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Bilderflüsterer


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Magnesiawolken

Das Bild zeigt Grazie und Eleganz eines Sportlers: Jede Faser seines Körpers ist angespannt und unter Kontrolle – von der Schultermuskulatur bis zur Zehenspitze. Trotzdem müssen die Geräteturner einen entspannten Gesichtsausdruck bewahren und auch das setzt der Athlet am Barren vorbildlich um, obwohl er sich vor heimischen Publikum in der entscheidenden Übung im Duell der 3. Bundesliga seiner TG Saar gegen das TZ Bochum-Witten befindet.

Noch zwei Sachen haben mir an dieser Einstellung gefallen. Trotz der Wichtigkeit dieses Wettkampfes zeigt er mentale Gelöstheit, sichtbar daran, dass er mit seinem linken Daumen und Zeigefinger sein Sportgerät fast zärtlich umspielt ohne zu krampfen. Dass er vor neutralem Hintergrund ohne Zuschauer, Kampfrichter oder Funktionäre steht, ist gewollt. In diesem Moment der Bewährung ist der Sportler auf seinem Barren ganz alleine, kein Trainer und kein Mannschaftskollege kann ihm nun in dieser Minute der Prüfung mehr Hilfestellung geben und deshalb sind sie auch auf dem Foto nicht zu sehen.

Der weiße Staub ist Magnesia, welches an Händen und Gerät für den nötigen Grip sorgt und ein Abrutschen verhindert. Wenn sich die Sportler nun von der vollen Bewegung aufschwingen und dann ruckartig in dieser Position für ein paar Zehntelsekunden zur Ruhe kommen, fliegen ganze Wolken dieses Pulvers auf und leuchten im seitlichen Licht der durch die Hallenfenster fallenden Nachmittagssonne.

Kommentare 1

  • Harry von Mengden 29. November 2012, 10:12

    Interessante Bildbeschreibung, nur frage ich mich wieviel davon Wissen und wieviel Interpretation ist.
    Meine Interpretationen: bei der linken Hand korrigiert er den Griff leicht. Ein entspannter Gesichtsausdruck sieht für mich anders aus. Ich schätze, dass der Turner den Winkelstütz als Halteteil geturnt hat und da muss die Position deutlich länger gehalten werden. Ich habe bisher noch nie gehört, dass der Gesichtsausdruck in der Notengebung der Geräte-/Kunstturner berücksichtigt wird.

    Zum Bild: interessant, dass man hier die Magnesiawolke so deutlich sieht.

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