Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren.
Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden.   Weitere Informationen   OK

Was ist neu?

KHMFotografie


World Mitglied, der Kaiserstadt / GosLar in NDS

Magdeburger Dom " Blick zum Chorraum...."

Nikon D 300 / Sigma 10-20/3,5@13mm / F 6,3 / ISO 800 / Aufnahmemodus M / 1/50 Sek, +0,2 EV / Freihand / Einzelaufnahme 12.04.2012

auf Fototour mit steven1966 im Dom zu Magdeburg



Der Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina, kurz Magdeburger Dom, ist die Kathedrale des ehemaligen Erzbistums Magdeburg, die Grabkirche Kaiser Ottos I., das älteste gotische Bauwerk auf deutschem Boden und zugleich das Wahrzeichen der Stadt. Seit der Reformation ist der Dom evangelische Pfarrkirche und zugleich Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Erzbischof Albrecht hatte in Frankreich studiert und es wird immer wieder vermutet, dass die Entscheidung für einen modernen, gotischen Chorgrundriss auf ihn zurückgeht. Nachweisbar ist das freilich nicht. Der Bau des Chors begann 1209, zwei Jahre, nachdem der alte Dom niedergebrannt war. Allerdings ist das Umgangserdgeschoss trotz des gotischen Grundrisses noch spätromanisch. Der gotische Formenschatz wurde erst nach und nach aufgenommen und erst das Umgangsobergeschoss, der sogenannte Bischofsgang, ist wirklich frühgotisch. Hochgotisch ist dann der Obergaden des Chores, der wiederum höher als ursprünglich geplant aufgeführt wurde.

Die veränderte Bauachse ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Dom nun auf die Grabstätte Ottos des Großen ausgerichtet wurde. Sie hatte sich an der Nordseite des ottonischen Doms befunden, wahrscheinlich im Nordquerhaus, im gotischen Neubau liegt sie in der Vierung zwischen den Reihen des Chorgestühls. Editha, die erste Frau Ottos I., war zunächst in der Kirche des Moritzklosters bestattet worden. Das Grab wurde dann in das Nordquerhaus des ottonischen Domes verlegt. Das Grab muss nach dem Beginn des gotischen Neubaus in diesen verlegt worden sein. Das im Scheitel des Chorumgangs aufgestellte Grabmal enthält nach neuesten archäologischen Erkenntnissen Reste ihrer Gebeine in einem kleinen Bleikasten.

Schon während der Errichtung des Chores hat man sich entschlossen, den Bau höher und weiter aufzuführen. Planänderungen sind auch im Querhaus und in den Ostjochen des Langhauses nachweisbar. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam es zu einer mehrjährigen Bauunterbrechung (Urkunde von 1274). Auf diese Unterbrechung und die dann anschließende Wiederaufnahme der Baumaßnahmen geht die Magdeburger Sage vom „Schäfer am Dom zu Magdeburg“ zurück. Ihr zufolge soll ein um 1240 lebender Schäfer namens Thomas Koppehele, der aus dem brandenburgischen Gräfendorf in der Nähe von Jüterbog stammte, beim Hüten von Schafen einen Goldschatz gefunden haben. Diesen habe er dem damaligen Magdeburger Erzbischof gestiftet, welcher hiermit den Bau des Magdeburger Doms erheblich vorantreiben konnte. Aus Dankbarkeit habe der Erzbischof das steinerne Bild des Schäfers, seines Knechts und ihrer Hunde über der sogenannten Paradiespforte, dem nördlichen Eingang des Domes, anbringen lassen, wo es noch heute zu sehen ist.

Der Neubau wurde dann wieder aufgenommen und schrittweise weiter nach Westen geführt. Die Gewölbe müssen in den sechziger Jahren des 14. Jahrhunderts eingezogen worden sein. Schließlich wurde der Neubau des Langhauses im Jahr 1363 geweiht. Der Ausbau der Westfassade und der Türme geschah in drei Abschnitten, das Untergeschoss wurde vor 1274 errichtet, das zweite Obergeschoss im dritten Viertel des 14. Jahrhunderts – wahrscheinlich etwa gleichzeitig mit den entsprechenden Abschnitten des Langhauses – und die Türme in der zweiten Hälfte des 15. bzw. im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts. Der Ausbau des Turmzwischenraumes zur Grabkapelle geschah unter Erzbischof Ernst II. von Sachsen. 1520 war der Dom dann endgültig fertigstellt.

Südlich des Doms befinden sich im Kreuzgang die Reste des 937 gegründeten Moritzklosters, das 968 zum erzbischöflichen Domstift erhoben wurde.

Kommentare 53

  • TeresaM 18. Oktober 2012, 22:44

    je suis complètement fascinée par ces visions d'architecture +++++
    Une très belle photo.
  • Jürgen Teute 23. April 2012, 21:11

    Perfekte symmetrische Bildgestaltung.
    Die Tiefe, Größe u. den Baustiel bestens erfaßt u. in erstklassiger Qualität präsentiert.

    VG von der Küste .. Juergen
  • Pixelknypser 23. April 2012, 10:35

    Ein richtiger Hingucker in erstklassiger Quali*****VG Ingo
  • Lato 21. April 2012, 12:46

    Auch hier die besagte Soogwirkung. Perfekte Inszinierung und Bearbeitung, vielen lieben Dank für deine informativen Worte dazu!


    Herzliche Grüße Lothar
  • AS for nature 19. April 2012, 11:19

    Monumental und interessante Erläuterungen.
    LG Anita
  • steven1966 18. April 2012, 1:58

    Hallo Kalle , der kleine gibt dem Foto wunderbar den letzten Pfiff , außerdem zeigt es schön die Größe des Doms an , Klasse Perspektive wieder gewählt , Toll gemacht , Gruß Stefan
  • Siegfried Baumgarten 17. April 2012, 7:01

    früher gab es Dom-Baumeister; heute gibt es Dom-fotografier-Meister, und dort spielst Du in der ersten Liga mit...

    VG

    Siegfried
  • Reinhold Samonigg 16. April 2012, 20:16

    Die vielen Lichteinfälle geben diesem Bild ein extremes dreidimensionales Raumgefühl. Die Belichtung ist die meisterhaft gelungen - ein großartiges Bild.

    LG
    Reinhold
  • ImFluss 16. April 2012, 18:04

    Klasse Aufnahme, welche die Größe des Raumes gut vermittelt. Besonders ist auch der Zwerg auf der ersten Reihe.
    VG Ines
  • Calabrone 16. April 2012, 7:50

    Erstklassig!!

    LG
    Mignon
  • .reinerh. 15. April 2012, 20:05

    sieht richtig urtümlich aus mit der grossen Freifläche im Grobgestein!
    prima der Blickwinkel!

    lg reiner
  • Klaus Zeddel 15. April 2012, 18:19

    Eine großartige und in jeder Hinsicht perfekte Aufnahme des Innenraumes dieses ungewöhnlich beeindruckenden Domes. Dazu die interessante und umfangreiche Beschreibung, bei Dir lernt man viel.
    LG Klaus
  • Wmr Wolfgang Müller 15. April 2012, 16:42

    sauber ausgerichtetes Motiv ...die Werbesäulen-und Tafeln stören . Habe ich bei meinem Besuch des Domes immer versucht zu umgehen ..starkes Foto
    wolfgang
  • UK-Photo 15. April 2012, 14:17

    Traumhaft gute Innenansicht, klasse Schärfe und super mit dem Licht gearbeitet!! LG Uli
  • V.G. 15. April 2012, 13:27

    Sieht riesig aus, dieser Dom.
    Die Säulen als Einrahmung, sehr gut gestaltet.

    Gruß, Verena
  • Hilke Steevens 15. April 2012, 8:02

    das ist klasse gemacht. so viel ist auf diesem einzigen bild zu sehen. schön weitwinkelig mit dem sigma, aber genial von dir bearbeitet!
    liebe sonntagsgrüße
    hilke
  • -Jörn Hoffmann- 14. April 2012, 21:20

    . . . herrlich !!!
  • Ruth U. 14. April 2012, 19:54

    Großartig ist der Dom und klasse Dein Bild, diese gotischen Bauten sind meistens schmuckloser und nicht so überladen, aber gerade deswegen mag ich sie, eindrucksvoll ist die Perspektive und Du hast die schönen Säulen klasse ausgerichtet.
    LG Ruth
  • K.-H.Schulz 14. April 2012, 17:24

    Eine sehr gelungene Bea und eine sehr tolle Aufnahme von diesem Innenraum. Top-Info
    LG:karl-Heinz
  • Jenno W. 14. April 2012, 17:19

    Natürlich wieder eine perfekte Arbeit. Sieht riesig aus.
    LG Jens
  • Mannus Mann 14. April 2012, 16:45

    Dein Foto gibt die Ausmasse des Raumes gut wieder.
  • Jan-Henrik Sellin 14. April 2012, 11:39

    Wirklich schöne Arbeit!
    VG, Jan
  • KHMFotografie 14. April 2012, 10:23

    @..ALL, vielen Dank für die netten Kommentare!

    vG. aus der Kaiserstadt, kalle
  • peter.stein. 14. April 2012, 7:47

    deine kirchenaufnahmen sind immer wieder sehr sehenswert,
    Gruß Peter
  • Rosetta4 14. April 2012, 7:24

    Die Domkirche scheint immens zu sein.
    Sehr schön fotografiert.
    LG, Rosetta

Schlagwörter

Informationen

Kategorie Motive
Ordner Sakralbauten
Klicks 1.094
Veröffentlicht
Lizenz

Exif

Kamera NIKON D300
Objektiv 10-20mm F/3.5 G
Blende 6.3
Belichtungszeit 1/50
Brennweite 13.0 mm
ISO 800