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Was ist neu?

Monty Erselius


Pro Mitglied, dem Bauch meiner Mutti

Nachts sind alle Falter grau...62

Familie: Noctuidae (Eulenfalter)
Unterfamilie: Hadeninae
Art: Dreizack-Graseule(Cerapteryx graminis)

Nach den zwei interessanten und seltenen Spannern, möchte ich Euch mal wieder eine Eule präsentieren. Es handelt sich um die Dreizack-Graseule(Cerapteryx graminis). Der deutsche Namen bezieht sich auf die wirklich markante Flügelzeichnung und ich finde die englische Bezeichnung Antler Moth, antler = Geweihstange sogar noch treffender. Der wissenschaftliche Name bezieht sich mit Cerapteryx (aus dem Griechischen) =Hornflügel ebenfalls darauf, während graminis von gramen=Gras, Grasstengel, Wiese sicher einen Hinweis auf die Raupennahrungspflanzen gibt.
Der mit über 30mm Flügelspannweite schon mittelgroße Nachtfalter hat ein riesiges Verbreitungsgebiet. Man kann ihn von Nordspanien, über Europa und weite Teile Skandinaviens, bis in die Mongolei antreffen.
Hier bei uns bevorzugt er feuchte Wald- und Moorwiesen, Flachmoore, Alpweiden aller Art, aber auch Magerrasen und relativ trockene Habitate.
Die Dreizack-Graseule fliegt in einer Generation von Mitte Juli bis September. Auch wenn es sich um einen Nachtfalter handelt, kann man die Falter manchmal auch tagsüber an Distelblüten beobachten, welche die hübsche Eule scheinbar sehr anziehend findet.
Die Weibchen werfen die Eier einfach im niedrigen Flug über Grasland ab. Dort liegen die Eier von August oder September bis in den März des folgenden Jahres.
Die Raupen sind bei den Grasarten nicht sehr wählerisch. Borst-und Pfeifengras wird ebenso gefressen wie andere grobe Gräser und sogar Binsen.
Die Raupen kommen manchmal zahlreich vor und sind auch gute Fresser. Sie fressen am Tage und in der Nacht. In der Literatur fand ich den Hinweis:"Sie können so zahlreich auftreten, dass sie in regelrechten Heerscharen übers Grasland ziehen und ganze Weiden zerstören".
Ich habe allerdings noch nie verbürgt davon gehört und es auch noch nie erlebt. Spätestens im Juni erfolgt die Verpuppung in einem Erdkokon unter Steinen oder zwischen Graswurzeln. Die neue Faltergeneration schlüpft dann im Juli und August.
Cerapteryx graminis ist glücklicherweise in noch keinem Bundesland gefährdet, aber durch den Rückgang extensiver Weideflächen gehen immer mehr geeignete Lebensräume verloren.

Wer ein paar Tips zur Unterscheidung von zwei sehr ähnlichen Spannern möchte, sollte mal bei Kathrin vorbeischauen.

Nachts sind alle Falter grau...61
Nachts sind alle Falter grau...61
KathrinJ


Schönen Sonntag und kommt gut in die neue Woche:-)

Kommentare 6