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KathrinJ


Basic Mitglied, Mainz

Nachts sind alle Falter grau...71

Familie: Lymantriidae (Trägspinner)
Art: Lymantria monacha (Nonne)

Heute möchte ich Euch die schöne Nonne (Lymantria monacha) vorstellen. Wie beim nahe verwandten Schwammspinner (Lymantria dispar) gibt es auch bei dieser Art einen Geschlechtsdimorphismus. Allerdings will ich Euch mit den beiden Bildern nicht dahingehend in die Irre führen, denn abgebildet sind zwei männliche Tiere, wie man an den deutlich gefächerten Fühlern erkennen kann. Die Färbung der Weibchen entspricht etwa derjenigen des hellen Männchens. Insgesamt sind die Mädels aber etwas größer und die Flügel etwas gestreckter. Mit ihrer kontrastreichen schwarzen Linienzeichnung auf dem hellen Grund sind die Nonnen unverwechselbar (englischer Name "Black Arches" - schwarze Bögen). Lediglich die dunklen Exemplare der Männchen können mit denen der Schwammspinnermännchen verwechselt werden. Wenn man genau hinschaut, sieht man aber auch bei diesen Farbformen eine deutlich ausgeprägtere Zeichnung. Auf dem Abdomen tragen die Tiere häufig eine leichte Pinkfärbung, die allerdings meist von den Flügeln verdeckt wird.
Die Flügelspannweite beträgt 30 bis 50mm.

Die Tiere fliegen in einer Generation von Juli bis September in Laub- und Mischwaldgebieten, aber auch in reinen Nadelwäldern und in Parkanlagen. Ihre Nahrung ist vielgestaltig und beinhaltet Fichten, Kiefern, Tannen, Stieleichen und Rotbuchen, sowie Apfelbäume und sogar krautige Pflanzen wie Heidelbeeren.
Nach der Paarung werden die Eier einzeln oder paarweise in Rindenritzen oder an Zweigen der Nahrungspflanze abgelegt. Erst im April des nächsten Jahres schlüpfen die Raupen aus den Eiern, in denen sie den Winter als Eiraupe verbracht haben. Die jungen Raupen sind mit langen Haaren ausgestattet und können manchmal durch Windströme in andere Gebiete verfrachtet werden. Im ausgewachsenen Zustand erreichen die Raupen eine Körperlänge von bis zu 40mm. Ihr Grundfärbung reicht von weiß-grau bis grüngrau. Über den Rücken streckt sich ein dunkles segmentweise eingebuchtetes Band, das knapp hinter der Körpermitte unterbrochen ist. Aus den unauffällig roten oder blauen Warzen entspringen lange Borsten.
Anfang Juli verpuppen sich die Raupen in einem leichten Kokon in Rindenritzen. Ab Mitte Juli schlüpfen dann die Falter.
V.a. die männlichen Tiere kommen gerne ans Licht.
Die Nonne neigt unter günstigen Bedingungen zur Massenvermehrung und kann so v.a. in Monokulturen Schäden anrichten. Ihrem zahlreichen Auftreten verdankt sie auch ihren deutschen bzw. den gleichbedeutenden lateinischen Namen (monacha).
Sie ist bisher in keinem Bundesland gefährdet.

Wer in dieser kalten Jahreszeit wieder mal ein bißchen Farbe nötig hat, der kann bei Monty vorbeischauen:

Nachts sind alle Falter grau...70
Nachts sind alle Falter grau...70
Monty Erselius



Alles Liebe, Kathrin

Kommentare 3

  • Wolfgang Hock 23. Februar 2011, 19:25

    Hallo Kathrin,
    eine tolle Zusammenstellung dieser beiden Formen, gefällt mir.
    Viele Grüße
    Wolfgang
  • Monty Erselius 23. Februar 2011, 18:35

    Hey Kathrin,
    wieder eine sehr schöne Präsentation mit interessanten Informationen. Die Idee mit den 2 Bildern finde ich klasse, allerdings hätte ich die Bilder vertauscht, aber das ist nur meine Sichtweise.
    Fein gemacht:-)
    Alles Liebe, Monty
  • Werner Bartsch 23. Februar 2011, 18:34

    ein hübscher nachtfalter, der früher einmal zu den ärgsten "schädlingen" in nadelforsten zählte.
    du zeigst hier schön die variationen.
    lg. werner