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Leben und Tod (0256-12a)

Leben und Tod (0256-12a)

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U. Karmann


Free Mitglied, Düsseldorf

Leben und Tod (0256-12a)

Gegensätze auf dem Golzheimer Friedhof.
EOS-1, Tokina 2.8/28-70mm, Ilford 400 Delta, Filmscanner Microtek ArtixScan 4000tf.

Golzheimer Friedhof Düsseldorf:
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Am 27. Januar 1804 beauftragte Kurfürst Maximilian Joseph den Hofbaumeister Caspar Anton Huschberger, einen Platz für die Anlage eines neuen Friedhofs zu suchen. In der Gemeinde Golzheim etwa zwei Kilometer nördlich der damaligen Stadtgrenze, fand man ein geeignetes Gelände.
1816 erweiterte Maximilian Friedrich Weyhe den kleinen Friedhof und gab ihm die heute bekannte Form.

Düsseldorf hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts etwa 16.000 Einwohner. Mit fortschreitender Stadtentwicklung musste auch der Friedhof mehrfach erweitert werden, zuletzt 1875, als Düsseldorf bereits 80.000 Einwohner hatte. 1897 musste der Friedhof endgültig geschlossen werden. Düsseldorfs Hauptbegräbnisstätte des 19. Jahrhunderts ist heute noch teilweise als Grünanlage erhalten.
Städtebauliche Entwicklungen haben die Fläche des Friedhofes reduziert. Nur noch ca. 350 Grabmäler, die teilweise vom Verfall bedroht sind, erinnern an die Zehntausende, die auf dem Golzheimer Friedhof bestattet wurden.

Der Friedhof ist heute eine poetische Oase der Stille und gehört zu den schönsten und bedeutendsten im Land. Seine Geschichte ist eng mit Düsseldorf verbunden, und große Namen erinnern an seine Bürger, Maler und Dichter. Der Friedhof ist ein einzigartiges Beispiel für
die Grabsteinkultur im 19. Jahrhundert und zeigt eindrucksvoll die verschiedenen Stilepochen von Barock, Klassizismus, Neugotik und Romantik in einem bemerkenswerten Gesamtkunstwerk.

Gräber berühmter Zeitgenossen: u.a. der Gartenarchitekt und zugleich Schöpfer der Anlage Maximilian Weyhe, der Maler Alfred Rethel, der
Architekt Wilhelm von Schadow und der Theatermann Karl Leberecht Immermann.

Kommentare 3

  • Uwe Karmann 25. Januar 2006, 19:19

    @ Sandra,

    ich denke Du hast Recht, was Deine Anmerkung bzgl. des Todes betrifft. Auch ich habe es meistens verdrängt (in der Jugend auch sicher natürlich), doch seit dem Tod meines Vaters vor gut einem Jahr und meinem "älter werden" wurde mir das brutal ins Gedächtnis gebrannt.
    Das Bild ist aber auch eine Art Verdrängung, das Leben in Form des Zweiges ist eindeutig dominierend.
    Also, leben und geniessen so lange es geht und/oder soweit es die Zwänge der "Zivilisation" zulassen.

    lg
    Uwe
  • Sandra Henschel 23. Januar 2006, 22:45

    eine einzige anmerkung zu diesem foto? ist es die angst vor dem tod, vermeiden wir dieses thema eben, so lange es nur irgendwie geht?
    bei diesem foto mag ich die subtilen andeutungen, der friedhof und somit der tod, nur bei dem im unscharfen hintergrund befindlichen sockel zu vermuten, der vordergrund - das leben - dagegen klar und deutlich, im licht.
    lg,
    Sandra
  • Der Westzipfler 25. September 2005, 10:12

    Wunderbar nachdenklicher Titel zu einem sehr einfühlsamen Pic. Schön, wie das Sonnenlicht in den Blättern spielt. Gefällt mir außerordentlich!
    GLG, Markus 8-))

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