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Reinhard S


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Katutura

Katutura historisch bekannt als ein ehemaliges Township, ist eine Vorstadt von Windhoek in Namibia, die in den 1950er Jahren im Rahmen der südafrikanischen Apartheidspolitik entstanden ist.
Der Name dieser Vorstadt stammt aus der Sprache der Herero (Otjiherero) und bedeutet soviel wie "der Ort, an dem wir nicht leben möchten". Zuvor hatten die in Windhoek arbeitenden und lebenden Schwarzen und "Farbigen" auch direkt in Windhoek, vor allem auf der "Alten Werft" ("Old Location", dem heutigen Stadtteil Hochland Park) gewohnt.
Die hier errichteten Einheitshäuser hatten eine Wohnfläche von 45 m² und genügten damit den bescheidenen Ansprüchen einer Familie. Verwaltungsmäßig wurde Katutura in Stammesbezirke gegliedert - getrennt nach Ovambo, Herero und Damara. (Den "farbigen" Stämmen war die Vorstadt Khomasdal zugedacht).
Katutura hat zurzeit etwa 66.700 Einwohner.
Es wird versucht, durch Ausbau einer einfachen Infrastruktur die Lebensverhältnisse in Katutura zu verbessern, aber der Stadtteil wächst bisher schneller, als derartige Maßnahmen durchgeführt werden können. Dennoch wurden zahlreiche Erfolge wie die Elektrifizierung, Wasserversorgung, Bau zahlreicher Schulen, Müllentsorgung, Straßenbau erreicht. Heutige Problemstadtteile sind andere.
Und trotz noch so mancher sozialer Unordnung geht von Katutura eine geschäftige Vibration aus, die auch ganz Windhoek ansteckt. Dies deutet zumindest langfristig auf eine positive Entwicklung des Stadtteils hin. 2005 wurde das Sam-Nujoma-Stadion eröffnet.
Aufgrund der seit 1990 stetig verbesserten Lebenssituation wird Katutura heute häufig schon als „Matutura“, „Ort an dem wir leben wollen“ bezeichnet (Wikipedia).

Kommentare 18

  • Gerd Baumann Photo 9. April 2013, 18:11

    Ich war 2006 dort und war fasziniert und geschockt zugleich. Was meine Gedanken aufhellte war das Kinderlachen und die meistens freundlichen Menschen.
    LG Gerd
  • Fuchs Manfred 6. April 2013, 20:48

    Einladend sieht das ja wirklich nicht aus. Aber wie du es beschreibst, scheint es Hoffnung zu geben. Und Geduld braucht man sicher in Afrika. mfg Manfred
  • Klaus Huppertz 6. April 2013, 8:59

    Was für katastrophale Zustände!!!
    Schön, dass Du auch solche Fotos zeigst. Man hat es ja irgendwann und irgendwo schon mal gesehen und weiß davon, doch nur allzu gerne verdrängt man die Gedanken daran. Gut, dass Du sie wieder hervorholst.
    LG Klaus
  • My sight ... 4. April 2013, 19:12

    Im wahrsten Sinne des Wortes :
    Wohlstandsgefälle !
    Klasse Aufnahme !!!
    LG Norbert
  • Dr. Armin Friedrich 4. April 2013, 18:26

    Sowas wird gern und schnell übersehen. Gut, dass Du es zeigst und möglichst viele es sehen!!!!
    LG Armin
  • gabi44 4. April 2013, 14:24

    Traurig, traurig, aber gut, daß Du auch diese Seite zeigst. Anfang der 70iger Jahre hatte ich eine Kollegin,
    die als Buren eine große Farm in Windhok hatten. Ich
    kann mich noch gut an die abfälligen Bemerkungen über
    ihre schwarzen Angestellten/Arbeiter erinnern. Ich denke,
    daß der Rassismus auch heute unterschwellig noch
    vorhanden ist.
    lg gabi 44
  • vbez 4. April 2013, 11:50

    Ja, auch das ist Namibia. Gut daß du das zeigst.
    Gruß Volker
  • Hans im Bild 4. April 2013, 11:49

    watn Zufall! Hab vor einiger Zeit fast das gleiche Bild eingestellt. Nehme an, Du warst auch auf dem Markt dort. Eine bleibende Erinnerung für mich. Gruß Hans
  • Kosche Günther 4. April 2013, 11:22

    Bereits die Bezeichnung Einheits...Häuser ist gut gesagt,für mich sind das Elendsviertel wie sie in den meisten grossen Städten in Afrika zu finden sind,nach hier sollte man unzufriedene von uns hinschicken,geläutert und zufrieden würden sie wieder zurückkommen,ein herrliches Foto von diesem Stadtteil,liebe Grüsse Günther
  • Willi von Allmen 4. April 2013, 10:55

    Dank dir, lieber Reinhard, lerne ich Windhoek ja erst richtig kennen ...
    Ein eindrückliches Bild und ein vorzüglicher Kommentar. Vielen Dank!
    lg Willi
  • Reinhardt II 4. April 2013, 9:30

    So haust hier kein Tier !
    LG Reinhardt
  • Zoom 61 4. April 2013, 9:19

    Ja...das hat mich auch fasziniert. Unvorstellbar so zu leben....

    Grüße Gabriela
  • Patrick-Hilzi 4. April 2013, 0:59

    stimmt nachdenklich, besonderst wenn man in 4 Wochen dort ist
    LG
    Patrick
  • Folke Olesen 3. April 2013, 23:39

    Ja, diese Siedlungen sind schon ein Problem. Vermutlich wäre es aber ohne Katutura nicht besser verlaufen und die Entwicklung zu Matutura ist durchaus ermutigend.
    Zu zeigst hier mal eine Seite Namibias, die in unseren Touristen Fotos sonst kaum vorkommt.

    Gruß Folke
  • Reinhard S 3. April 2013, 23:28

    Verglichen mit den Townships in Süd-Afrika sollen diese noch sehr angenehm sein!
    @liesel47: die bebauten Flächen sind unüberschaubar groß und wahrscheinlich unkontrollierbar. 2008 /9 wurde dort eine neue Polizeistation eingerichte. R.
  • liesel47 3. April 2013, 23:13

    Obwohl Katutura an einem Hang entlang erbaut wurde, kann man von einem Ende das andere nicht sehen, das zeugt von der Größe dieses Stadtteil und auch von den Problemen. Entlang einiger Straßen wurden nun frei stehende Toilettenhäuser errichtet, ähnlich unserer blauen Mobiltoiletten. Auch das ist eine große Errungenschaft. Besucht man hier einen der Märkte, sollte man etwas magenfest sein denn das angebotene Fleisch wird vor den Fliegen nicht unbedingt geschützt und der Geruch ist gewöhnungsbedürftig aber man ist es hier so gewohnt. Insgesamt war ich von der Fröhlichkeit und Herzlichkeit der Menschen hier immer wieder sehr beeindruckt. Er ist gut, lieber Reinhard, daß Du auch diesen Teil von Windhoek zeigst. Lieben Gruß von Liesel
  • Kirsten G. 3. April 2013, 23:09

    Bei uns würde man Slums dazu sagen, ein trauriges Bild, kaum zu glauben, dass hier Menschen leben müssen.
    Lg
    Kirsten
  • Joachim Irelandeddie 3. April 2013, 23:01

    Ein trauriges Bild ist das! Schlimm wie manche Menschen leben um zu überleben!

    lg irelandeddie

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Kategorie Reise
Ordner Südliches Afrika
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