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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Klosterkirche -Bebenhausen -Oktober - 2013

Nach Einführung der Reformation in Bebenhausen gingen die Mönche, die am alten Glauben festhielten – es war rund die Hälfte von 36 Brüdern –, nach Stams in Tirol bzw. Tennenbach im Breisgau. Katholische Mönche sollten aber noch zweimal nach Bebenhausen zurückkehren: während des Augsburger Interims (1548) unter Abt Sebastian Lutz (1547–1560), der der letzte katholische Abt war und dem mit Eberhard Bidembach der erste evangelische Abt folgte, und während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) von 1629 bis 1632 und ab 1634. Nach dem Westfälischen Frieden (1648) war es dann vorbei mit dem katholischen Kloster in Bebenhausen. Schon 1556 war wie in zwölf anderen württembergischen Männerklöstern eine evangelische Klosterschule eingerichtet worden. Zahlreiche herausragende Persönlichkeiten besuchten diese Schulen, in Bebenhausen etwa der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling. Die Schule wurde 1807 mit der Klosterschule in Maulbronn vereinigt. Das evangelische Kloster wurde 1806 säkularisiert.
Jagdschloss Bebenhausen um 1900
Da das Kloster direkt im Schönbuch, einem ausgedehnten Wald- und Jagdgebiet, liegt, nutzten die württembergischen Landesherren zunächst das Abthaus des ehemaligen Klosters als Jagdschloss. Im Jahr 1812 hielt König Friedrich von Württemberg hier das "Dianenfest" ab, bei dem Hunderte von gefangenen Tieren vor der Hofgesellschaft vorbeigetrieben und abgeschossen wurden. Ein Bild von dieser Jagd befindet sich im Residenzschloss Ludwigsburg. Ab 1864 wurden die Klostergebäude östlich der Klausur als Schloss genutzt.

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