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Vir Tuell


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Noch 'n Rätsel

Hallo liebe Freunde, ich habe mich etwas rar machen müssen. Aber hin und wieder, so wie jetzt, finde ich doch noch etwas Zeit für die Fc.

Vor rund 20 Jahren haben wir "meine Dicke" auf die Seite gestellt. Dies für mich denkwürdige Ereignis hat mich veranlaßt in alten Videos zu kramen und siehe da ich hatte tatsächlich Material, um ein kleines Abschiedsportrait zu machen. Ich war mit meinem Jüngsten vor Ort, um die letzten Betriebsszenen der Lok aufzunehmen. Wie es der Zufall will, war auch J Schmidt der bekannte Eisenbahnfilmer vor Ort und drehte einige Szenen, die mehrfach wiedeholt werden mußten. Das gab mir die Gelegenheit ebenfalls noch etwas zu filmen.

http://youtu.be/5HVKaIwIy9A

Da ich weiß, daß ihr gerne etwas über Dampfloktechnik wissen möchtet, habe ich mal eine Szene aus dem Video zu einem Rätselbild umgewandelt. Die Schmierpresse rechts ist nicht gefragt, sondern, was ist das mit dem roten Griff für ein Teil? Dampflokpersonale halten sich bitte zurück. Ihr wißt es natürlich.

Kommentare 11

  • makna 8. Oktober 2013, 15:56

    Eine herrliche Video-Reminiszenz an die DGEG-T 12 mit hervorragenden Detail-Ansichten! Besonders die Ausfahrten aus der Schotter-Perspektive begeistern - und hier besonders die zweite mit der "Überfahrt"! Als während der Rangierfahrt auf den Trittbrettern des Abteilwagens herumgeturnt wurde, fühlte ich mich in die Kindheit zurückversetzt (in den 50er Jahren bin ich noch in Abteilwagen auf der Strecke Kassel - Malsfeld von Schaffnern kontrolliert worden, die während der Fahrt über die Trittbretter von Abteil zu Abteil kommend ihre Tätigkeit ausübten). Also: Ein Genuß !!!
    Und das Rätsel ist eh schon gelöst ...
    ... auch wenn ich in der ersten Minute des Videos dieses Detail gesehen habe, muß ich doch gestehen: ich hätte es nicht richtig erraten! Hat freilich Spaß gemacht !!! Doch das bewegte Bild mit diesen 20 Jahre alten Szenen ist halt der Clou !!!
    BG Manfred
  • Vir Tuell 3. Oktober 2013, 11:25

    @Alex Grimmer. Deine Anmerkung ist nicht von der Hand zu weisen. Der Schlamm ist natürlich aufgewirbelt und schwirrt im Kessel herum. Weil er aber trotzdem schwerer als das langsam in seiner Dichte ansteigende Wasser ist, wird er sich immer zur tiefsten Stelle des Kessels bewegen. Es wird somit während der Fahrt immer etwas ausgeschleust. Das Abschlammen macht auch Sinn, wenn nur Wasser aus dem Kessel entfernt werden würde. Da ab einer 2,5 fachen Eindickung der Kessel bereits sehr stark zum "Kotzen" neigt. Das ist alles immer etwas relativ, da die Wasserqualität nicht überall die gleiche ist. Das Abschlammen nach dem Dienst soll nur noch die "Reste" aus dem Kessel entfernen. Wie groß dieser Rest ist, dadrüber darf man getrost streiten.

    @Heinz Hülsmann. Solche kleinen Rätsel gibt es immer wieder, mal bei eigenen Bildern, mal bei den von anderen Usern. Dampfloktechnik ist fast unerschöpflich.
  • Heinz Hülsmann 3. Oktober 2013, 9:50


    Tolle Idee von Dir, mehr davon!

    VG Heinz
  • Alex Grimmer 3. Oktober 2013, 8:39

    Ich hab es mir doch Gedacht. Sieht natürlich, im gegensatz, zu den Bedienungsventilen auf der Einheitslok etwas anders aus.

    Aber alle 15min Abschlammen? Während der fahrt, wird der ganze Schlamm doch aufgewirbelt und schwirrt praktisch fast im ganzen Kessel rum(Beispiel als würd an ein Wasserglas mit etwas sand drin schütteln). Vor allem, während der Lastfahrt, wo das Wasser durch die besonders starke Verdampfung aufgewirbelt wird.
    Da macht das dann doch recht wenig sinn?! Eher, wenn die Lok steht, und sich der schlamm absetzen konnte.

    Gruß Alex
  • Vir Tuell 2. Oktober 2013, 22:12

    @Christoph, auch wenn einen Funkenkutsche nicht das Fotoobjekt meiner Begierde ist. Hin und wieder durfte ich so eine Kiste auch mal fahren.Das war sogar sehr angenehm z.B auf dem Taurus. Aber ich fand die Oldtimer besonders das Eisenschwein faszinierend.Was ich leider nur einmal ganz kurz gefahren habe.
  • Christoph Fritsche 2. Oktober 2013, 22:00

    Vielen Dank für den sachlichen Beitrag.
    Mir war schon klar, das es das Abschlammventil ist.
    Nur die Luftleitungen haben mich irritiert.
    Dachte immer das ist ein normaler Hahn.
    Aber jetzt natürlich einleuchtent, da es ja an der tiefsten
    Stelle des Kessels sein muss.

    Ist halt alles ein wenig mehr, wie auf meiner Funkenkutsche..
    ;-)

    Viele Grüße
  • Vir Tuell 2. Oktober 2013, 21:53

    Da ist die Lösung. Es ist das Druckluftbedienteil für das Abschlammventil.

    Wie jedermann einleuchtet, wird durch das Verdampfen von Wasser sich der Anteil an salzhaltiger Brühe im Kessel immer mehr anreichern. Deshalb hat man schon sehr früh unter den Kesseln Schieber eingebaut, die im Stillstand der Lok bedient werden konnten, damit etwas salzhaltiges Wasser abgelassen werden kann und sich nicht so schnell Kesselstein bildet. Diese Schieber hatten alle einen Nachteil, sie waren nicht während der Fahrt bedienbar und ließen sich nur langsam öffnen und auch wieder schliessen, was immer zu Wasserverlusten führte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts konstruierte die Firma Gestra ein Ventil, was sich mit geringem Kraftaufwand, man muß ja gegen den vollen Kesseldruck arbeiten, sehr schnell und mit kurzem Weg betätigen ließ. Diese Konstruktion wurde zum Standart für alle Abschlammventile. Als man später noch einen Druckluftmechanismus anbaute, war man in der Lage, das Ventil sogar während der Fahrt zu bedienen. Besondere Bedeutung erhielt das Abschlammen als man zur inneren Speisewasseraufbereitung schritt. Denn jetzt wurde zur Vermeidung von Kesselstein dem Wasser Zusätze beigegeben, die den Kesselstein als feinen Schlamm ausschieden, der kontinuierlich aus dem Kessel entfernt werden muß. Daher ist im Durchschnitt alle 15 Minuten das Ventil für etwa 2 sec. zu betätigen. Diese Aufgabe übernimmt natürlich der Heizer, denn seine Aufgabe ist in erster Linie die Bedienung des Lokkessels.
  • Christoph Fritsche 2. Oktober 2013, 21:33

    Abschlammventil?
    Hm, dafür sind die Leitungen zu dünn.
    Würde einfach mal behaupten, der Hebel ist für die Speisepumpe.
    ;-)

    Viele Grüße
  • Vir Tuell 2. Oktober 2013, 21:05

    Ok, ehrliches Bemühen soll belohnt werden.

    Es hat etwas mit der wichtigsten Arbeit des Heizers zu tun. Das ist nicht das Abschmieren!
  • Dieter Jüngling 2. Oktober 2013, 19:26

    Man, schon wieder so eine Denksportaufgabe.
    Da muss ich erst mal nachlesen.
    Ob ich fündig werde, weiß ich noch nicht.
    Gruß D. J.
  • Bernd-Peter Köhler 2. Oktober 2013, 13:30

    Habe natürlich mal wieder keine Ahnung, aber könnte das evtl. eine Umschaltung für eine Schmiermittelversorgung sein?
    (Man merkt, hier schreibt der erfahrene Laie)
    Munter bleiben, BP