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Was ist neu?

Marcel Mettelsiefen


Basic Mitglied, Berlin

Leichenwäscher

In stiller Trauer verfolgen die Angehörigen die rituelle Waschung des Verstorbenen. In der heiligen Stadt Nadschaf hat der Leichenwäscher eine wichtige Funktion.

Kommentare 21

  • Curly 21. August 2007, 18:16

    Beeindruckendes Foto mit hoher Spannung. :)
    Ich finde dein Foto klasse und kann nichts makaberes erkennen, das anstößig wäre.
  • Ricola H 31. Januar 2004, 23:49

    Spannendes und sehr direktes Dokubild. Ich glaube aber die Szene halbwegs pietätsvoll zu inszenieren ist recht gut gelungen. Vielleicht werden diese RItuale dort offener zelebriert. Who knows.

    Das ist bei weitem kein Schnappschuß. Eigentlich sollte man den Autor loben. Soll hiermit von meiner Seite geschehen sein. (hoffe nur insgeheim dass der Autor damit kein Geld verdient hat...)

    Rico
  • Ronald Schneider 28. Januar 2004, 10:57

    Noch ein kleiner, aktueller Nachtrag, der mir zum Thema zu passen scheint:
    "Dann sagt man den Redakteuren: "Okay, checkt das Umfeld ab. Guckt da, guckt da, fragt die Nachbarn, macht das, wir graben da nach." Da wird im Schlamm gewühlt. Es gibt den Spruch: "Im Boulevard-Geschäft gibt es keine Ehrenmänner." Titten, Tote, Tiere, Tränen, das sind die vier Ts, und so funktioniert es."
    Zitat Caroline Beil heute im Spiegel Online, http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,283748,00.html
  • Ronald Schneider 28. Januar 2004, 9:52

    Na selbstverständlich ist das ein gesellschaftliches Problem. Und selbstverständlich sind die Grenzen fließend. Aber kann das als Begründung herhalten, die Grenzen gleich abzuschaffen ? Mir scheint, wir haben doch in unserer Gesellschaft ein Problem, oder etwa nicht ? Gut, diese Diskussion an diesem Bild festzumachen, führt zu weit. Nur - ich kann so etwas einfach nicht fotografieren. Und ich bin peinlich berührt, wenn es jemand fotografiert.
  • Dirk Hofmann 28. Januar 2004, 9:25

    die frage ist aber doch: wo rammen wir diesen pflock ein? ein gesellschaftliches problem, meiner meinung nach, aber für mich (!) recht weit von diesem foto entfernt ...

    vor ein paar tagen hat hier jemand einen toten maulwurf drappiert und fesch aus seinem hügel hinausschauen lassen ... grenze überschritten?

    noch weiter zurück hat jemand eine leiche im sarg gezeigt, gesicht unscharf, hände scharf ... grenze überschritten?

    wieder andere zeigen fotos von dicken oder häßlichen (wie auch immer sich das definiert) kindern und machen sich in den untertiteln dazu über diese und deren eltern lustig ... grenze überschritten?

    unzählige anmerker vergreifen sich hier (fc allgemein) heftigst im ton und beweisen damit, dass sie eben nicht jenem von dir heraufbeschworenen moralverständnis entsprechen ... schlechte menschen?

    eine diskussion wie diese zeigt doch letztlich nur, dass wir alle unsere werte nicht an einem fixpunkt festmachen können, sondern die grenzen dessen was wir "moral" nennen eher fliessend sind ... und das macht uns halt eigen und läßt uns voneinander unterscheiden ...

  • Ronald Schneider 28. Januar 2004, 8:55

    Alles über einen Kamm scheren ? Ich bin einfach der Meinung, daß es Grenzen geben sollte, eingesteckte Pflöcke, wo dran steht: Bis hierher und nicht weiter. Und es mag ja auch sicher "Gute" Reporter geben. Aber als Elbsandsteinfreak warte ich seit Sebnitz darauf, daß mal einer kommt.
  • Dirk Hofmann 28. Januar 2004, 8:48

    ein absolut starkes bild ... keine frage ...

    ebensowenig wie die frage nach der moral ... in meinen augen gibt es nur zwei möglichkeiten, solch ein bild zu machen:
    1. man erkauft sich den zutritt (nicht ganz so mein ding, aber durchaus legitim), was durchaus auf ein gewisses einverständnis der familienangehörigen schließen läßt oder
    2. man genießt das vertrauen der angehörigen und rechtfertigt dies mit einem respektvollem bild

    im vorliegenden fall gehe ich von der 2. variante aus, denn ich denke sehr wohl, dass hier taktvoll aufgenommen wurde.

    im vorgriff auf eine serie, die ich in kürze zeigen werde, möchte ich ronald, dessen "Na da hab ich doch gleich den richtigen erwischt !" mir schon sehr nach "Ha, habe ich es doch gewußt ..." klingt, von meinen erlebnissen berichten:

    ich habe eine woche bei tarahumara-indianern gelebt, von denen hinlänglich bekannt ist, dass sie fotos aus ihrer religion heraus für "seelendiebstahl" halten. in den ersten tagen habe ich einiges an landschaft und ein paar kinder aufgenommen, deren vertrauen ich recht schnell gewonnen habe. am vierten oder fünften tag gab es ein fest, zu dem wir (drei frauen und ich) eingeladen wurden, allerdings bat man uns, die kameras nicht mitzubringen, da viele der anwesenden eben nicht fotografiert werden wollten. so hielten wir uns geraume zeit unter den tarahumara auf und feierten mit ihnen. nach einiger zeit kam einer der indianer als stellvertreter für die anwesenden personen auf mich zu und forderte mich auf, meine kamera zu holen und bilder zu machen ... offenbar hatten sie bemerkt, dass es eben nicht nur um das "hineinrauschen und knipsen was sich bewegt" ging ...

    es ist manchmal sehr einfach alles und jeden über einen kamm zu scheren!

  • Ronald Schneider 27. Januar 2004, 15:40

    @ Manuel:
    Nee nee, ich glaube der hinkt nicht. Wir sind ein Produkt unserer Umwelt, und die Medien sind dabei nicht ganz unbeteiligt. Der Übergang ist natürlich fließend - was ist moralinsauer, was natürlich offen und was ist pornografisch ? Wie Du schon sagst, die Medien bedienen einen Markt, und Sex sells. Also haben wir eine immer weitere Ausdehnung von sexuellen Darstellungen um uns herum, der von den Medien eingesetzt wird, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen und uns etwas zu verkaufen. Der Gipfel ist dann eben Porno (da spricht man ja schon von Sexindustrie). Der Gesetzgeber (und die FC) haben hier eine Grenze gesetzt. Wo liegt nun die Grenze bei anderen Darstellungen ?
    Habe übrigens gerade Deine Bilder durchsurft und erleichtert Sonnenuntergänge und Katzen gesehen. Gottseidank keine Leichenteile !
  • Der Manuel 27. Januar 2004, 15:19

    Tja, hier fehlt jetzt mal eine Erklärung des Fotografen wieso und warum das Bild gemacht wurde... vielleicht würde uns das weiterhelfen...;-)

    Ansonsten: Der Vergleich Medien-Markt und FC-Aktsektor hinkt etwas, oder?
  • Ronald Schneider 27. Januar 2004, 15:14

    @ Manuel:
    Aber nicht doch die alten Argumente - wenns Dir nicht passt, schau doch nicht hin. Hab's rein zufällig in der Reisesektion Asien gesehen. Technisch ist es ja auch durchaus gut - nur: ich hätte es nicht fotografiert, weil ich da eine Hemmung habe. Und glaube mir (ich habe ein Jahr in Indien gelebt) - solche Motive hätte ich genügend vor die Linse bekommen können. Und selbst wenn der Markt solche Motive fordert - sollte man da nicht den Markt in Frage stellen ? Da könnte man doch im Aktsektor auch Porno zulassen ?
  • Der Manuel 27. Januar 2004, 14:59

    Den Reporter interessiert das Begräbnis der "Oma" herzlich wenig (es sei denn, es wäre Inge Meisel).

    "Viele Touris machen es heimlich". Deren Pech / Unverfrorenheit.

    Ich sehe Dein Problem nicht wirklich? Stören Dich die Fotos hier? Dann schau sie Dir nicht an - simple as that.

    Ansonsten kannst Du sicher davon ausgehen, dass der Fotograf das Einverständnis der Beteiligten hatte / wusste was er tat. Gerade in gefährlichen Gebieten wird man beim "Drauflosknipsen" sicher schnell in Schwierigkeiten geraten...

    Die Darstellung ist doch sehr "natürlich", zurückhaltend - Bähbäh wäre z.B. wenn krass auf die Leiche gezoomt etc. worden wäre.

    Und ausserdem - es ist immer der Markt, der das angeprangerte Material fordert. Also im Endeffekt auch Du und ich...

    lg manuel
  • Ronald Schneider 27. Januar 2004, 14:33

    Na da hab ich doch gleich den richtigen erwischt !
    Aber wie ist's denn nun mit den Reportern bei dem Begräbnis der Oma ? Dürfen's auch Neger sein und Eskimos ?
    Noch ein Beispiel: In Karimabad am Karakorum Highway kann man vom Altit Fort in die Fenster der Einheimischen fotografieren. Man wird höflich gebeten, es nicht zu tun. Viele Touris machen es aber heimlich.
    Da hätte doch jeder Eskimo auch das Recht, einem die Linse durchs Schlafzimmerfenster zu stecken. Oder ? (Das wäre auch bestimmt nicht pfui !).
    Und wer ist eigentlich Support ?
  • Uwe Johannsen 27. Januar 2004, 14:28

    @ ronald
    natürlich polarisieren solche bilder! - das sollte übrigens meiner meinung nach jedes "gute" bild - allerdings finde ich persönlich solche sachen gut, weil sie uns immer wieder vorhalten, wie stark doch in unserer gesellschaft solche themen tabuisiert werden, leider. ich denke, wenn der fotograf bei derartigen situationen achtsam mit den gebräuchen/werten/empfindungen der beteiligten personen umgeht, sich also niemand verletzt, ausgenutzt oder überrumpelt fühlt, ist es in ordnung. ist allerdings pure sensationslust der motor des handelns, wäre es für mich auch verwerflich. bei den bildern von marcel habe ich diesen eindruck nicht.
  • Der Manuel 27. Januar 2004, 14:24

    Hey, und schon lernst Du die andere Seite der FC kennen ;-)
    Alles was nicht punt, plume oder pfogel ist... ist bähbäh! Weg damit - da wird auch mal schnell zum Support gerannt und geweint (Anwesende sicherlich ausgenommen).

    Mach Dir nichts draus - zeig mehr von Deiner Arbeit - Du wirst hier auch Leute finden, die das honorieren.

    Und an die "Pfui-Fraktion": Schaut doch mal ins Profil des Fotografen:
    " Ab Februar 2001 arbeitete ich für drei Jahre fest bei der dpa in Berlin. Im März 2003 war ich für drei Monate im Auftrag von European Press Agency im Irak."

    Na? Eben kein Urlaubsknipser, sondern einer der "Aasvögel der Medienwelt" (Zitat)...

    nothing more to add.
  • Ronald Schneider 27. Januar 2004, 14:18

    Ja ja na klar, andere Kulturen haben andere Vorstellungen vom Tod, deshalb kann man ruhig draufhalten.
    In Varanasi, an den Burning Ghats des Ganges, war es früher tödlich, wenn man in die Nähe der Verbrennungsplätze kam. Dann tauchten die ersten Westtouristen auf, die versuchten, die Verbrennungen abzulichten. Von Schleppern wurden sie (gegen Entgelt natürlich) zu Stellen geführt, wo sie unbemerkt fotografieren konnten. Heute gibt es teilweise gasbetriebene Krematorien, wo man (gegen ein Entgelt) die Verbrennung beobachten kann.

    Schon mal was von Takt gehört ? Überlasst solche Bilder den Reportern, den Aasvögeln der Medienwelt.

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