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Werner Braun


Pro Mitglied, Wien

Moslemische Frauen

Anti-Israel-Demonstration der islamischen Glaubensgemeinschaft in Wien

Canon EOS 20D
Sigma 70 - 300 DG APO MACRO
Belichtungszeit: 1/500 sec.
Blende: 8
ISO: 400
Brennweite: 190 mm

Kommentare 8

  • Werner Braun 30. August 2006, 15:12

    @Sanne: Danke! Es waren auch Männer in der Demonstration, aber die Frauen waren eindeutig in der Überzahl. Es lief tatsächlich alles sehr friedlich ab. Es gab auch keine feindselige Interaktion zwischen Passanten und Demonstranten, obwohl es natürlich auch in Wien eine jüdische Gemeinde gibt. Ich weiß es zwar nicht, aber ich denke, dass sich auch deren Mitglieder nicht alle mit der israelischen Außenpolitik identifizieren. Schmerzhaft waren für mich die skandierten Intifada-Rufe innerhalb der Demonstration als ein Zeichen dafür wie Aggression Gegenaggression erzeugt - und um wieviel es leichter ist, in diesen Teufelskreis zu geraten, als wieder daraus herauszukommen. Es ging bei der Demonstration zwar auch gegen die israelischen Angriffe auf den Libanon, aber im Zentrum der Kundgebung stand eher die Situation der Palästinenser.
    @Herbert: Danke und gratuliere: Du hast ja tatsächlich die Chancen der Interpretationsfreiheit entdeckt und machst ein Auswahlbild für Männer daraus. Natürlich kannst du Dir jede beliebige aussuchen. Ob Du sie bekommst, steht auf einem anderen Blatt ;-)
    Für mich ist dieses Foto unter anderem die Korrektur eines Bildes, das ich von einer moslemischen Frau hatte - und das eindeutig (wie mir nach der Korrektur klar wird), ein Vorurteil war, obwohl ich vorher einen solchen Vorwurf auch mit Überzeugung zurückgewiesen hätte. Das Bild von einem unselbständigen, abhängigen und zurückhaltenden Geschöpf hat allerdings schon einige Monate vorher zu bröckeln begonnen, als ich in Bosnien eine Begegnung und eine kurze, aber angeregte Konversation mit einer alleinreisenden jungen türkischen Frau (auch Kopftuchträgerin) hatte, die mich durch ihr selbstbewusstes Auftreten und durch ihre demonstrative Unabhängigkeit beeindruckt hatte. Ich wäre nicht so beeindruckt gewesen bei einer Frau westlicher Herkunft, weil dieses Auftreten auch meinen Erwartungen entsprochen hätte. Da ich es von einer Kopftuchträgerin nicht erwartet hätte, zeigt mir, dass ich offenbar tatsächlich dieser Menschengruppe gegenüber mit einem Vorurteil belastet war. Dass ich nun Vertreterinnen dieser Gruppe ohne männliche Begleitung in einer öffentlichen Demonstration erlebe, lässt mich nun mein Bild vollends korrigieren. Natürlich ist dabei nicht zu übersehen, dass die Teilnahme an einer Demonstration auch von einem Herdenverhalten bestimmt sein kann. Das ist aber nicht der Punkt.
    Ich habe jedenfalls in Hinblick auf die Korrektur meines Vorurteils unter einer Menge von Bildern, die ich von der Demonstration gemacht habe, eines ausgewählt, das nur Frauen und nur Kopftuchträgerinnen zeigt.
    @Birgit: Danke! Was das Vermummungsverbot betrifft, so hat es das - glaube ich - bei uns nie gegeben. Ob es sich aber auch in Deutschland sogar auf das Tragen von Sonnenbrillen erstreckt, weiß ich jetzt nicht. Dann käme es mir aber fast übertrieben restriktiv vor.
    Die Türken haben uns 1683 den Kaffee gebracht - allerdings mit ganz anderen Absichten. Dass diese mit polnischer Hilfe vereitelt wurden, hatte unter anderem zur Folge, dass sie (damals) nicht bis Hamburg gekommen sind. Daraus Rückschlüsse auf den Geschmack des Kaffees in Hamburg und in Wien zu ziehen, ist natürlich nicht zulässig. Auch das ist ein Vorurteil - das abzulegen ich schon früher Gelegenheit hatte.
    @Robert: Danke! Mir war das Uniformiertsein nicht so ganz bewusst - obwohl es das eigentlich sollte, nach dem, was ich eben Herbert geantwortet habe. In Bezug auf die Wirkung von SW bin ich ganz Deiner Meinung, nicht aber was das Hervorragen in technischer Hinsicht betrifft. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem wirklich zufriedenstellenden SW-Prozess.
    @Rudi: Danke! Natürlich sind in Österreich auch anti-israelische Demonstrationen möglich - und in Deutschland sicher auch. Es scheint aber (im Allgemeinen), dass in Deutschland oft die Emotionen schwerer zu kontrollieren sind (siehe die Anmerkung von Sanne), während wir ja - angeblich - für unsere Gemütlichkeit berühmt sind, die sich auch in Anti-Israel-Demonstrationen nicht ganz ablegen lässt. (Ist nicht ganz ernst gemeint.)
    Niki: Danke vielmals! Auch Du kannst Dir gerne eine aussuchen - ansonsten gilt das, was ich schon Herbert gesagt habe ;-)

    lg Werner
  • Nicolae Donat 30. August 2006, 8:54

    ..sind sehr hübsche frauen und das bild ist auch ein schönes street und vielleicht mehr dokubild (aufgrund des transparentes im hintergrund)
    lg n.
  • Rudolf Kasper 30. August 2006, 2:44

    Hervorragendes Foto zum brisanten Thema.
    Wenn in Deutschland oder Oesterreich Antiisraelitische Demonstrationen moeglich sind, dann ist das fuer mich ein Zeichen von Demokratie.
    lg rudi
  • Robery von Pongowe 29. August 2006, 19:26

    Das technisch hervorragend angelegte SW betont sehr zweckmäßig das Uniformiertsein der dargestellten Personen. In Farbe würde man durch die Buntheit vermutlich viel zu stark von der zentralen Bildaussage abgelenkt.
  • Birgit A. 29. August 2006, 18:41

    Es ist schwer für mich, hier die richtigen Worte zu finden. Froh bin ich darüber, in einem Land mit Meinungsfreiheit zu leben. Ich bin auch davon überzeugt, dass es richtig ist, wenn jeder hier friedlich demonstrieren darf, ob mit oder ohne Kopftuch. Etwas zwiespältige Gedanken habe ich zu den großen Sonnenbrillen zusammen mit dem Kopftuch. Soweit ich mich erinnern kann, gab es vor einiger Zeit harte Sanktionen zum Stichwort "Vermummungsverbot"...

    Diese Szene regt jedenfalls zum Nachdenken an, und meine Gedanken gehen nicht in die Richtung, welcher Türke mir den Kaffee gebracht hat
    :) b.

    PS:
    @Herbert,
    danke für Deine FM. Ich war jetzt aber auf dem völlig falschen Dampfer. Sorry, an die Türkenbelagerungen habe ich gar nicht gedacht. Ich war wohl zu sehr mit dem aktuellen Geschehen beschäftigt
  • Herbert Schueppel 29. August 2006, 18:12

    Hast Du die beiden Frauen am linken und rechten Rand gefragt, ob Du ihre Gesichter abschneiden darfst? ;-)))) *duckaberdableib*

    Früher brachten uns die Türken den Kaffee, jetzt demonstrieren Moslem-Frauen vor Starbucks-Sonnenschirmen. Für mich immer wieder bedrückend, wie gutaussehende Frauen wie die auf der linken Seite ihre Schönheit verbergen müssen - wobei: die links im Vordergrund macht einen recht schicken Eindruck.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Du das ausdrücken wolltest, was mich hier anspricht und ich hier ausspreche, für mich ist das aber eine feine Doku.
    lg Herbert
  • savennas 29. August 2006, 18:03

    schwieriges thema, man hat fast angst was falsches zu schreiben, so emotionsbeladen wie es ist.
    habe vor einiger zeit mal eine anti-israelische demo in düsseldorf erlebt und fand es unglaublich, dass solche hasstiraden (die gab es da) auf deutschen straßen unter polizeischutz möglich sind.
    dein foto vermittelt im großen und ganzen eine relativ friedliche stimmung, zumal nur frauen zu sehen sind (dürfen sie nicht gemeinsam mit den männern?)...
    technisch gut gemacht, das starbucks-logo dezent im hintergrund ist raffiniert.
    lg sanne
  • Werner Braun 29. August 2006, 17:17

    @Norbert:
    Schade, dass das alles ist, was Dich an dem Bild interessiert. Aber um Deine Frage zu beantworten: Nein!

    lg Werner