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gefi 59


Free Mitglied, Crossen/Elster

Majestätischer Anblick

Ein farbiger Vogel, wie der Eisvogel oder Bienenfresser erregen beim fc Betrachter mehr Aufmerksamkeit als ein Rabe. Einen Raben zu fotografieren bedarf jedoch mehr Geduld und Geschick.
Ein Mäusebussard setzt sich, nach dem er den Futterplatz 1/2 bis 2 Stunden beobachtet hat, an bzw. auf das ausgelegte Futter. Wenn er zu kröpfen begonnen hat, dann können sie sich ruhig einmal ungeschickt benehmen, dass verzeiht er ihnen. Ich habe gehustet, gepfiffen bzw. telefoniert (Mittagessen abbestellt) ohne dass sie aufflogen
Bei den Raben ist es viel schwieriger einen vor die Linse zu bekommen. Hat ein Rabe das Futter ausgemacht, setzt er sich auf einen Baum in 100 bis 200m Entfernung und beginnt zu rufen. Es dauert nicht lange, dann kommen mehrere angeflogen und dann rufen sie im Chor. Ich habe den Eindruck, dass sie beraten - fliegen wir zum Futter oder nicht? Meist entscheiden sie sich für das Nicht. Wagt es ja einer zum Futter zu kommen, dann verscheucht schon der geringste Wackler an der Kamera nicht nur ihn, sondern auch alle anderen Raben die sich im Umfeld aufhielten. Meist kommen sie nicht mehr wieder! Ich habe es auch mit zwei Lockkrähen (Plastkrähe) versucht. Sicher bin ich nicht, dass es mir viel geholfen hat. Waren sie eingefallen, dann haben sie ohne Scheu meine Plastkrähen aus unmittelbarer Nähe begutachtet und sich danach nicht mehr um sie bekümmert.
Haben sie dann die Raben an der Stelle, wo es für sie günstig ist, dann geht es weiter. Bei stark bedeckten Himmel lohnt es sich kaum Aufnahmen anzufertigen. Sie erreichen meist nur Scherenschittaufnahmen. Haben sie Sonne, dann müssen sie so lange warten bis sich das Licht im Gefieder reflektiert und dies ist selten. Haben sie dann die Kamera auf den Vogel gerichtet, stellt meist der Autofokus ihrer Kamera nicht scharf, da er keine strukturierte Fläche findet, sondern nur schwarz. Raben im Schnee ergeben einen starken Kontrast. Dann helfen nur Probeaufnahmen.
Bei meinen Aufnahmen halfen mir die Bussarde. Wenn sie sich gesetzt hatten kamen meist auch die Raben. Dies kann aber bis zu drei Stunden dauern. Sehr scheu blieben sie dennoch! Was einen Bussard nicht stört, veranlasst einen Raben zur sofortigen Flucht. So ähnlich verhalten sich auch die Elstern. Ich habe gehofft, in der Vogelfotografieliteratur Hilfe und Anregung zu erhalten, es hat leider nicht geklappt.
Es ist interessant wenn sich die Raben dem Futter nähern. Nach einigen Trippelschritten fliegen sie bis zu drei Meter hoch, um anschließend an der gleichen Stelle wieder zu landen. Ihnen ist eine große Unruhe anzumerken. So nähern sie sich Schritt für Schritt dem Futter. Es passierte auch , dass sie den Bussard an den Schwanzfedern zupfen. Dem Futter nähern sie sich fast nur kriechend, um aus dieser Position bei Gefahr schnell auffliegen zu können.
Meine Aufnahmeentfernungen schwankten zwischen 8 und 20m.
Ich habe mir seit ca. 5 Jahren gewünscht, brauchbare Fotos von Raben anzufertigen, ich denke es ist mir gelungen. Dafür habe ich allein in diesem Jahr ca. 50 Stunden bei Frost, Wind, Regen und Schnee im Tarnzelt verbracht.

Kommentare 3

  • Günther Metzinger 21. März 2013, 16:29

    Sehr schönes Porträt dieses intelligenten Vogels. Nicht so ganz einfach sind ja auch die Abstufungen im Schwarz zu bekommen und den Kontrast gegen das Weiss zu bewältigen. Da es bei uns keine Raben gibt, werde ich Deine Geduld nicht entwickeln müssen, aber Rabenkrähen, Elstern und Dohlen (bei uns mit immer größeren Populationen) verhalten sich ähnlich.
    VG Günther M
  • Ellen Hardenacke 21. März 2013, 13:50

    Die 50 Stunden im Tarnzelt haben sich gelohnt. Glückwunsch - ein ganz tolles Rabenfoto ist dir gelungen! Gruß Ellen
  • J.Kater 21. März 2013, 13:13

    Klasse, bei so großen Aufwand!

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Exif

Kamera NIKON D300
Objektiv ---
Blende 10
Belichtungszeit 1/640
Brennweite 500.0 mm
ISO 200