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Insulaire


Pro Mitglied, Ile de Ré

Mein Nonsens-Schwein ... 1. Teil

... oder: was einem beim Schweinebraten-Braten so einfällt ...

Im Septembersonnenschein
sitzt ein fettes rosa Schwein
ganz verlassen und allein
still auf einem hooohen Stein.
Trän' um Tränchen von dem Schwein
tropft und fließet auf den Stein.
"Schwein, sag an, wie kann es sein,
dass du heulst im Sonnenschein?"

"Ach, ich dummes fettes Schwein!
Gar so hoch ist dieser Stein.
Weiß nicht, wie ich hochgeklommen",
schluchzt die rosa Sau benommen.
"Kann nicht mehr hinunterkommen.
"Könnt ich Flügel mir verleih'n,
säß ich nicht auf diesem Stein."

Schweinetränen fließen munter
von dem Stein ins Tal hinunter.
Und dort lauert schon der Schlachter,
wetzt das Messer, dabei lacht er.
Doch das Schwein, das lange sitzet,
in der Sonne Fettes schwitzet,
wird erst dünn, dann immer dünner,
bald nur noch ein Schweine-Schimmer.

Kommt ein Engelschwein geflogen
(glaubt es mir, - ist nicht gelogen!),
greift, und macht da keine Faxen,
unsre Sau an ihren laxen
rosafarbnen Vorderhaxen,
fliegt mit ihr ins Himmelsmeer.
Schweinebraten - gibt's nicht mehr.

Schweinchen sitzt auf Wolkenflocken.
Grunzend hört man es frohlocken.
Voll sind all die Himmelströge,
und die Sau wird fett und träge.
Rosa schwellen Bauch und Nacken,
füllen sich die Hinterbacken.
Auf der ganzen Milchstraß'runde
geht vom fetten Schwein die Kunde.

"Schweinderl-Schweinderl!", hört man's raunen
bald durch alle Wolkendaunen,
"Achte auf die Schweineschwarten,
deine rosa-fetten-zarten!" ...
Mit gezückten Messern wartend
steh'n die Englein schon bereit.
Bald --- ist Schweinebratenzeit.

Kommentare 10

  • Bruni13 10. September 2012, 22:09

    Eine klasse Fotoarbeit.
    Das Gedicht bringt mich zum Schmunzeln.
    LG Bruni
  • Manno San 9. September 2012, 14:38

    Durch die Wolken und die Perspektive hat das Foto etwas Theatralisches.
    LG
  • Rosenzweig Toni 8. September 2012, 22:47

    Liebe Insu
    Gedicht und Bildaufbau sind Dir super gelungen.
    Liebe Grüße aus Deiner alten Heimat
    Toni
  • Hellmut Hubmann 7. September 2012, 15:30

    Ein sommerliches Blatt hält sich mit dem Messer die Waage.
    Bei den Mädels wäre das Blatt gefallen.Sind sie uns einen Herbst voraus?
    Gedanken zwischen Schweinebraten, (Un)Gleichheiten und Jahreszeiten und dem kleinen Unterschied in der Kunst und im Leben.
    LG
    Hellmut
  • manfred.art 7. September 2012, 15:10

    ja, wirklich.. herzerfrischend, du hast es geschafft, mal richtig wieder lac hen!! deine arbeit, chapeau!! glg manfred
  • Raymond M. 7. September 2012, 13:30

    Adonis steht auf seinem Stein
    und grault verliebt sein rosa Schwein.
    Den Braten hat's noch nicht gerochen:
    - - - dass es demnächst wird abgestochen.

    Pegasuesse Grüsse zum we, ray
  • Axel Hoffmann (ogaxx) 7. September 2012, 10:46

    Köstlich - das Gedicht und sicher auch das Schwein

    LG Axel
  • Susi Karl 6. September 2012, 20:29

    Klasse Aufnahme und super Bea.
    Die Statue selbst find ich ja schon ein wenig graußig..aber so ist das eben mit diesen "Dingern"
    Tolles Bild!
    LG Susi
  • Joachim Haak 6. September 2012, 19:41

    dies' Gedicht muss erst mal sacken,
    auch bei mir schwillt Bauch und Nacken.
    LG Jo
  • H. Helmut Möller 6. September 2012, 19:35

    Ein fazinierendes Bild - sehr gut der Aufbau. Gefällt mir gut.

    lg

    helmut