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Was ist neu?

Petra Berns


Free Mitglied, Bad Honnef

Neues von Ronny, unserem Ex-Versuchshund

An diesem Wochenende habe ich Ronny, den Hund meiner Eltern, wiedersehen können. Das nehme ich zum Anlass, hier noch etwas zu seiner Entwicklung bei uns zu schreiben. Mein letzter Beitrag war ja im Jahr 2003 und das noch vor Sylvester und so gibt es doch ein paar Dinge zu berichten.

Sylvester 2003. Am Abend bin ich eine halbe Stunde vor dem Feuerwerk mit Ronny spazieren gegangen. Es wurde schon sehr viel geknallt. Die Knallerei, die weiter weg war, hat ihn nicht gestört. Er hat nur einmal neugierig hingeschaut. Bei einer lauten näheren Knallerei habe ich beruhigend auf ihn eingeredet. Das hat ihn auch erst einmal beruhig, so dass er weiter mit mir mitkam, ohne extrem zu ziehen bzw. zu versuchen wegzurennen. Leider kamen kurz darauf aus einem Nachbarhaus einige laut lärmende junge Leute. Ronny zeigte wieder sein Fremden-Angstsyndrom. Er bekommt bei lauten Menschen eine ziemliche Angst und will nur noch wegrennen. Da es nur noch wenige Meter von Zuhause weg war, bin ich schnell mit ihm heim, denn die lauten Menschen kamen auch in unsere Richtung.

Die Sylvesterknallerei hat Ronny nichts ausgemacht. Er befand sich ja in unserer Wohnung, in der er sich geschützt fühlt und in der es natürlich auch nicht knallte. Unruhig war er nur, als wir uns vor der Knallerei fertig machten. Da wuselte er uns zwischen den Beinen herum. Der Hund bemerkte natürlich, dass etwas loswar. Hinterher war aber alles wieder in Ordnung. Naja, fast. Denn meine Eltern luden ein benachbartes Ehepaar zu uns zu einem Gläschen Sekt ein. Und Ronny wollte natürlich flüchten, als er diese zwei fremden "gefährlichen" Menschen sah. Meine Mutter lockte ihn aber dann doch zu sich, so dass unsere Nachbarin den Hund vorsichtig streicheln konnte. Sein Verhalten ist dabei sehr interessant. Wenn sich der ihm fremde Mensch nicht so direkt für ihn interessiert, also nicht direkt zu ihm bückt, um ihn zu streicheln, dann kommt Ronny sogar an. Und wenn er bei der Person ist, also freiwillig zu dem Menschen hinkommt, dann lässt er sich auch von der Person streicheln, wenn diese das ruhig und nicht hektisch macht. Und somit hat Ronny auch das wieder "überstanden".

Am 03.01. hat Ronny zum ersten Mal alleine mit dem Ball gespielt. Papa hat ihn dabei beobachtet. Ich habe ihn bisher noch nie mit etwas spielen sehen. Nur einmal ansatzweise, aber wahrscheinlich kommt auch das noch.

Als ich am Samstag zu meinen Eltern fuhr, war ich neugierig darauf, ob Ronny mich jetzt begrüßt oder ob er abhaut. Er hatte mich ja schon vor meiner letzten Abreise regelmässig mit Schwanzwedeln und Toben begrüßt, aber immerhin war ich jetzt wieder eine Woche weg und vorher legte er ja bei mir auch seinen Ronny-Rückwärtsgang ein.

Als ich ankam und nur wenige Dinge bei mir trug (viele Sachen bei sich Tragen verängstigt Ronny sehr) kam er zu mir an die Tür gerannt und wedelte zu meiner Freude mit dem Schwanz. Er ließ sich auch streicheln und wollte dann mit mir Toben. Das ist schon eine Ehre, denn es zeigt, dass Ronny mich noch kennt und mir vertraut. Und dass ich eben zu seinem Rudel gehöre.

Ronnys Toberei ist übrigens so interessant, dass ich sie hier einmal beschreibe. Die Wohnung meiner Eltern ist so gestaltet, dass man bequem eine Runde durch den Flur, das Wohnzimmer, das Esszimmer und die Küche drehen kann. Sämtliche Türen sind immer geöffnet. Wenn Ronny jemanden begrüßt hat, den er mag, wartet er darauf, zu toben. Das merkt man dem kleinen Kerl an seinem Verhalten an. Er schaut auffordernd, wedelt mit dem Schwanz und rennt weg. Um dann wiederzukommen, wenn man seinem Tobespiel nicht folgt und sein Verhalten dann zu wiederholen. Dann muss man sagen "Wo ist der Hund" und dem jetzt "flüchtenden" Hund ein oder zwei Schritte hinterherzugehen. Daraufhin rennt Ronny wie ein wilder in schnellem Spurt durch die Zimmer bis er von der anderen Seite wieder auf einen zukommt. Dann muss man ihn selbst wieder "jagen" und "Wo ist der Hund" (oder ähnliches) rufen, worauf er wieder wie ein wilder abrast und man abwarten muss, ob der Hund von Rechts oder Links ankommt. Manchmal wartet Ronny auch darauf, dass man zu ihm kommt, um dann wieder abzuspurten. Man muss nur Rechtzeitig aufhören, denn sonst kann dieser Tobetrieb auch in richtige Flucht/Angst umschlagen. Das ist aber schon lange nicht mehr geschehen. Und so macht es Spaß zu sehen, wenn sich Ronny am liebsten von zwei oder drei von uns jagen lässt. Dabei werden auch sämtliche Brücken aus dem Weg gefegt, die sich auf dem gefliesten Flurboden meiner Eltern befinden.


Etwas Probleme macht Ronny noch in Bezug auf Stubenreinheit. Am Tag ist er immer sauber, meistens auch in der Nacht. Aber eben nicht immer. Meine Mutter dachte schon, sie haben es geschafft, dann fand sie an einem Tag wieder ein Häufchen in der Wohnung, nachdem Ronny 14 Tage hintereinander sauber war. Bis heute haben wir nicht herausbekommen, woran es liegt, dass er manchmal dann doch noch in die Wohnung macht. Daran, dass er zu wenig spazieren geht, kann es nicht liegen. Er kommt noch mehr raus als seine Vorgänger. Und Nachts vor dem Schlafengehen geht mein Vater mit ihm extra noch einmal spazieren.

Aufgefallen ist uns bei Ronny nur, dass er "spart". Er markiert längst nicht so viel wie unsere anderen Hunde vor ihm. Nachdem es ihm Anfangs passierte, am Ende eines langen Spaziergangs nichts mehr hinterlassen zu können, scheint er tatsächlich bei seiner Markiererei zu sparen. Manchmal läuft er einen halben KM ohne überhaupt einmal sein Bein zu heben. Zudem ist Ronny ein extremer Nasenhund. Seine Nase ist fast nur am Boden. Dabei kann es dann passieren, dass er auch einen anderen Hund übersieht, der eben aus der Gegenrichtung kommt. Das ist für uns lustig und ungewohnt, da die Hunde vor ihm auch immer die Gegend mit den Augen absuchten, denn da gab es auch so viel zu entdecken.

Wie meine Eltern mir erzählten, spielt Ronny jetzt auch mit seinem Kordel-Knoten. Vor dem hatte er, wie auch vor Bällen, am Anfang sehr viel Angst. Wenn ich dabei bin, schnappt er sich aber eher den Kauring. Das ist eine Art Kauknochen aber als 20 cm Ring geformt. Wenn ich Ronny in Aufmunternden Ton dann anspreche, regiert er aber nicht wie seine Vorgänger, die dann noch lieber mit dem Spielzeug spielten. Nein, Ronny schaut mich an und kommt dann zu mir.

Insgesamt hat sich Ronny zu einem sehr verschmusten Familienhund entwickelt, der aber durchaus seinen Sturkopf hat und noch nicht so ganz verstanden hat, dass bei uns die Menschen das Sagen haben. Bei Fremden im Haus ist er nicht mehr ganz so scheu und ängstlich wie am Anfang. Aber außerhalb der Wohnung ist er noch ängstlich, was fremde Menschen angeht. Das hindert ihn aber nicht daran zu versuchen, diese Menschen zu beschnuppern, wenn sie ihn nicht beachten oder ihm den Rücken zudrehen. Ach ja, die Wohnzimmer-Couch meiner Eltern hat Ronny übrigens auch seit ein paar Tagen erobert.


Ich hoffe, dass euch auch dieser Beitrag von Ronny wieder gefallen hat.

Liebe Grüße - Petra

*Das Bild hier zeigt Ronny mit seinem ersten Pansen. Nachdem er herausbekommen hat, dass dieser schmeckt, hat er ihn schnell vertilgt.

Wie immer freue ich mich über jeden Kommentar.

Miara/Petra

Kommentare 5

  • Petra Berns 14. Januar 2004, 8:28

    danke für die lieben Kommentare.
    Ich werde die Streicheleinheiten und das Knuddeln weitergeben.
    Liebe Grüße Petra
  • Kerstin Lührs 13. Januar 2004, 14:23

    Schließe mich der Kerstin an,
    und knuddel für Ronny.
    LG Kerstin
  • Kerstin Kühn 12. Januar 2004, 15:58

    Puh - da hast Du uns aber ganz schön was zu lesen gegeben! Aber es ist sehr interessant.
    Ich dachte am Anfang nicht, dass es so schnell voran geht mit Ronny, aber Deine Eltern scheinen ja echt viel zu investieren GROSSES LOB!
    Gruß
    Kerstin
  • Monika Keller 11. Januar 2004, 21:58

    Ich freue mich, dass es wieder ein Stück aufwärts gegangen ist und Ronny sich langsam zu einem ganz "normalen" Hund entwickelt.
    LG Monika
  • Petra Dindas 11. Januar 2004, 21:52

    .. ich schicke liebe Grüße und ein paar Streicheleinheiten für Ronny...
    und wünsche noch ein schönes Hundeleben... die Petra


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