Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
Omega Centauri (NGC 5139)

Omega Centauri (NGC 5139)

810 5

Axel Martin


Free Mitglied, Mülheim-Ruhr

Omega Centauri (NGC 5139)

Der ca. 17300 Lj entfernte Omega Centauri (NGC 5139) ist ein Kugelstern-haufen im Sternbild Zentaur. Mit seinem scheinbaren Durchmesser von 55' und einer scheinbaren Helligkeit von knapp 3mag ist er der hellste Kugelsternhaufen des Himmels und schon mit bloßem Auge als kleines Nebelfleckchen sichtbar. Er besteht aus ca. 10 Mio. Einzelsternen, die sich innerhalb eines Durchmessers von ca. 150 Lj verteilen. Mit mehr als 5 Mio. Sonnenmassen ist er der mit Abstand massereichste Kugelsternhaufen unserer Galaxis.
Neueste Forschungen legen nahe, dass es sich beim Omega Centauri um den Kern einer ehemaligen Zwerggalaxie handeln könnte, die von der Milchstraße ihrer Sterne beraubt wurde. Hierfür spricht auch, dass in seinem Zentrum ein schwarzes Loch mit 40.000 Sonnenmassen gefunden wurde.
Die Umgebung von Omega Centauri beherbergt zahlreiche schwache Galaxien. Auf der Aufnahme ist NGC 5206 (links am Rand bei ca. 8:00 Uhr) die auffälligste von ihnen. Die Balkenspirale befindet sich in einer Entfernung von etwa 33 Mio. Lj. Die sehr kleine und lichtschwache Spiralgalaxie NGC 5064 (rechts am Rand bei ca. 3:00 Uhr) ist ca. 120 Mio. Lj entfernt. NGC 5156 (etwa 2/3 von der Bildmitte entfernt bei ca. 6:30 Uhr) - ebenfalls eine Spiralgalaxie - ist mit fast 130 Mio. Lj am weitesten von uns entfernt.

Aufnahmedaten:

Ort: Rooisand Desert Ranch / Namibia
Kamera: Canon EOS 350D modifiziert mit Baader ACF-Filter
Optik: Sigma 300mm/2,8 EX APO HSM (abgeblendet auf Blende 5,6)
Belichtung: 6x60s + 6x450s + 6x900s (Gesamtbelichtung: 141min) bei ISO 800 mit internem Dunkelbildabzug
Aufnahmedatum: 31.5./1.6.2008 (5 der 900s-Belichtungen) und 1./2.6.2008 (restliche Belichtungen)
Nachführung mit ALCcd 5 Autoguider bei f=600mm auf Vixen Sphinx-Montierung
Fokussierung, sowie Steuerung von Aufnahme- und Nachführkamera mit MaxIm DL + DSRL
Das Bild entstand in Zusammenarbeit mit Andreas Böker

Bearbeitung:

Stacking mit DeepSkyStacker im Modus "Average"
Weitere Bearbeitung mit Photoshop CS3:
- Aufsplittung in Luminanz und Farbkanal
- Helligkeitsanpassung beider Kanäle
- Entrauschen des Farbkanals
- manueller Weißabgleich am Himmelshintergrund
- Luminanz mit "Rauschen reduzieren" geglättet
- Schärfung des Luminazkanals
- LRGB-Komposit

Kommentare 5