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Was ist neu?

Uwe Thon


Pro Mitglied, Kassel

[ michelin vergibt ersten gastrostern in molwanien ]

auch im ehemals wilden osten des europäischen kontinents, ziehen langsam zivilisation und dekadenz ein. und während bislang die molwanische küche eher durch deftig-derbe rezepte aufgefallen war, die sich hauptsächlich daran orientierten, was man tagszuvor überfahren hatte oder noch so im garten rumstand, hat der junge kreative küchenmeister pavlov bocuski in seinem neuen restaurant *auto bar manina* nicht direkt mit dieser tradition gebrochen, sie aber neu interpretiert.
in dem modern und zweckmäßig eingerichteten etablissement, in einer durchaus ansehnlichen park-anlage an der nördlichen ausfallstrasse von lutenblag gelegen, kreiert der jungkoch, der nach 39 wanderjahren als küchenhilfe in bulgarien, aserbeidschan und england in seine heimat zurückfand (dank einer abschiebeanweisung der englischen polizei wg. illegalem handel mit knoblauchschnaps), durchaus interessante menues.
in einer amalgamierung molwanischer tradition und einflüssen aus dem orient und okzident schafft es bocuski es immer wieder, den geneigten gourmet zu überraschen.
als vorspeisen (wie alle gerichte auf geschmackvollen und teilweise auch gespülten papptellern angerichtet), findet man zum beispiel zirrhotische hühnerleberpaste mit knoblauchschnapssauce (umg. 1,15€), sushi vom waller aus dem absetzbecken des nahegelegenem atomkraftwerkes (1,15€), knoblauchschnapsgebeiztes filet vom frisch gefunden igel und salat aus knoblauchzehen und frühlingszwiebeln mit knoblauchschnapsjusse.
die hauptgerichte zeichnen sich zwar durch eine gewisse fleischlastigkeit aus, haben aber durch ihre gehaltvollen beilagen immer einen ausreichenden sättigungswert.
der grillteller #1 (2,65€) mit tranchen vom dalmatiener und hauskatze (knoblauchschnapssause auf wunsch extrascharf) wird mit einem salat aus kartoffelschalen und weisskohlstrünken serviert, der durch seine marinade aus knoblauchschnaps und methanol eine feinwürzige note erhält, aber wegen der erblindungsgefahr nur in geringen mengen genossen werden sollte.
der grillteller #2 (ochenschwanzfilet und nacktschnecken gegrillt) wird am tisch mit knoblauchschnaps flambiert, hat eine knusprige konsistenz und kostet 2.75€.
das zum nachtisch angebotene parfait aus knoblauchschnaps und gekochten apfelgripsen rundet das hochwertige menue ab.
zusammen mit zwei guten rot-und weissweinen, die aus dem tetrapack dekantiert nie auch nur einen hauch von kork haben und einer reichhaltigen auswahl an frisch gebrannten knoblauchschäpsen, lässt sich hier auf hohem niveau speisen, auch in der sicherheit, dass es bis zur lutenblagschen poliklinik nur knappe 2 fussminuten sind.

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