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Leute glotzt nicht so, sondern stellt endlich das Wasser ab

Leute glotzt nicht so, sondern stellt endlich das Wasser ab

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Martin Rodan


World Mitglied, Neustadt am Rübenberge

Leute glotzt nicht so, sondern stellt endlich das Wasser ab

Leute glotzt nicht so, sondern stellt endlich das Wasser ab

Damit Ihr wisst um was es hier geht:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=123014&t=123014

Mit Eurer räumlichen Vorlage habt Ihr die Messlatte ja ordentlich hoch gelegt. Bei dieser Perspektive und diesem Kamerawinkel, ist es ganz schön schwierig, irgendwelche Objekte korrekt einzumontieren. Darum wurde die ganze Halle geflutet und der arme Monteur versucht ganz verzweifelt die Leckage zu schließen. Die Rechnungen für die Beseitigung der Wasserschäden, gehen bitte direkt an den Herrn „akonto“, welcher uns freundlicherweise die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Das Wasser am Hallenboden und die Spiegelungen der höheren Regionen, wurde mit dem Photoshop Plugin „Flood“ erstellt. Da dieses Modul aber leider nur horizontal arbeitet, musste erst einmal ein Plan her, wie sich diese Geschichte denn auch umsetzen lassen könnte.
Bei einem einmaligen Einsatz des Filters, auf Griffhöhe der beiden Eingangstüren, hätte das Ganze schon etwas seltsam ausgesehen, da die Lampen und Rundbögen im Vordergrund, so nach und nach in den Fluten verschwunden wären.
Darum wurde die Hintergrundebene nicht weniger als sieben Mal dupliziert und ein jedes Mal den „Flood“ Filter, mit sinkender Horizontlinie eingesetzt.
(Schaut mal, jetzt gibt dieser Idiot seine ganzen Anwendungen preis. Da habt Ihr schon Recht, aber ich halte Euch für schlau genug auf diese, oder bessere Lösungen zu kommen ;-)
Spaß muss sein und wenn man durch diese Projekte noch das ein oder andere mitnehmen kann, dann ist der Tag doch gerettet.)
Gut – gut, jetzt habe ich schon acht Ebene, aber das Wasser fließt immer noch nicht richtig.
Tja, jetzt kommt es auf den Bearbeiter und den Einsatz von Ebenenmasken an, mit dem Zweck, durch weiche Ebenenübergänge einen gleichmäßigen Wasserstand zu erzeugen.
In diesem Falle kam mir die Sockelleiste zu Hilfe, so dass es mir erspart blieb, alles mit Hilfe von Fluchtlinien auf die richtige Höhe zu bringen. Nachdem die höchste Wasserstandsebene maskiert war, braucht man diese Maske nur als Auswahl laden und auf der nächst tieferen Ebene eine neue Maske anlegen. Die bisher erstellten Maskierungen werden auf diese Art auf die nächste Maske übertragen. Mit einem weichen Pinsel und geringer Deckkraft, werden nun innerhalb der bestehenden Ebenenmasken die Übergänge geschaffen.
Die bestehenden Lichtreflexe auf dem ehemaligen Fliesenboden, wurden mit dem Zauberstab ausgewählt und auf eine neue Ebene kopiert. Nach einer Weichzeichnung wurden die Lichtspiegelungen oberhalb der Wasserebenen eingerechnet.
Genau genommen ist der Monteur viel zu groß eingefügt worden, doch wäre er noch kleiner skaliert worden, hätte man gar nichts mehr erkennen können.
Das Spruchband wurde mit dem Plugin „Page Curl“ erstellt, welches in der Lage ist, Objekte einzurollen, oder zu knicken. Damit auch etwas zum einrollen da ist, sollte eine großzügige Auswahl erstellt werden. In diesem Falle kam das Polygonlasso zum Einsatz, da sich die normale Rechteckauswahl nicht dazu überreden lässt, über die Bildgrenzen hinaus tätig zu werden.
Da ich im wirklichen Leben als Maler tätig bin, habe ich auch schon einige Feuchteschäden gesehen. Sogar das oben gezeigte Szenario ist mir nicht fremd, denn vor einigen Jahren, hat ein Unbekannter mal ein Altenheim unter Wasser gesetzt, indem er die Blindstopfen aus den Leitungen geschlagen hat. Zum Glück standen die Löschleitungen noch nicht unter Druck.
Da der Einzug bevorstand, mussten wir zwischen den Feiertagen arbeiten, ansonsten hätte das Wasser noch bis ins neue Jahr hineinlaufen können.
Ein zweites Beispiel war in einem Hallenbad, unter dem Becken ist der Keller mit den Pumpen und Versorgungsleitungen. Jedes Mal wenn die Pumpen ansprangen, ruckte es an den Anschlüssen. Eines Tages riss ein Anschluss ab – Blubb, das Becken war leer, der Inhalt dümpelte im Keller herum. Aber jetzt solltet Ihr wirklich den Haupthahn schließen, denn auch ich schließe hier und harre Eurer Entscheidung.
Mit Grüßen vom Rübenberge Martin

Kommentare 5

  • Martin Rodan 28. Mai 2007, 22:06

    @neo
    Genauere Auskünfte zu dem Wasser – Plugin (Flood), findest Du unter der Adresse:
    www.flamingpear.com
    Der gebrauch ist recht simpel und ist durch mittelfristiges Ausprobieren rasch erlernt.
    Der größte Nachteil ist, dass der Filter nur horizontale Ergebnisse liefert, wenn die Fluten aber ein Objekt umspülen soll, wird es schwieriger. Dann sind mehrere Ebenen und Filtereinsätze nötig. Anschließend müssen die Ebenen mittels Ebenenmaske miteinander montiert werden. Aber das lässt sich durch Ausprobieren besser nachvollziehen, als das man es beschreiben könnte.
    Weiter oben wurde angemerkt, dass das „Wasser“ wie Folie aussehe. Nun, dass kann ich leider nicht nachvollziehen, aber es lässt sich darüber sinnieren. Die Halle wird relativ langsam geflutet und die Austrittsstelle befindet sich vor dem Monteur. In diesem Bereich bewegt sich die Oberfläche.
    Ansonsten weht kein Wind und nichts und niemand bewegt sich im Wasser, darum ist die „Wasseroberfläche“ außerhalb auch relativ ruhig und glatt. Das ist es wohl, was das Wasser in Deinen Augen wohl wie Folie aussehen lässt.
    Vielleicht hätte ich das „Wasser“ transparenter machen sollen, so dass der Fliesenboden durchschimmert, oder hätte ich einige Fremdkörper ins Wasser montieren sollen, damit es realistischer wirkt? Schwer zu sagen, aber wenn jemand einen Verbesserungsvorschlag hätte, wäre ich dafür dankbar.
    Von anderer Stelle wurde die Größe des „Monteurs“ angemahnt (im Begleittext steht schon was dazu), aber nochmals: Um auf die annähernd richtige Größe zu kommen, hätte ich den Installateur noch um die Hälfte verkleinern müssen, nur hätte man dann kaum noch etwas von ihm gesehen. Allein nur die Halle unter Wasser zu setzen schien mir etwas mager, daher soll die eingefügte Person die Blicke der Betrachter, nach dem realisieren der Überschwemmung, auf sich ziehen. Und im gleichen Augenblick der Schrei ertönen, dass doch jemand das Wasser abstellen möge.

    Fazit: für den relativ geringen Preis von 20 Dollar ist das Wasserergebnis des Flood – Filters in meinen Augen recht ordentlich, andere mögen und sollen das ruhig anders sehen.
    Auch mögen andere Programme und Module ein realistischeres „Wasser“ liefern, dabei sei aber die Frage erlaubt, ob sich deren Erwerb für einen gelegentlichen Montagespaß lohnt.

    Seit zwei Jahren montiere ich Bilder und versuche mit der Zeit besser zu werden. Das geht natürlich nur, wenn man auf Fehler und Schwachstellen aufmerksam gemacht wird.
    Allerdings besteht auch die Gefahr, dass man bei der Betrachtung anderer Bilder immer kritischer wird. Haften den Motageelementen noch Reste des alten Hintergrundes an, ist das Werk schon unten durch. Auch Messerscharfe Abziehbilder sind nicht förderlich, man kann die Ränder ja aufweichen. Auch voneinander abweichende Farb- und Lichtstimmungen von verschiedenen Montageteilen sind schädlich, aber das lässt sich mit der Funktion „Gleiche Farbe“ ausbügeln.
  • Landkind 21. Mai 2007, 20:38

    Sieht super aus ! Auch wenn ichs bei weitem nicht so kann, finde ich, wirkt das Wasser etwas wie eine Folie... Danke für Deine Mühe es zu erklären !
  • Neo Art 21. Mai 2007, 18:49

    das mit dem wasser musst du mir mal genau erklären ... finde ich echt gut

    lg neo
  • Andreas Homza 20. Mai 2007, 16:23

    das Bild ins besondere die Spiegelung is genial umgesetzt, wobei ich den Arbeiter kleiner gemacht hätte
    gefällt mir

    grüße Andreas
  • Martin Rodan 18. Mai 2007, 22:36

    Wer es härter mag, findet hier noch eine Variante:
    NEIIIIIIN – Geschichten aus der EBV Gruft
    NEIIIIIIN – Geschichten aus der EBV Gruft
    Martin Rodan