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Kloster Zwiefalten - Unterwegs im Ländle -gestern im Frühling

Kloster Zwiefalten - Unterwegs im Ländle -gestern im Frühling

K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Kloster Zwiefalten - Unterwegs im Ländle -gestern im Frühling

In den Jahren 1095 bis 1139 erlebte das Kloster eine erste Blütezeit und entwickelte sich zu einem kulturellen und religiösen Zentrum der Region. Zahlreiche Mitglieder bedeutender schwäbischer Adelsfamilien folgten dem Vorbild des Grafen Liutold und traten in die Klostergemeinschaft ein (so Adalbert von Oberstetten und Otto von Steußlingen aus dem Geschlecht der Alaholfinger oder Berthold von Sperberseck). In dieser Zeit entstand auch ein paralleles Frauenkloster, das bis ins 14. Jahrhundert Bestand hatte.
Durch Schenkungen oder Zukauf (so der Ort Oberstetten am 19. Juli 1497 erworben für 9350 Gulden) wuchs der Klosterbesitz kontinuierlich weiter und bildete allmählich im Gebiet des heutigen Landkreises Reutlingen ein weitgehend geschlossenes Territorium, das seit dem frühen 14. Jahrhundert de facto unter der Vogtei der Grafen und späteren Herzöge von Württemberg stand.
Trotz zahlreicher Streitpunkte zwischen Kloster und Landesherren, die ihrerseits ihr Territorium zu erweitern und arrondieren suchten, respektierten doch beide Parteien die gegenseitigen Verpflichtungen. Als etwa im Rahmen von Besitzstreitigkeiten zwischen Zwiefalten und dem Reich um das Dorf Kohlberg Friedrich III. ein Heer zur Durchsetzung seiner Ansprüche nach Reutlingen entsandte (März 1461), stellte sich Graf Ulrich von Württemberg diesem mit einer eigenen Streitmacht zur Verteidigung der Zwiefaltener Rechte entgegen

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