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Orchideengarten in Singapure - Motiv vom Weltenbummler

Orchideengarten in Singapure - Motiv vom Weltenbummler

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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Orchideengarten in Singapure - Motiv vom Weltenbummler

Die ältesten europäischen Überlieferungen stammen aus der griechischen Spätklassik von Theophrastus von Lesbos (etwa 372–289 v. Chr.). In seinem Werk Historia plantarum, Band 9 beschreibt er eine Pflanze mit zwei unterirdischen Knollen und bezeichnet sie als orchis, was dem griechischen Wort ὄρχις „Hoden“ entspricht. Vermutlich handelte es sich dabei um die Art Orchis morio. Die ältesten erhalten gebliebenen Schriften über Orchideen stammen von Pedanios Dioscurides (1. Jahrhundert n. Chr.) und von Apulieus (um 150 n. Chr.)
Die ersten monographischen Abhandlungen über Orchideen entstanden in China bereits während der Song-Dynastie (Tsui Tsze Kang: Orchideenkultur im Kum Cheong, Wong Kwei Kok Die Orchideenkultur des Herrn Wong). Anhand der Schilderungen in diesen Werken kann man ablesen, dass sich die Orchideenkultur in China damals bereits auf einer hohen Stufe befand. Auch in Amerika (Mexiko) werden Orchideen schon lange kultiviert. Noch bevor die Spanier das Land eroberten, wurden vor allem die Früchte von „Tlilxochitl“ (Vanilla planifolia) als Gewürz geschätzt. Die Azteken verehrten »Coatzontecomaxochitl« (Stanhopea-Arten) als heilige Blumen und kultivierten diese in den Gärten ihrer Heiligtümer. Mitte des 16. Jhd. setzte man sich auch in Europa stärker mit den Orchideen auseinander. So erschienen nacheinander verschiedene Werke (Leonhart Fuchs Histora Stirpium (1542), Hieronymus Bock (New) Kreuter Buch 2. Ausgabe (1546), Jacques Daléchamps Historia generalis plantarum (1586)), die die bisher bekannten Pflanzen ordneten, indem sie verwandte Arten zusammenstellten, Wuchsformen, Blüten und Wurzelknollen beschrieben.

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