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R.G. K.


Pro Mitglied, dem öst. bay. Landkreis Traunstein

Kerzenweihe und Auszeit für Dienstboten

Das Fest Mariä Lichtmess markierte den Beginn des Bauernjahres

Mit Hemden, Schürzen, Schuhe, ein Zeugnis und den Lohn eines ganzen harten Arbeitsjahres im Gepäck zogen die Dienstboten am zweiten Februar ein paar Dörfer weiter, um eine neue Arbeitsstelle anzutreten. Neben dem Stellenwechsel war das Datum, der Tag von Mariä Lichtmess, bis 1912 ein offizieller Kirchenfeiertag: Während sich Knechte und Mägde dem süßen Nichtstun hingaben und bei Tanz, üppigem Essen und reichlich Trinken ihren Lohn auf den Kopf hauten, weihten die katholischen Priester die Kerzen für das ganze Kirchenjahr. Für alle war der 2. Februar – wenn auch aus verschiedenen Gründen – einer der wichtigsten Termine im Jahr.

Mariä Lichtmess markierte für die Landbewohner den Beginn des Bauernjahres und war damit für Dienstboten, Knechte und Mägde der Auftakt für ein dreitägiges ausgelassenes Treiben. In diesen Tagen, Schlenklweil oder Schlenkeltage genannt, zogen Männer und Frauen durch die Wirtshäuser, besuchten Vater und Mutter und tanzten auf den Lichtmessbällen. Eine Spezialität waren die Schlenkelweilnudeln: Aus Hefeteig geformte daumendicke Nudeln, die goldbraun gebacken, überzuckert und heiß gegessen wurden. Am fünften Februar hatte der Spaß ein Ende, dann mussten die Dienstboten ihre neue Stelle antreten.

In den Schlenkeltagen kam jeder auf seine Kosten. Der Fahrer der Pferdewägen, auf denen Hab und Gut der Dienstboten von einer Arbeitsstelle zur neuen transportiert wurden, bekam ein Trinkgeld und obendrein die Zeche im Wirtshaus bezahlt. Anstatt den direkten Weg zum Ziel einzuschlagen, fuhr er deshalb auf Zickzack-Kurs über Land, um möglichst viele Wirtshäuser ansteuern zu können.

Kommentare 8

  • Eifelpixel 3. Februar 2011, 21:12

    Ein Winterbild mit richtig mächtig viel Schnee. Schöne Farbkontrast.
    Winter pur.
    Feine Erklärung zu Maria Lichtfest.
    LG joachim
  • Wella 3. Februar 2011, 14:26

    Märchenhaft schön ... , dein Foto und das Motiv! Auch Deine Info dazu - perfekt!
    LG Wella
  • Birgit Pittelkow 2. Februar 2011, 20:28

    alte Geschichten und alte Traditionen, viele sicher schon lange vergessen, aber der 2. Februar ist bestimmt auch heute noch ein wichtiger Tag.
    Winter ohne Ende, unglaublich was sich da aufgeschichtet hat. lG Birgit
  • Uli Hoffmann 2. Februar 2011, 12:51

    Danke für die Erklärung.
    Wir haben heute schon im Office darüber gerätselt.
    LG
    Uli
  • Alfred Moegen 2. Februar 2011, 12:00

    wunderbare Aufnahme, wer noch nicht hat müßte heute spätestens seinen Christbaum verschrotten..
    LG Alfred in Arbeit
  • Helgrid 2. Februar 2011, 10:22

    Ich hab im Moment nicht die Muße, deinen Text ganz durchzulesen, aber geschrieben werden muss von mir, dass das hier ein absolut wundervolles Winterfoto ist! Da würde ich jetzt gern durch den Schnee stapfen!
    Lieben Gruß von mir
  • DEPELA 2. Februar 2011, 9:37

    WOW,

    eine wundervoll winterliche Atmosphäre hast du hier mit dieser Aufnahme gekonnt festgehalten.

    Liebe Grüße, Peter
  • Rosel Kleine-Stevermuer 2. Februar 2011, 8:55

    Ein fantastisches Winterfoto
    aber dort kann man bestimmt nur im Sommer wohnen.
    Sehr schön finde ich auch die Beschreibung,
    von Maria LIchtmess, das habe ich alles nicht gewusst.
    LG Rosel

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Kamera Canon PowerShot Pro1
Objektiv Unknown 7-50mm
Blende 4.5
Belichtungszeit 1/1600
Brennweite 10.1 mm
ISO 50