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„Menschenzoo“

„Menschenzoo“

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„Menschenzoo“

Danke an Freistil für den Vorschlag in die Galerie

eigentlich wollte ich nicht fotografieren, aber ein paar mädchen und frauen kamen zu mir und wollten, dass ich sie fotografiere...ich war mit dem moped unterwegs und war dann alleine und konnte mich dann noch ein bisschen mit den leuten "unterhalten".

nicht besonders schön wie sie behandelt werden wenn sie sich nicht ausstellen dann bekommen sie gar kein geld mehr.
also ist man im zwiespalt ob man sie besuchen sollte oder nicht.
aber lieber dort einen schal den sie weben direkt etwas teuerer kaufen als auf dem nachtmarkt das geld gehört ihnen.

Seit langem lebt die thailändische Tourismusindustrie unter anderem davon, die Bergstämme im Norden des Landes als „kulturell intakt“ zu vermarkten. Werbebroschüren gaukeln vor, eine Trekking-Tour veranschauliche die traditionelle Lebensweise dieser Völker. – Mit dem Argument, Touristen-Dollars würden zur Erhaltung der alten Kulturen beitragen, wird seit Jahrzehnten Kasse gemacht. Die Realität sieht anders aus: Der vermeintliche Einblick in „archaische“ Welten samt indigener Musik- und Tanzdarbietungen ist eine kafkaeske Show. Heute werden die Bewohner der Bergdörfer rechtzeitig per Mobiltelefon informiert, wenn eine Touristengruppe im Anmarsch ist und Umkleiden ansteht.[17] Das Geschäft mit den Padaung-Freilichtmuseen ist eine Weiterentwicklung dieses Konzepts. Acht Schaudörfer sollen mittlerweile in Betrieb sein, das jüngste wurde im Mai 2008 beim Badeort Pattaya im Süden des Landes eröffnet,[14] rund 90 Flugminuten vom einstigen Pilotprojekt im bergigen Norden entfernt. Lange fügten sich die Padaung ohne Wenn und Aber den vorgegebenen Regeln und spielten „Eingeborene“, zumal es ihnen in materieller Hinsicht immer noch besser erging als den rund 140.000 Burmesen, die in UN-Flüchtlingscamps unterkamen. Der Neid blieb nicht aus: Manche Campbewohner, aber auch Thais, betrachten die Padaung als arbeitscheue Schmarotzer, die nur davon leben, sich begaffen lassen. Vergleichsweise spät regte sich anderweitig Kritik: Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Thailand kritisierten 2008 die Schaudörfer öffentlich als „Menschenzoos“. Neuseeland und andere Staaten hatten den Padaung Asyl angeboten, doch die thailändische Regierung winkte ab: Sie verweigerte ihnen die Ausreise – mit dem Hinweis auf Gleichbehandlung aller Flüchtlinge.[14] (wikipedia)

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