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Was ist neu?

Hans-Jürgen Schaller


World Mitglied, Glauchau

Ostermarsch 2013 (4)

Chemnitz , 1.4.2013
Video vom Häuflein der Aufrechten :
http://youtu.be/MBqobXs0HEY

Kommentare 14

  • Kai A 9. April 2013, 22:02

    Natürlich war es in der DDR verboten, zu demonstrieren gegen Abrüstung auf der eigenen Seite, das wissen wir doch alle. Richtige Altkommunisten meinen dazu heute noch, sie hätten recht gehabt, denn die früheren Bürgerrechtler wären dann genau jene gewesen, die bei den Grünen umso eifriger den Kosovokrieg befürwortet hätten und also lediglich eine Schwächung der Seite des sozialistischen Lagers hätten erreichen wollen.

    Dieser Meinung schließe ich mich nicht an.

    Wenn man jedoch in der DDR kritisch war, ich war bspw. nie in der SED und wäre auch nie eingetreten, so kann man seine kritische Haltung - einfach weil Ungerechtigkeiten früher und heute als nicht hinnehmbar erscheinen - beibehalten oder heute alles als gegeben hinnehmen. oft erlebe ich auch, dass Leute, die früher auf Linie waren, dies heute auch wieder sind.

    Das in der DDR einzufordernde Demonstrationsrecht gilt heute selbstverständlich für alle und auch für die Linke. Gerade auch vor dem Hintergrund, daß die Friedensbewegung an Stärke abgenommen hat; gegen den Irakkrieg, durch den und in dessen Folge eine Million Menschen starben, haben weltweit 30 Mill. demonstriert und er wurde doch geführt, wäre Merkel damals bereits Kanzlerin gewesen, hätte sie mitgemacht beim durch nichts gerechtfertigten Angriffskrieg. Und es sind genau Vertreter ihrer Partei, die immer und immer wieder bspw. in Talkshows auf die Vergangenheit der Linken hinweisen. Dies ständig nachzubeten, bedeutet objektiv (ja, wir haben ja die DDR-Bildung genossen) eine Schwächung von Gegnern heutiger aggressiver Außenpolitik.






  • smokeonthewater 9. April 2013, 19:03

    @HJS: Kann Deine Erlebnisse nachvollziehen und bestätigen.
    Auch mit dem Abschied vom Parteidenken hast Du recht, z.B. wenn ich da an Heiner Geißler denke.
    Wenn Die Linke allein auf dem Ostermarsch war, ist das natürlich was anderes und gereicht ihr wiederum zur Ehre, wenn andere Bevölkerungsgruppen nicht ihren Arsch hochkriegen. Aber im Osten ist das Demonstrieren auf Bestellung noch aus DDR-Zeiten was Nerviges, und Montagsdemos sind leider auch aus der Mode gekommen. Gründe gäb's genug.
    Und Hannes Wader passt immer! Habe mal für D-Mark im Intershop eine Platte von ihm gekauft, wo andere nur Peter-Maffay-LPs mitgenommen haben.
    LG Dieter
  • Hans-Jürgen Schaller 9. April 2013, 17:49

    @kai u. smokeonthewater , ihr habt wohl beide recht .kann nur von meinen erfahrungen reden ; so hab ich zu ddr-zeiten sed-bonzen als schlimmste rassisten erlebt und , es ist ja bekannt , wers mit kommunismus/sozialismus erhrlich meinte , wurde in der knast gesteckt , ausgewiesen oder bestenfalls mundtot gemacht . nach der wende war ich mal auf einer demo gegen den ersten irakkrieg ... und wer marschiert da mit ... der oberstalinist vom wehrkreiskommando ( wir hatten uns mal gegenseitig angebrüllt bzw. ich hab mir sein gebrülle nicht gefallen lassen) . in den 90ern hatte ich noch große bauchschmerzen was die damalige pds betrifft . seit ca. 2000 wähl ich aber nur noch die linke und auch die bauchschmerzen sind viel weniger geworden (hier und da kommen sie noch auf) , es gibt keine alternative , ausser nicht zu wählen (was ich inzwischen ernsthaft überleg) . die grünen haben nicht ihren marsch DURCH ,sondern IN die institutionen gemacht (anfang der 90er hab ich als parteiloser delegierter begeistert für den zusammenschluß von bündnis90 u. den grünen gestimmt , in sachsen bundesweit der erste zusammenschluß ... man macht halt fehler) .
    die linke an der spitze des ostermarschs war letztens übrigens mehr als logisch ; es waren keine anderen da !
    vielleicht sollten wir uns auch vom sturen parteidenken verabschieden ; ich kenn sogar cdu mitglieder vor denen man respekt haben kann und hab mich mal vor den karren einer landesregierung spannen lassen , wegen eines denkmals für jürgen fuchs im thüringer landtag .
    für die linken hoffe ich übrigens sehr , dass sie nicht den weg der anpasserischen grünen nehmen !
    ... und was macht heutzutage hoffung in dieser globalisierten welt mit einem kleineren übel in den usa , einem kgb-zaren in russland , einem menschenverachtenden idioten in nordkorea ? vielleicht die zarten pflänzchen in lateinamerika ? wir sollten bei einem trotzigen TROTZ ALLEDEM bleiben !
    uff...und) grüße
    http://youtu.be/724j5MiALGI
  • smokeonthewater 9. April 2013, 10:29

    @Kai: Wen Du meinst, sind die Köpfe, die nach 1990 dazugekommen sind, aber nur mühsam die früheren "Reformer" verdrängen können. Deren Einfluss ist nach wie vor da. Die einst Verantwortlichen sind zumindest in der Führung komplett verschwunden, aber die Basis ist zu einem Teil schon noch ein Stamm von früher, der die DDR-Verhältnisse heute zu verklären und unangenehme Historie auszublenden versucht.
    Und mit der SED hat Die Linke insofern was zu tun, als dass sie Rechtsnachfolger ist (SED > PDS usw.) und auch das, was sich vom Parteivermögen retten ließ, übernommen hat. Daran ändert auch ein neues Programm nichts.
    Offenbar verstehst Du auch nicht, was ich schreibe, wenn Du mich in die Nähe der Gegner rückst. Ich unterstütze durchaus die Auffassungen der Linken. Nur spreche ich der Linken das Recht ab, einen Ostermarsch anzuführen. Das passt nicht zu ihrer Geschichte.
    Ich denke da u.a. an die Antrittsrede von Krenz nach der Entmachtung Honeckers am 18.10.89: "Wir haben die Wende eingeleitet." Mit derselben Selbstherrlichkeit ignoriert die Linke die Historie und stellt sich an die Spitze einer Bewegung, die ihre Vorgängerinstitution bekämpft hat.
    Ich weiß, wovon ich rede, ich war selbst in der SED und habe in Parteiversammlungen erlebt, wie Leute runtergemacht wurden, die die Frage zu stellen wagten, ob das Spazierenfahren von Interkontinentalraketen am 8. Mai über den Roten Platz in Moskau oder die NVA-Parade am 7. Oktober bei den Menschen nicht vielleicht Fragen aufwirft, ob damit den täglichen Reden vom Weltfrieden das richtige visuelle Signal an die Seite gestellt wird. Die einzige "inhaltliche" Antwort der SED-Funktionäre war dann: "So was sagt und fragt man nicht." Der Rest war Bestrafung.
    Und deshalb überlasse ich es der Linken eben nicht. Wir haben mal in der DDR gelernt: Seht alles im Zusammenhang. Genau das tue ich.
  • Kai A 9. April 2013, 1:43

    >Nur an die Spitze eines Ostermarsches sollte sie >sich nicht selbstherrlich stellen.

    Das mußt Du denen schon selbst überlassen; die Linke heute hat weder personell (jedenfalls bei Leuten, die was zu sagen haben) noch programmatisch noch irgendwas mit der SED zu tun, der Vergleich ist sowas von aus der Mottenkiste und wird vorzugsweise vom politischen Gegner genbracht, wenn die Argumente ausgehen. "Selbstherrlich" ist Deine Interpretation.
  • smokeonthewater 9. April 2013, 0:50

    @Kai: Ich bin also doch falsch verstanden worden. Die Linke darf und soll gern im Parlament gegen militaristische Tendenzen und Waffenlieferungen in Krisengebiete auftreten. Nur an die Spitze eines Ostermarsches sollte sie sich nicht selbstherrlich stellen.
    Auch in der DDR hat es Versuche gegeben, Ostermärsche zu organisieren – natürlich ohne die Genehmigung der SED-gelenkten Behörden. Intention war, als Pendant zu den westlichen Ostermärschen, die Abrüstung auch im eigenen Lager zu erreichen und nicht immer nur die Abrüstung auf der gegenerischen Seite zu fordern. Das wurde als pazifistisch und somit gefährlich eingestuft und genauso hart verfolgt wie solche Aktionen, ein Schwert zu einer Pflugschar zu schmieden.
    Wenn ich die älteren Herren hier sehe, die das Transparent tragen, bin ich mir nicht sicher, ob sie als möglicherweise frühere SED-Mitglieder eine andere Haltung zur Ostermarschbewegung vertreten haben. Die SED war nie Teil, sondern Gegner dieser Bewegung, wenn sie sich im eigenen Land etablieren wollte. Die Linken als Rechtsnachfolger sollten dann so viel politischen Instinkt zeigen und sich still einreihen, aber nicht den Zug anführen.
  • Kai A 6. April 2013, 16:38

    Es ist halt traurig, daß die Linke die einzige im Parlament vertretene Partei ist, die der Militarisierung der Außenpolitik noch etwas entgegensetzt (über deren Tendenzen kann man sich hier informieren, wenn man es denn überhaupt wissen will:
    http://www.german-foreign-policy.com/)
    Das muß zudem nicht pazifistisch sein, der Vorwurf führt aber dazu, Gegner von Angrtiffskriegen in eine naive Ecke zu stellen.
  • smokeonthewater 5. April 2013, 21:46

    Die Losung ist OK. Aber ich tu mich ein bisschen schwer, wenn ein Ostermarsch von einem Plakat der Linken angeführt wird. Die Linken sind Rechtsnachfolger einer Partei, die die Ostermarschbewegung in der BRD begrüßte, aber alle pazifistischen Tendenzen in der DDR hart verfolgte.
    Nicht dass wir uns falsch verstehen: Den Linken steht heute die Rolle als mahnende und entlarvende Opposition zur Bundesregierung gut zu Gesicht. Aber manches wie das hier wirkt auf mich vor dem historischen Hintergrund populistisch.
    LG Dieter
  • Kai A 3. April 2013, 13:28

    Gute Doku!
  • Redpicture 1. April 2013, 18:47

    lohnenswertes ziel.
  • Gotti V 1. April 2013, 18:26

    derzeit wird die Lage weltweit ja immer bedrohlicher. Da bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen von Korea bis Mali das auch zur kenntnis nehmen und befolgen, was leider eher unwahrscheinlich scheint.
    LG Gotti
  • annemarei 1. April 2013, 17:53

    Frieden lässt sich nicht diktieren..und durch millitärische Aufmärsche erst recht nicht erzwingwn

    Anne
  • My sight ... 1. April 2013, 14:29

    Unterschreibe ich !

    LG Norbert
  • D-jay 1. April 2013, 13:03

    Solange der Waffenhandel so erträglich ist,
    bleibt dieser Wunsch wahrscheinlich eine Utopie!

    vlg D-jay

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