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Nur eine Rose ...

*

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.

Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.

Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.

Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.

Hilde Domin (1909-2006)

*

Kommentare 15

  • Gabi Anna 26. Januar 2011, 23:02



    auch rosige zeiten verblassen...

    ich denk an dich
    alles liebe
    gabi anna
  • AF verspielt 31. Dezember 2010, 11:52

    Mich berührt es ... diese feine Stärke ...!

    Liebe Kate - dir wünsche ich alles erdenklich gute für das Neue Jahr 2011.

    es grüßt Andrea
  • Andy CHanieR 5. Dezember 2010, 20:49

    die letzte...
  • Lauscherin 5. Dezember 2010, 15:03

    So sanft gebettet liegt diese Rose.. und doch ist sie welk und ihr Weiß hat das Strahlen verloren. Rosen brauchen eben keine weichen Decken zum Blühen, sondern Erde und Wasser und Licht. Was nützt einem das feinste Nest, wenn es einen von der Erde abschneidet?
    Traurig und schön zugleich sind das Bild und das Gedicht. Vielleicht gelingt es ja aus den Federn im Nest Flügel zu basteln und damit sanft von der Höhe herabspringen und wieder auf der Erde landen.

    Liebste Grüße
    Theresa
  • Katrin Schmidt 2. Dezember 2010, 2:15

    Bin mal wieder hier gelandet und habe direkt dein Foto entdeckt: super Umsetzung! Gefällt mir richtig gut.
  • Micha ohne el 1. Dezember 2010, 7:35

    Die Rose, der letzte Halt. Den Grund unter den Füßen jedoch verloren. Ich wünsche mir einen Ort, der sichtbar wird von dort oben, Boden wo neue Wurzeln sich verankern können.

    Ein Bild, so leicht und doch wie ein Kloß im Hals.
  • Andy CHanieR 30. November 2010, 22:11

    Alles Quatsch....... das Bild zeigt, was es zeigen soll....
    für mich wunderbare Erklärung...

    glg, vielleicht auch die Letzte ....

    Andy.
  • Stefan Brechensbauer 29. November 2010, 18:00

    Als ob sie im Schnee läge und erfroren wäre. Aber Halt gewährt sie, weil sie trotzdem schön ist.
    Herzlich
    Stefan
  • Lara Mouvée 29. November 2010, 9:53

    tröstende Trauer ...
    Du bist soo mutig, Dich da hineinzubegeben

    ich bewundere Deine Arbeit

    Novembergrüße
    Lara
  • stefans sichtweise 28. November 2010, 11:19

    ein Bild - zart und
    gewaltig zugleich ..
    ein Bild ohne Worte ..

    Worte - bildreich und
    gewaltig zugleich ..
    gefühlte Schrift ..

    müßte ich ein Bild dazu suchen,
    könnte es nur Deines sein ..

    lg, stefan
  • I arkadas I 27. November 2010, 22:14

    . eine rose.
    . und ein paar träume.
    und du denkst..
    das du dich verrennst. in deinen träumen..

    aber ich glaub an meine träume.
    und dann wird die rose auch wieder rot. und leben.
    .. feines bild.
    nachdenkliche worte..
    .. mags.
    .lg

    ..
  • malú69 27. November 2010, 8:27

    das ist so wunderschön traurig - ich freue mich von dir wieder ein so schönes werk hier zu sehen.
    lieber gruß
    markus
  • Robert Nöltner 27. November 2010, 6:48

    Sehr gute Bildidee, hervorragend umgesetzt
    LG Robby
  • Lucy Trachsel 27. November 2010, 6:36

    Danke für das Gedicht, danke für die bildliche Umsetzung. Ein sanftes Fallen in den neuen Tag.
    Liebe Grüsse
    Lucy
  • Schattenjaegerin 27. November 2010, 0:02

    ...Ich hoffe Du tust es nicht selbst
    ...auf diese Weise.

    Ich will hier nur

    DIE WUNDERBARE INTERPRETATION DER LYRIK...

    !


    Sie ist
    jedoch
    wunderschön...erstrebenswert

    diese Einstellung...

    zum Selbst.
    EinesTags.

    A.

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