Geschichten ranken, liegt für Gast auf der Hand: Die abgeschiedene Lage der Kapelle im Wald und die Geschichte des Weilers, dessen Bauernhöfe der Staatsforst in den Jahren 1860 bis 1865 Zug um Zug aufkaufte, um Platz für Wald zu schaffen, inspiriere nun mal die Phantasie.

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Brennweite 28.0 mm
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