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Was ist neu?

Qrt Laederach


World Mitglied, Schlieren

Keiner wird gefragt...

Keiner wird gefragt
wann es ihm recht ist
Abschied zu nehmen
von Menschen
Gewohnheiten
sich selbst

irgendwann
plötzlich
heißt es
damit umgehen
ihn aushalten
annehmen
diesen Abschied
diesen Schmerz des Sterbens

dieses Zusammenbrechen
um neu
aufzubrechen


(Margot Bickel)

-.-


Hab an mein erst gemachtes Bild vom Weininger Weiher gedacht,
als ich gestern das Kuverts mit Trauerrand aus dem Briefkasten nahm...

Ich trauere mit meinen lieben Bekannten,
um den, bei einem Motorradunfall verunglückten,
Ehemann, Vater und Grossvater ...

Denke jetzt auch an alle, die mir etwa bedeuten,
die mit Elektrotrotinett, Motorrad, Roller und Fahrrad unterwegs sind
und die zum Teil auch schon stürzten ...

Canon Pro1



Kommentare 10

  • Fritzla 28. Oktober 2006, 14:50

    Du zeigst erschütternde Fotodokumente, die es auf jeden Fall verdienen, tradiert zu werden an die nächsten Generationen, damit sie dereinst, wenn Du nichtmehr bist, einfließen können in den Stammbaum der Familie.
  • stefans sichtweise 6. August 2006, 21:15

    wunderschöner Text mit einem Bild , das einen innehalten läßt und über das eigene Leben und Sterben - auch im Umkreis - nachzudenken !!!
    lg, stefan
  • Michael Hartmann-1 1. März 2006, 11:04

    ein schönes bild zum passenden text - gut gewählt ...
    eine feine form zu trauern
    und gleichzeitig
    eine feine plattform um anderen mut zu machen ....
    meine hochachtung - hab dank
    lg
    michael
  • Qrt Laederach 8. November 2005, 0:20

    @ an Euch alle: es tut gut, zu wissen,
    dass man nicht nur bei tollen oder auch
    weniger tollen Fotos eine Antwort bekommt,
    sondern auch bei feinen, emotionalen Bildern
    und Texten, die vielleicht sehr persönlich sind...
    aber ich glaube, gerade heute,
    wo alles so oberflächlich scheint,
    darf man erst recht auch mal Gefühl zeigen...
    Danke Euch, so ist’s schön in einem Fotoclub zu sein...
    lg qrt
  • Martina F. 7. November 2005, 16:51

    traurig
    schön
  • Malou Vogt 6. November 2005, 23:48

    Ist schön, dass der vers mit optimismus endet! Wär mir sonst wirklich zu deprimierend...
    Darunter deine persönlichen worte...sie sind sehr intim...
    Zum foto: Das motiv passt natürlich ausgezeichnet! Das gebeugte schilf, das stille wasser... aber auch das viele licht:-)
    Lg malou
  • Augenblicke - Südtirol 6. November 2005, 21:37

    Ein wunderschönes Bild und noch ein schöneres Gedicht. Sehr melancholisch und macht einen sehr nachdenklich. Schicke dir eine ganz liebe Umarmung!!!

    DAS BILD, DAS MAN HINTERLÄSST

    Langsam fortgehn, ohne daß jemand
    etwas merkt.
    Ich verstehe nichts mehr.
    Eine Tür in die Nacht öffnen,
    nicht schwanken, sich entfernen,
    als könnte nichts geschehn.
    Man hinterläßt das Bild,
    das sich manche von einem machen,
    mit dunklen Stellen.
    Langsam fortgehn, sein Tagebuch
    hinter sich lassen,
    Gehörtes, Gesehnes verschwindet,
    unkorrigierbar,
    den Willen ablegen wie
    Benennungen -
    Nacht, ein Wasser,
    das vor den Fall kommt,
    ein Rauschen, das man
    nicht mehr wahrnimmt
    Tod, der einen endlich übernahm
    vom Leben, das man führte.


    lg WIU
  • Karin Haas 6. November 2005, 19:51

    ich denke es ist eine gute Sache seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen, das kann auch bildlich geschehen. Es gibt einem die Möglichkeit sich damit auseinander zu setzen.

    lieben Gruss Karin
  • Nobody Taylor 6. November 2005, 17:35

    Lass vergehen, was vergeht,
    Es vergeht, um wiederzukehren,
    Es altert, um sich zu verjüngen,
    Es trennt sich, um sich inniger zu vereinen,
    Es stirbt, um lebendiger zu werden!
    Friedrich Hölderlin

    nby
  • Werner Holderegger 6. November 2005, 15:53

    Wunderbare Stimmungsaufnahme und der Vers passt ausgezeichnet dazu. Beides trifft unsere (meine Frau und ich) gegenwärtige Stimmung sehr genau.
    LG Werner