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Wilhelm H.


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Los Organos

http://de.wikipedia.org/wiki/Gomera
La Gomera ist nach El Hierro die zweitkleinste der sieben Kanarischen Inseln, die im Atlantischen Ozean eine von Spaniens siebzehn autonomen Regionen bilden. La Gomera liegt rund eintausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt. Die Insel hat eine Fläche von 369,76 km² und 21.952 Einwohner (1. Januar 2006)[1], was einer Bevölkerungsdichte von 59 Einwohnern pro km² entspricht. Die Hauptstadt der Insel ist San Sebastián de la Gomera, die Landessprache Spanisch. La Gomera gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife und seit 1986 zur EU. Sie besitzt einen eigenen Inselrat, den cabildo insular, und ist in die sechs Gemeinden Agulo, Alajeró, Hermigua, San Sebastián de la Gomera, Valle Gran Rey und Vallehermoso gegliedert.
Allgemeines
La Gomera gehört mit etwa 12 Millionen Jahren zu den älteren der Kanarischen Inseln. Der vulkanische Ursprung ist noch sehr gut sichtbar. Die Entstehungsgeschichte ist im Artikel Kanarische Inseln ausführlich beschrieben. Inmitten der Insel gedeiht der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. Mit den eng zusammenstehenden Vulkanschloten gehört er zum Nationalpark Garajonay, der UNESCO-Weltnaturerbe ist. Höchste Erhebung der Insel ist der gleichnamige Garajonay mit 1.487 Metern Höhe.
Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo. Sie hatte den Vorteil, über große Distanz verstanden zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Verständigung über ihre weiten Täler (Barrancos) verhalf.
Im bekanntesten Tal der Insel, dem Valle Gran Rey (Tal des großen Königs), gibt es Hippie-Kommunen, die zum Teil in Höhlen an einem Strand wohnen, der so genannten Schweinebucht.
Geschichte
La Gomera war vermutlich schon den Phöniziern bekannt. Die Ureinwohner (Guanchen) der Kanarischen Inseln sollen mit den nordafrikanischen Berbern (Imazighen) kulturgeschichtlich verwandt sein. Es ist bekannt, dass sie eine Pfeifsprache verwendeten um sich über lange Strecken zu verständigen. Der Name Gomera könnte auf den alten Berberstamm Ghomara zurückgehen. Eindeutige Belege gibt es allerdings nicht. Der Stamm der Ghomara war Teil der in Südmarokko ansässigen großen Berber-Föderation der Masmoudâ, diese Stammesföderation gründete den Staat Al-Barghwat'a zur Zeit der Islamisierung Marokkos und später die große berberische Dynastie der Almohaden. Die Almohaden regierten von Marakkesch aus ganz Nordafrika und Andalusien.
Die Spanier eroberten 1404 mit Jean de Béthencourt die Insel. Die Guanchen ergaben sich zunächst, reagierten aber auf ungerechte Behandlungen seitens der Eroberer mit zahlreichen Aufständen. Im weiteren Verlauf des 15. Jahrhunderts folgte der Graf Hérnan Peraza, der als besonders grausam verschrien war, er herrschte von 1477 bis 1485. Nach seiner Ermordung folgte ihm seine Frau Beatriz de Bobadilla nach.
Christoph Kolumbus machte hier seine letzte Zwischenstation, bevor er am 6. September 1492 zu seiner Reise nach Indien aufbrach, wobei er Amerika entdeckte. Gerüchte besagen, er solle in Beatriz de Bobadilla verliebt gewesen sein, weshalb er seinen Aufenthalt länger als notwendig hinzog. Zumindest half sie ihm bei der Reparatur eines seiner Schiffe. Angeblich wurde außerdem der amerikanische Kontinent erstmals mit Quellwasser aus einem Brunnen in San Sebastián de la Gomera "getauft".
Wirtschaft
In den flachen Gebieten der Küstenregionen herrschen Bananenplantagen vor, deren kleine, schmackhafte Früchte aber nicht für den Export bestimmt sind. Weitere Landwirtschaft war weit verbreitet, da in höheren Lagen die in den Wintermonaten häufigen Regenfälle genutzt werden konnten, und im Frühjahr geerntet wurde. Viele Anbauflächen liegen inzwischen brach, da in den 1960er und 1970er Jahren eine Landflucht stattfand. Auch einige entlegenere Dörfer sind teilweise völlig verlassen.
Heute spielt die Landwirtschaft für den Eigenbedarf in den Tälern und auf wenigen der Terrassen zwar noch eine Rolle, aber meist bringt der noch sanfte Tourismus, besonders in Form von Wandertouren, einen akzeptablen Wohlstand.
Klima
Klimatisch trennt sich die Insel in die trockene Süd- und die von Passatwinden mit feuchter Luft versorgte, fruchtbare Nordhälfte. Zur Wasserversorgung der in Treppen an den Berghängen angelegten Feldflächen wird der Regen und das per Kondensation entstehende Wasser in Reservoirs aufgefangen und an die Bewohner verteilt. Neben Kartoffeln werden auch Tomaten und Wein angebaut

http://www.insel-la-gomera.de/organos.htm
Los Organos, die "Orgelpfeifen", ziehen sich rund 200 Meter entlang einer Felswand an der Klippe von Punta de las Salinas (Gemeinde Vallehermoso). Bis zu 80 Meter Höhe steigen die "Orgelpfeifen" aus dem Meer auf. Dieses Naturwunder sieht aus, als wenn es von Menschenhand aus dem Stein gemeißelt wurde. Doch es sind Basaltröhren, deren Anordnung und Gestalt an Orgelpfeifen erinnern.
Die entstandenen Säulen wurden von der Natur erschaffen, als der Kern eines ehemaligen Vulkanschlots abkühlte. Über viele Millionen Jahre hat die Brandung des Meeres die Röhren freigelegt. Sie sind ein überwältigendes Zeugnis für den vulkanischen Ursprung La Gomeras. Los Organos zählen zu den beeindruckensten Basaltröhrenanlagen der Welt.

Zeugnis für den vulkanischen Ursprung La Gomeras: Los Organos
Los Organos lassen sich am besten vom Meer aus besichtigen. Es gibt auch einen nicht ungefährlichen Weg vom Ort Arguamul aus, doch sieht man hier nur Ausschnitte aus weiter Entfernung. Bei ruhiger See umrunden die Ausflugsschiffen die gesamte Insel, ein wirklich sehr empfehlenswerter und interessanter Ausflug. Übrigends: bei der Fahrt mit den realtiv kleinen Schiffen sollte man schon ein wenig seefest sein, wenn nicht mit den gegessenen Tapas die Fische gefüttert werden sollen...

Kommentare 63

  • Trautel R. 24. März 2009, 10:46

    eine aufnahme, die mir auf anhieb gefällt; sehr gut der vergleich mit einer orgel.
    lg trautel
  • Piroska Baetz 22. November 2007, 14:24

    wunderbare aufnahme, sieht wie ein schöne orgel aus...gefällt es mir gut
    lg. piri
  • Günter Kramarcsik 11. September 2007, 8:43

    Hier kann ich mich nur noch den Vorkommentar anschließen.
    LG Günter
  • Cécile Fischer 21. August 2007, 22:42

    Das ist ja ein Traum diese Aufnahme!!! Ist das schön!
    LG Cécile
  • Antsien 29. Mai 2007, 16:18

    This might be the best! Very resplendent, likes an imposing painting in the sky. What an attractive picture !
    Dep lam
    Loan
  • Roswitha Keller 28. Mai 2007, 12:59

    das sind viele Infos zu der tollen Aufnahme. Danke und Gruss Roswitha
  • Klaus-Peter Tröbner 1. Mai 2007, 19:09

    Eine feine Aufnahme und ein ausführlicher und informativer Begleittext ! Fleißig,fleißig !
    LG Klaus
  • JVision 1. Mai 2007, 12:45

    Unglaublich schoen und faszinierend +++
    LG Jutta
  • Blimunda Bli 1. Mai 2007, 6:34

    jetzt habe ich auch noch den hochinteressanten Text gelesen ... alles was ich schon lange ueber "la Gomera" wissen wollte...
    danke!
    Chris
  • Martin B.... 30. April 2007, 16:45

    hier gefällt mir der schnitt besser- schöner farbverlauf!!
  • Wolfgang Knorz 29. April 2007, 8:08

    Die Natur schafft ihre eigenen Wunder. Das hier könnte man durchaus als solches bezeichnen.

    Gruß
    Wolfgang
  • Germán Porten 29. April 2007, 4:21

    Eine pachtvolle Aufnahme mit einem sehr lehrreichen Text. Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag!
    LG aus dem Herbst am Río de la Plata, unter dem Kreuz des Südens,
    Germán
  • Angelica Hofmann 28. April 2007, 16:41

    super sieht das aus gefällt mir,
    lg geli
  • Gerd Geiger 26. April 2007, 23:36

    Wahnsinn. Das sieht wie Orgelpfeifen aus. Wirklich sehr beeindruckend.
    lg, gerd
  • Sylvia Kahler 26. April 2007, 15:01

    Ganz wundervoll!!!! Sollte ich mal nach La Gomera kommen, weiß ich schon, was ich auf keinen Fall versäumen darf.
    Habe mich sehr über die ausführlichen Infos gefreut! Danke!
    LG
    Sylvia
  • Grazia Redaelli 26. April 2007, 12:53

    Molto interessante!!!
    Le architetture naturali sono sempre wunderbar!!!!!
    ciao
    Grazia
  • Bin Im Laden 26. April 2007, 10:28

    Astonishing structures in this beautiful picture.
    Thanx too for the informative text.

    Br, Bin
  • Andreas Boeckh 26. April 2007, 6:52

    und wenn es auch die 56. Anmerkung ist: Farbe, Linien und Bildschnitt sind hervorragend.
    Gruß
    Andreas
  • DRAGA PUC 25. April 2007, 23:07

    I like this, of course. The structures are great, the colours make me thinking that maybe the Ice age looked like thazt, surely this is very good picture and would do well in my office in the hot summertime
    regards
    draga
  • Klaus Duba 25. April 2007, 22:36

    Hallo Wilhelm,
    oh Mann, da hast du dir aber Mühe gegeben!! Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie was von Los Organos gehört habe! Zusammen mit deiner absolut ausführlichen und genialen Erklärung ein echtes Hammerbild! Die Strukturen in Form und Farbe sind einfach unbeschreiblich bizarr und faszinierend! Ich denke mal, du bist mit dem Boot dorthin gefahren, warst einigermassen seefest und hast nicht die Fische mit Tapas gefüttert! ;-) Die Los Organos hast du super abgelichtet und wirken wie ein Gemälde, das man sich in einer riesigen Galerie vorstellen kann.
    absolut überzeugend umgesetzt!
    Mein Kompliment!
    LG
    Klaus
  • Elke H.R. 2 25. April 2007, 20:57

    Ein klasse Bild und danke für die Info !!
    LG Elke
  • Antje-BS 25. April 2007, 17:36

    Das wirkt wie ein Motiv aus Märchenmond oder Herr der Ringe. Super.
    LG Antje
  • Maria Minze 25. April 2007, 15:17

    wow, das gefällt mir ... zarte farben (wie eis) und die natur malt die schönsten linien.
    lg maria
  • Günter Walther 25. April 2007, 14:33

    Zu einer solchen Aufnahme gehört schon ein gutes fotografisches Auge. Mein Kompliment zu diesem Motiv, an dem sicher mancher achtlos vorüberläuft.
    MfG Günter
  • SABI-foto 25. April 2007, 12:56

    1A kann ich nur sagen, sieht stark aus,
    das Linienartige mit der schönen pastellfarbenen
    Blau-Tonung wirkt sehr schön.

    lg. Sabine