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Pro Mitglied, Dormagen

" Moderne SAN"

Die San heute

Gab es vor 2000 Jahren noch etwa 300.000 bis 400.000 San, so sind es heute im gesamten südlichen Afrika noch etwa 100.000. In Botswana (49.000), Namibia (38.000), Südafrika (4500), Angola (6000), Sambia (1600) und Simbabwe (1200) sind sie nur noch eine Minderheit. Ein Großteil ist auf Farmen als Arbeiter angestellt. Nur wenige leben heute noch auf traditionelle Art und Weise. Avgeropoulos nennt wesentlich niedrigere Zahlen.

Roy Sesana, der in seiner Sprache eigentlich Tobee Tcori heißt, wurde 2005 der Right Livelihood Award für seinen Einsatz zum Schutz der Rechte und der Lebensweise der San verliehen. Ein wichtiges Rückzugsgebiet für San, deren Kultur und Rechte durch Zwangsmaßnahmen bedroht sind, ist die Kalahari mit dem Central Kalahari Game Reserve.

Alkoholismus wird als besonderes Problem genannt, das zum Verlust eigener Lebensweisen beiträgt. Die San können möglicherweise Alkohol nicht dehydrogenieren. Schlechte Lebensbedingungen, Vertreibung und Verletzung ihrer Rechte trägt weiter zur Verbreitung gesundheitlicher Probleme bei. Auch die Vertreibung von ihrem Land ist im gesamten südlichen Afrika ein Problem, wodurch die Lage der Indigenen weiter verschlechtert wird. Bekannt ist hier vor allem der Konflikt rund um das Central Kalahari Game Reserve, das 1961 als Schutzgebiet für das Volk und für Wildtiere gegründet wurde. In den 1980ern fand man in dem Gebiet jedoch Diamanten, und die San wurden mehrmals von der botswanischen Regierung aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. 2006 bekamen sie vor Gericht das Recht, ihr Land wieder besiedeln zu dürfen und wieder offiziell jagen zu dürfen. Doch während Touristen uneingeschränkt Jagdlizenzen für das Gebiet bekommen, wurden den San viele Lizenzen verwehrt und erst 2011 der Bau eines Brunnens zugestanden.

In einem Ombili-Schule-Projekt vermittelt eine Stiftung Schulisches Wissen an San-Kinder. Von diesen wird aber parallel dazu über eine Entfremdung zur ursprünglichen Lebensweise berichtet. Sie kehren nach der Internatszeit als „Besitzer des Schattens“ in ihre Dörfer zurück. Damit wird gemeint, dass sie ohne Antrieb herumsitzen. Wegen Mangels an entsprechendem Lehrpersonal gibt es in der Schule keinen Muttersprachenunterricht. Ort des Projekts ist die Farm Hedwigslust in Namibia. Auch eine Rinderzucht ist dort im Aufbau. Diese Farm wurde von deutschen Hilfsorganisationen (z. B. Lions Mosbach) aufgekauft und der Ombili-Stiftung gespendet. Damit stehen den rund 400 auf Ombili angesiedelten San etwa 3000 Hektar Land für die Landwirtschaft zur Verfügung.

Kommentare 1

  • cathy Blatt 18. April 2014, 16:33

    Es ist eine Tragödie mit den San, es fliesst soviel Geld von auswärtigen "Donors" ins Land aber sehr wenig fuer die San dabei sind sie die urspruenglichen Einwohner Namibias. Dazu kommt noch dass sie als Spurenleser fuer die damalige South African Defence Force fungieren mussten und ziemlich viele wurden dann nach Sued Afrika bei Upington in ein Kamp mit ganz begrenzten Moeglichkeiten umgesiedelt um sie zu schuetzen.Ganz schlimm! cathy

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Kategorie Reise
Ordner Namibia
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Kamera Canon PowerShot G9
Objektiv 7.4-44.4 mm
Blende 4
Belichtungszeit 1/125
Brennweite 7.4 mm
ISO 80