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Montecassino

Benedikt von Nursia gründete an der Stelle einer früheren römischen Befestigungsanlage (Municipium von Casinum) das erste Kloster des nach ihm benannten Benediktinerordens im Jahr 529, welcher vor allen anderen die Christianisierung in Europa förderte.

Nach der Zerstörung des Klosters durch die Langobarden im Jahre 577 erhielt Petronax von Brescia im Jahr 717 durch Papst Gregor II. den Auftrag zum Wiederaufbau.

Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten besuchten im Anschluss das Kloster, unter anderem die sächsischen Mönche Willibald und Sturmius. Karl der Große weilte 787 in Montecassino und stattete das Kloster mit umfangreichen Privilegien aus, vielleicht, weil sein Onkel Karlmann hier beigesetzt war.

Das Kloster wurde 883 von muslimischen Truppen, von den Europäern Sarazenen genannt, ausgeplündert und in Brand gesteckt, doch bereits im 10. Jahrhundert und 11. Jahrhundert kam es wieder zu politischer und geistlicher Blüte.

Die Äbte und späteren Päpste Friedrich von Lothringen und Desiderius ließen das Kloster prächtig ausbauen, und die nahe gelegene Schule von Salerno erlangte unter der Schirmherrschaft der Benediktiner einen hervorragenden Ruf als medizinische Ausbildungsstätte. Während der Amtszeit des Desiderius füllte sich die Bibliothek des Klosters zudem mit Handschriften, die mit Miniaturen ausgeschmückt waren, mit Mosaiken, Emailmalereien und Goldarbeiten orientalischer Prägung.

Im Jahre 1349 wurde das Kloster durch ein Erdbeben zum dritten Mal fast völlig zerstört. Während des nachfolgenden Wiederaufbaus wurden verschiedene Ergänzungen und Verschönerungen im Stil der Renaissance und des Barock vorgenommen, die dem Kloster sein stattliches Aussehen verliehen, das es bis zum 15. Februar 1944 beibehalten hat.

In der Endphase des Zweiten Weltkrieges war Montecassino Zufluchtsort für Zivilpersonen. Trotz gegenteiliger Versicherungen seitens der Wehrmacht und des Vatikans befürchteten die Alliierten, dass sich aufgrund der militärisch günstigen Lage deutsche Soldaten im Kloster aufhalten könnten. Die deutsche Seite gab Anweisung, sich keinesfalls der Anlage zu nähern, und tat dies über unverschlüsselte Funksprüche auch kund. Andere Quellen berichteten hingegen, in dem Kloster seien deutsche Soldaten gesehen worden. Die Alliierten führten am 15. Februar 1944 einen massiven, dreistündigen Bombenangriff auf das Kloster durch, wobei 250 verbliebene Flüchtlinge und Mönche den Tod fanden. Mit Ausnahme der Krypta wurde das Kloster an diesem Tag bis auf die Grundmauern zerstört.

Nach der Bombardierung rückte die deutsche Wehrmacht in die Ruinen ein und besetzte sie für die Dauer mehrerer Monate. Es folgte eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs, die Schlacht um Monte Cassino.

Der Vatikan erklärte später, vor der Bombardierung hätten sich weder deutsche Soldaten noch Kriegsgerät im Kloster befunden. Der Wehrmachts-Oberstleutnant Julius Schlegel hat, als sich die Front näherte, die Kunstschätze des Klosters Montecassino auf 100 Armeelastwagen verladen lassen und in die Engelsburg nach Rom evakuiert. Der Wiederaufbau des Klosters war nicht zuletzt deshalb möglich, weil Julius Schlegel auch alle Baupläne rettete. Nach 1945 wurde die Abtei mit Hilfe des italienischen Staates in zehn Jahren nach den ursprünglichen Bauplänen wiederaufgebaut, dem Leitsatz des Abtes Ildefonso Rea „Wo es stand und wie es war“ folgend.
-aus Wikipedia-

Oktober 2011

Kommentare 3

  • Brückner Andreas 16. Februar 2012, 23:42

    Ja, die Erklärung ist gut. Fein, dass sie dabei steht.
    Dein Bild gefällt mir sehr gut.Ist bestimmt schwierig es komplett in ein Bild zu fassen,aber der Bildaufbau ist hervorragend.

    Zu den letzten drei Abschnitten kann ich vielleicht dazufügen, dass die Aussagen der Wehrmacht und des Vatikans absolut korrekt waren. Ich hatte bis vor zwei Jahren einen Zeugen in der Familie. Mein Großvater hatte in den Hängen des Klosters Monte Cassino sowas von ......... na ja, ist ja alles bekannt und zum Glück vorbei. Er hatte diesen Ort kurz vor seinem Tod noch einmal als Tourist besucht und war sowas von glücklich, dass es wieder so schön aufgebaut wurde. Er hat mir vieles über die Zeit dort erzählt.

    Das Bild gefällt.

    lG

    Andreas Brückner
  • hering hannelore 17. November 2011, 14:30

    liebe heidi, es ist ja nicht nur die sehr schöne aufnahme, sondern auch die erklärung ist sehr interessant... wieder ein bisschen gelernt...
    ich wünsche dir einen schönen tag, hier bei sonnenschein... liebe grüße hanne
  • Vitória Castelo Santos 16. November 2011, 22:40

    Sehr schön eine gute Aufnahme
    LG Vitoria

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